ADRA Ukraine steht Kriegsopfern mit psychologischer Hilfe bei. © Foto: ADRA Ukraine

ADRA Ukraine verteilt Brot, evakuiert Menschen und bietet psychologische sowie medizinische Hilfe

Laut einem Bericht der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Ukraine hat das Hilfswerk in der Woche ab dem 16. Mai den Kriegsbetroffenen psychologische Hilfestellungen angeboten und medizinische Hilfsgüter verteilt. Dank der Unterstützung des Welternährungsprogramms der UNO (WFP) konnte in verschiedenen Regionen frisches Brot verteilt werden. Zudem repariert ADRA mit Hilfe von Freiwilligenteams Türen und ersetzt Schlösser.

18 Psychologen bieten psychologische Hilfe in verschiedenen Städten
Demnach haben in dieser Woche 18 Psychologen und Psychologinnen im Auftrag von ADRA Ukraine kostenlose Hilfe für Kriegsopfer geleistet. Sie arbeiten arbeiten online und offline. Persönliche Beratungen finden in den Städten Kiew, Dnipro, Lwiw, Ternopil, Uman, Terniwka (Region Dnipropetrowsk) und Starokostiantyniv (Region Chmelnyzkyj) statt. Ausserdem gibt es mobile Psychologenteams, die in anderen Städten der Ukraine kollektive Zentren aufsuchen.

Medizinische Hilfe
Durch die Unterstützung von ADRA International wurde eine grosse Ladung medizinischer Hilfsgüter in ein Lagerhaus in Mukachevo geliefert: Aderpressen, Verbandsmaterial, Wärmepackungen für die Wärmetherapie im Notfall, hämostatische Verbände und andere Artikel. Die Ladung ist für das Zentrum für öffentliche Gesundheit des Gesundheitsministeriums der Ukraine in Kiew bestimmt.

Nahrungsmittelhilfe
Die Nahrungsmittelhilfe erreichte in dieser Woche verschiedene Regionen auch die Einwohner der Stadt Charkiw. Mehr als sieben Regionen haben mit Unterstützung des Welternährungsprogramms der UNO (WFP) und ADRA Ukraine frisches Brot erhalten. Nach den letzten Angaben im Rahmen dieses Projekts seit Beginn 525.000 Brote verteilt. ADRA Ukraine plant in naher Zukunft weitere Regionen ins Projekt einzuschliessen. Im Rahmen des Projekts "Hoffnung für die Ukraine" wurden Lebensmittel an die Bewohner von Siedlungen in der Region Kiew verteilt: Bila Tserkva, Boryspil, Brovary, Fastiv, Uzyn, Boguslav und Boiarka sowie an Einwohner von Kherson.

Neu sind Freiwillige in Reparaturteams im Einsatz
Im Rahmen des Projekts "Hoffnung für die Ukraine" wurde ein neuer Bereich der Hilfe für Kriegsopfer ins Leben gerufen: Freiwillige, vorwiegend in Bucha und Gostomel, stellen Türen her, reparieren und installieren sie auch. Sie tauschen ebenso die Schlösser aus.

Hilfe bei der Evakuierung
Laut ADRA Ukraine nimmt die Zahl der durch das Hilfswerk Evakuierten täglich zu. Mit der Unterstützung von ADRA Tschechien wurden mehr als 2.500 Menschen aus gefährlichen Gebieten evakuiert. Rund 1.500 Menschen wurden dank des Projekts für sozialen Transport und Evakuierung aus Gefahrenzonen gebracht und mehr als 4.500 Personen wurden laut dem Hilfswerk im Rahmen des Projekts "Hoffnung für die Ukraine" in sicherere Gebiete gebracht.

ADRA Ukraine
Die Hilfsorganisation ADRA Ukraine ist seit dem 21. Februar 1993 offiziell registriert und führt humanitäre Projekte durch. ADRA Ukraine hilft Opfern von Konflikten und Katastrophen, Binnenvertriebenen und ihren Familien, Waisen, Sozialwaisen in Waisenhäusern und Heimen, Krankenhauspatienten, hilft Menschen in Krisengebieten, Behinderten und älteren Menschen und fördert einen gesunden Lebensstil.

Seit Beginn des Euromaidan, - so werden die Proteste in der Ukraine zwischen November 2013 und Februar 2014 bezeichnet - und des bewaffneten Konflikts im Donbass (Ostukraine) im Jahr 2014 hat ADRA Ukraine laut eigenen Angaben mehr als 950.000 Menschen geholfen.

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