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Tel 143: Mehr Gespräche zu Trauer, Tod, Existenzproblemen und Suizidgedanken

Zürich/Schweiz | 13.03.2023 | APD | Schweiz

Zum 14. März, dem Tag des Zuhörens, weist die Dargebotenen Hand (Tel 143) in einer Medienmitteilung auf den Wert empathischer Gespräche hin. Die Nachfrage nach der Dargebotenen Hand bleibe auf hohem Niveau: Die fast 200.000 Gespräche lägen leicht über dem Vorjahr. In den Gesprächen zeichneten sich die Folgen der Pandemie sowie des Ukraine-Kriegs ab: Themen wie Existenzprobleme, Verlust, Trauer und Tod sowie Suizidalität haben demnach deutlich zugenommen.

Der 14. März ist der Tag des Zuhörens
«Zuhören ist wichtig, insbesondere in Zeiten, wo ein Krieg in Europa bei vielen Menschen Angst und Ohnmachtsgefühle hervorruft. Zuhören trägt dazu bei, dass sich Menschen verbunden fühlen - trotz allem, oder gerade deswegen», schreibt die Dargebotene Hand.

Am Tag des Zuhörens seien auf den regionalen Tel 143-Websiten und auf Facebook News und Fotos zu finden. Die Dargebotene Hand möchte mit diesem Tag auf den Wert des Zuhörens, des Füreinander-da-Seins, und des Miteinanderredens aufmerksam machen. Und allen mitteilen: «Wir sind für Euch da»!

Leichter Zuwachs bei Telefongesprächen, Einbruch bei den Online-Kontakten
Die 189.586 Gespräche am Telefon im 2022 haben demnach gegenüber dem Vorjahr um ein Prozent zugenommen. Hingegen sei die Zahl der Mailanfragen gegenüber 2021 um 24 Prozent zurückgegangen. Im Chatkanal konnten 11 Prozent weniger Dialoge geführt werden. Der Bedarf, mit Tel 143 zu chatten, sei insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen und an den Wochenenden sehr gross, schreibt Tel 143.

Themen der Gespräche
Am Telefon kommen demnach seit acht Jahren die Themen «psychische Gesundheit» (Anteil 25 Prozent aller erfassten Themen), «Alltagsbewältigung» (Anteil 21 Prozent), «Einsamkeit» (Anteil 11 Prozent) und «körperliches Leiden» (Anteil 7 Prozent) am häufigsten zur Sprache. Hier habe es kaum Verschiebungen gegenüber 2021 gegeben. Hingegen hätten «Existenzprobleme» (+15 Prozent), Suizidalität +12 Prozent) und «Verlust, Trauer, Tod» (+12 Prozent) gegenüber 2021 klar zugenommen. Die Sorgen rund um die Pandemie bzw. eine Infektion mit dem Coronavirus waren kaum noch ein Thema (- 71 Prozent; Anteil 0.8 Prozent).

Tel 143 erhält vom Bund keinerlei finanzielle Unterstützung
Obwohl Tel 143 eine nationale, vom Bund anerkannte Notrufnummer führt, erhalte die Organisation vom Bund keinerlei finanzielle Unterstützung (mit Ausnahme der Pandemiezeit), schreibt die Non-Profit-Organisation. Die Dargebotene Hand finanziert sich zu 6 Prozent aus Eigenleistungen, zu 31 Prozent aus institutionellen und kantonalen Beiträgen und zu 63 Prozent aus privaten Spenden.

Neues Angebot: Gespräche auf Englisch
Seit Januar 2023 bietet die Dargebotene Hand unter heart2heart kostenlos Gespräche auf Englisch an. Anrufe sind zwischen 18 und 23 Uhr unter der Telefonnummer 0800 143 000 möglich.
Weitere Informationen dazu: www.heart2heart.143.ch.

Mehr zu Tel 143: https://www.143.ch/

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