Warning: Undefined array key "jahr" in /home/httpd/vhosts/apd.media/httpdocs/php/lib/APD/repository/NewsgroupRepository.php on line 40 APD - APD-INFORMATIONEN 05/2026 - MAI 2026 (Adventistischer Pressedienst)

APD-INFORMATIONEN 05/2026 - MAI 2026

Roland Kübler (links) und Christian Stroeck (rechts) Foto: © Oertlimatt Stiftung

Neuer Geschäftsführer Oertlimatt Stiftung

Krattigen /Schweiz | 06.05.2026 | APD | Schweiz

Ab 1. Mai 2026 übernimmt Christian Stroeck die Geschäftsführung der Oertlimatt Stiftung. Roland Kübler verabschiedet sich in den Ruhestand.

Christian Stroeck (49) übernimmt ab 1. Mai 2026 die Geschäftsführung der Oertlimatt Stiftung. Roland Kübler war seit 2005 Geschäftsleiter der Stiftung Oertlimatt und prägte deren Entwicklung über mehr als zwei Jahrzehnte nachhaltig. Unter seiner Führung wurde das Wohn und Pflegezentrum kontinuierlich weiterentwickelt und als fachlich wie menschlich geprägte Institution in der Region etabliert. So wurde unter seiner Leitung unter anderem das Angebot um Seniorenwohnungen erweitert. Ende Mai 2026 tritt Roland Kübler in den Ruhestand.

Beruflicher Hintergrund
Christian Stroeck arbeitet seit 2020 im Wohn- und Pflegezentrum Oertlimatt zuerst als Seelsorger und im Qualitätsmanagement und seit 2025 bis jetzt in der Leitung Administration. Seine akademische Laufbahn begann mit einem Theologiestudium am Seminar Schloss Bogenhofen und endete mit einem «Doctor in Ministry» Abschluss im Adventist International Institute of Advanced Studies. Ferner absolvierte Christian Stroeck ein «Executive Master in Business and Administration» Studium an der FH in Zürich. In seiner Freizeit engagiert er sich gerne in Hilfsprojekten mit Ureinwohnern auf den Philippinen.

Der Mensch im MIttelpunkt
Im Zentrum stehen die Pflege und Betreuung der Bewohnenden. Ziel ist es, Menschen einen würdevollen letzten Lebensabschnitt zu ermöglichen und sie respektvoll in ihren Fragen, Sorgen und Nöten zu begleiten. Christliche Werte bilden dabei die Grundlage des täglichen Handelns.

Oertlimatt Stiftung
Die Oertlimatt Stiftung ist eine gemeinnützige Institution, die sich der professionellen Betreuung und Pflege von unterstützungsbedürftigen Menschen widmet. In ihrem Wohn- und Pflegezentrum bietet sie ein sicheres, wertschätzendes und persönlich geprägtes Umfeld, das die Würde, Selbstbestimmung und Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner in den Mittelpunkt stellt. Die Oertlimatt Stiftung verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der eine fachlich qualifizierte Pflege, eine gesundheitsfördernde Lebensweise sowie soziale und kulturelle Teilhabe miteinander verbindet.
Mehr Informationen: https://oertlimatt.ch/wohn-und-pflegezentrum/

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Der Verzehr von fünf Eier pro Woche soll das Risiko für eine Alzheimer-Demenz senken. © stevepb – pixabay.com

Konsum von Eiern verringert Alzheimer-Risiko

Loma Linda/Kalifornien (USA) | 12.05.2026 | APD | Gesundheit & Ethik

Eine neue Studie der Loma Linda University Health (Kalifornien/USA) zeigt, dass der Verzehr von Hühnereiern bei Menschen ab 65 Jahren mit einem geringeren Risiko für Alzheimer-Demenz einhergeht.

„Im Vergleich zu Menschen, die niemals Eier essen, kann der Verzehr von einem Ei pro Tag an mindestens fünf Tagen pro Woche das Alzheimer-Risiko um 27 Prozent senken“, so Dr. Joan Sabaté, Professor für Ernährungswissenschaften an der Loma Linda University School of Public Health und Leiter der Studie.

Selbst ein weniger häufiger Verzehr von Eiern reduzierte das Alzheimer-Risiko signifikant. Wie Sabaté berichtet, fanden die Forschenden heraus, dass der Verzehr von Eiern ein bis drei Mal pro Monat zu einer Risikosenkung um 17 Prozent führte, während der Verzehr von Eiern zwei bis vier Mal pro Woche eine Risikosenkung um 20 Prozent bewirkte.
Die Studie mit dem Originaltitel „Egg intake and the incidence of Alzheimer’s disease in the Adventist Health Study-2 cohort linked with Medicare data,“ (Eierkonsum und das Auftreten von Alzheimer in der Kohorte der Adventist Health Study-2 in Verbindung mit Medicare-Daten) wurde vorletzte Woche im Journal of Nutrition veröffentlicht. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/42002260/
Die Forschenden gaben an, die Studie aufgrund einer erheblichen Wissenslücke hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen veränderbaren Ernährungsfaktoren und dem Risiko für Alzheimer durchgeführt zu haben.

Nährstoffe mit positiven Auswirkungen auf die Gehirngesundheit
Eier sind als Quelle wichtiger Nährstoffe bekannt, welche die Gesundheit des Gehirns unterstützen, so Sabaté. Eier liefern Cholin, eine Vorstufe von Acetylcholin und Phosphatidylcholin, die beide entscheidend für das Gedächtnis und die synaptische Funktion sind, heißt es in der Studie. Eier enthalten zudem Lutein und Zeaxanthin – Karotinoide, die sich im Hirngewebe anreichern und mit einer verbesserten kognitiven Leistungsfähigkeit sowie einem verringerten oxidativen Stress in Verbindung gebracht werden. Eier enthalten außerdem wichtige Omega-3-Fettsäuren, und Eigelb ist besonders reich an Phospholipiden, die fast 30 Prozent der gesamten Lipide (Fette) im Ei ausmachen und für die Funktion der Rezeptoren („Empfänger“) der chemischen Botenstoffe zwischen den Nervenzellen (Neurotransmitter) unerlässlich sind.

Die Forscher gaben an, den Verzehr von Eiern sowohl in sichtbarer Form – wie beispielsweise in verschiedenen Zubereitungsarten (Rührei, Spiegelei, gekocht usw.) – als auch in versteckter Form, etwa in Backwaren und verarbeiteten Lebensmitteln, untersucht zu haben.

Die Alzheimer-Fälle in der Kohorte der „Adventist Health Study 2“ wurden laut den Aufzeichnungen von „Medicare“ – der staatlichen Krankenversicherung der USA für Menschen ab 65 Jahren – von Ärzten bei der Studienpopulation von 40.000 Probanden diagnostiziert. Die Teilnahmeberechtigung wurde anhand der „Medicare Master Beneficiary Summary Files” ermittelt. Die durchschnittliche Nachbeobachtungszeit betrug 15,3 Jahre.

Teil einer ausgewogenen Ernährung
„Die Forschungsergebnisse bestätigen, dass Eier Teil einer gesunden Ernährung sind“, sagte Dr. Jisoo Oh, Professorin für Epidemiologie an der Loma Linda University School of Public Health und Hauptautorin der Studie. Die untersuchten Personen der Kohorte aus der „Adventist Health Study 2“ sind Mitglieder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die für eine gesunde Ernährungsweise bekannt sind.

Hinweis: Ein Teil der Finanzierung dieser Studie wurde vom American Egg Board bereitgestellt. Weitere Gelder kamen von den National Institutes of Health der USA.

Bestätigung älterer Studienergebnisse
Bereits 2024 wurde im Fachmagazin Nutrients eine Studie der University of Wolverhampton in England in Zusammenarbeit mit mehreren britischen und chinesischen Universitäten veröffentlicht, die zu vergleichbaren Ergebnissen kam. https://www.mdpi.com/journal/nutrients
An dieser Studie nahmen jedoch nur 233 ältere Menschen teil. Sie legte auch nahe, dass ein zu hoher Eierkonsum (mehr als zwei Eier pro Tag) das Demenzrisiko aufgrund des hohen Cholesteringehalts wieder ansteigen lässt.

Loma Linda University Health
Die Loma Linda University Health ist ein akademisches medizinisches Zentrum mit sechs Krankenhäusern, einer Arztpraxisgesellschaft sowie mehreren Kliniken im Westen der Vereinigten Staaten und angeschlossenen Organisationen in aller Welt. Diese medizinischen Dienste interagieren mit den acht Fakultäten, die eine auf das Gesundheitswesen ausgerichtete Universität bilden.

Die Loma Linda Universität ist eine Einrichtung der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten mit mehr als 4.400 Studenten. Der Campus liegt in der Stadt Loma Linda südlich von Los Angeles im Landkreis San Bernardino im US-Bundesstaat Kalifornien. Mit etwa 9.000 Mitgliedern hat Loma Linda eine der größten Kirchengemeinden der Siebenten-Tags-Adventisten weltweit. Die Bewohner leben hier im Durchschnitt ungewöhnlich lange und sind bis ins hohe Alter erstaunlich gesund. Die Stadt gilt damit als eine sogenannte „Blaue Zone“.
In den sechs Krankenhäusern auf dem Campus erhalten die Studierenden eine praxisnahe Ausbildung. Über 100 Studiengänge werden von den Fachbereichen Allied Health Professions, Behavioral Health, Dentistry, Medicine, Nursing, Pharmacy, Public Health und Religion angeboten.
Internet: https://lluh.org/

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Blick auf den Campus der Hochschule „Villa Aurora“ in Florenz. © Villa Aurora University

Erstmals Doktorandenstudiengänge in adventistischer Hochschule in Europa möglich

Florenz/Italien | 13.05.2026 | APD | Bildung

Eine Gesetzesänderung in Italien ermöglicht der adventistischen Hochschule „Villa Aurora“ in Florenz postgraduale Studiengänge und Forschungsprojekte, die Voraussetzung für den Erwerb eines Doktorgrads sind.

Darüber berichten Hope Media Italien und EUD News, der Pressedienst der teil kontinentalen adventistischen Kirchenleitung in Mittel- und Südeuropa (Intereuropäische Division). Die Reform stelle einen bedeutenden Meilenstein in den Beziehungen zwischen der Italienischen Republik und der adventistischen Kirche dar.

Am 30. April traf die italienische Abgeordnetenkammer (das Unterhaus des italienischen Parlaments) eine Entscheidung, die eine akademische Weiterentwicklung der adventistischen Hochschule ermöglicht: die Änderung des Abkommens (Intesa) zwischen der italienischen Regierung und der Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Italien. Diese Gesetzesänderung gewährt der adventistischen Hochschule „Villa Aurora“ in Florenz die Befugnis, neben berufsbezogenen Masterstudiengängen auch Forschungsdoktorate (Ph.D.) mit voller staatlicher Anerkennung anzubieten. Letztere sind bisher an keiner adventistischen Hochschule in Europa möglich.

Die „Intesa“: Eine Säule des religiösen Pluralismus
Das Verhältnis zwischen dem Staat und den Religionsgemeinschaften in Italien wird durch Artikel 8 der Verfassung geregelt, der „Intese“ vorsieht – bilaterale Vereinbarungen, die gegenseitige Rechte und Pflichten festlegen.

„Alle Religionsfreiheiten, die Adventisten heute in Italien geniessen, haben ihren Ursprung in dem ursprünglichen Abkommen von 1986“, erklärt Davide Romano, Leiter der Hochschule „Villa Aurora“, der auch die Abteilung für öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der adventistischen Kirchenleitung in Italien verantwortet. „Da wir uns dem 40. Jahrestag dieser Unterzeichnung im Jahr 2026 nähern, stellt die aktuelle Reform eine natürliche und notwendige Weiterentwicklung dieser grundlegenden Partnerschaft dar.“

Postgraduale Lücke wird geschlossen
Die „Villa Aurora“ vergibt bereits seit Langem vom italienischen Ministerium für Hochschulwesen und Forschung anerkannte Bachelor- und Master-Abschlüsse. Die neue Änderung schliesst nun eine entscheidende Lücke in der postgradualen Ausbildung. „Bis heute musste ein Student aus Europa, der einen Doktortitel in adventistischer Theologie anstreben wollte, diesen an adventistischen Universitäten in den USA oder anderen Kontinenten erwerben“, erklärt Romano. „Diese Neuregelung ermöglicht es der Hochschule ‚Villa Aurora‘, künftig Ausbildungsgänge anzubieten, die über das Master-Niveau hinausgehen. Dadurch wird unser Hochschulcampus in Florenz zu einem akademischen Ziel für Studierende aus dem gesamten europäischen Kontinent.“

Ein gemeinsamer Weg durch den Gesetzgebungsprozess
Die Verabschiedung der Gesetzesreform war durch ein ungewöhnlich hohes Mass an institutioneller Synergie gekennzeichnet. Seit 2023 waren der Vorsitz des italienischen Ministerrats, das Hochschulministerium sowie verschiedene parlamentarische Ausschüsse in den Dialog eingebunden. „Der Prozess verlief bemerkenswert zügig und ohne nennenswerte Hindernisse“, bemerkt Romano und drückt seine Dankbarkeit für die einstimmige Unterstützung in der Abgeordnetenkammer aus. „Dies spiegelt eine institutionelle Sensibilität für die Rechte religiöser Minderheiten und die Verwirklichung der in unserer Verfassung verankerten Werte wider.“

Blick in die Zukunft
Trotz dieser Parlamentsentscheidung geht die Arbeit der Abteilung für öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit weiter. „Religionsfreiheit ist ein kostbares Gut, das ständig gefördert werden muss“, so Romano. „Unsere fortwährende Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass religiöse Vielfalt nicht als Einschränkung oder Gefahr angesehen wird, sondern als fruchtbare Chance für die Entwicklung des Landes.“ Nach der Zustimmung des Gesetzgebers wird die Hochschule „Villa Aurora“ eng mit dem italienischen Ministerium für Hochschulwesen und Forschung zusammenarbeiten, um die Parameter und Qualitätsstandards festzulegen, die für die Einführung der neuen Doktoranden- und Masterstudiengänge erforderlich sind.
Website der Hochschule „Villa Aurora“ in Florenz: https://villaaurora.it/
(tl)

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