Am Sonntag der verfolgten Kirche, am 1. und 8. November, beten die Kirchen in der Schweiz für ihre verfolgten Glaubensgeschwister. Initiiert wird der Gebetssonntag von der Arbeitsgemeinschaft Religionsfreiheit (AGR) der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA).
Immer mehr Christinnen und Christen leiden unter Verfolgung wegen ihres Glaubens: Inzwischen sind weltweit 388 Millionen Menschen betroffen. Allein im vergangenen Jahr wurden 4849 Gläubige getötet – mehr als 13 pro Tag. Der Sonntag der verfolgten Kirche will auf diese Not aufmerksam machen und Kirchgemeinden in der ganzen Schweiz dazu ermutigen, der verfolgten Glaubensgeschwister zu gedenken und für sie zu beten.
Sieben Werke stehen hinter dem Gebetssonntag
Die Idee zum Sonntag der verfolgten Kirche stammt von sieben Organisationen, die in der Arbeitsgemeinschaft Religionsfreiheit (AGR) der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) zusammengeschlossen sind: Open Doors, Hilfe für Mensch und Kirche (HMK), Aktion für verfolgte Christen (AVC), Christian Solidarity International (CSI), Licht im Osten (LIO), Christliche Ostmission (COM) und Osteuropa Mission. Ziel ist, dass lokale Gemeinden an diesem Sonntag der Verfolgten gedenken.
Geleitet wird die AGR von Philippe Fonjallaz, dem Leiter von Open Doors Schweiz. Die Schweizerische Evangelische Allianz dankt den mitarbeitenden Werken für ihr Engagement sowie allen Kirchgemeinden und Freiwilligen, die in diesem Jahr beim Sonntag der verfolgten Kirche mithelfen.
Ein verletzliches Grundrecht
Die Lage der verfolgten Christen hat auch für die Schweiz Bedeutung. Die Glaubens- und Gewissensfreiheit ist hierzulande in Artikel 15 der Bundesverfassung garantiert und wird oft als selbstverständlich wahrgenommen. Der Blick auf Länder wie Nigeria, Syrien oder die Staaten Zentralasiens zeigt jedoch, wie verletzlich dieses Grundrecht ist – und dass es geschützt, verteidigt und immer wieder neu wertgeschätzt werden muss.
Der Sonntag der verfolgten Kirche ruft zur Solidarität mit verfolgten Christen auf und schärft das Bewusstsein für Verletzungen der Religionsfreiheit weltweit. Kirchgemeinden in der ganzen Schweiz beten an diesem Sonntag für Menschen, die wegen ihres Glaubens bedrängt werden, für politische Verantwortliche und für gesellschaftliche Veränderungen, die ein Leben in Freiheit und Sicherheit ermöglichen.
Nigeria, Syrien und Zentralasien dieses Jahr im Fokus
Der diesjährige Sonntag der verfolgten Kirche richtet den Blick besonders auf Nigeria, Syrien und Zentralasien. Diese Länder und die Region stehen beispielhaft für unterschiedliche Formen der Bedrängnis und Verfolgung von Christen.
Nigeria ist das weltweite Epizentrum tödlicher Gewalt gegen Christen. Christliche Gemeinschaften leiden dort unter Angriffen und Entführungen durch extremistische Gruppen.
In Syrien hat sich die Situation der Christen nach dem politischen Umbruch Ende 2024 drastisch verschärft.
In Zentralasien leiden Christen unter radikal-islamischen Strömungen, die ihnen das Leben und das Bekenntnis ihres Glaubens erschweren.
Über die Arbeitsgemeinschaft Religionsfreiheit (AGR) der SEA
Die Arbeitsgemeinschaft Religionsfreiheit (AGR) ist eine Arbeitsgemeinschaft der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA). In ihr sind sieben Organisationen zusammengeschlossen, die sich für verfolgte Christen einsetzen: Open Doors, HMK, AVC, CSI, Licht im Osten, Christliche Ostmission und Osteuropa Mission. Die AGR steht hinter dem Sonntag der verfolgten Kirche in der Schweiz. Leiter der AGR ist Philippe Fonjallaz, Leiter von Open Doors Schweiz. Mehr Informationen: https://www.agr-glr.ch/