Warning: Undefined array key "jahr" in /home/httpd/vhosts/apd.media/httpdocs/php/lib/APD/repository/NewsgroupRepository.php on line 40 APD - APD-INFORMATIONEN 12/2025 - DEZEMBER 2025 (Adventistischer Pressedienst)

APD-INFORMATIONEN 12/2025 - DEZEMBER 2025

Stabübergabe mit Stephan Sigg (links), Raphael Burkhardt (mitte) und Dominik Maurer (rechts) Foto: © Freikirche der STA, Jascha Stahlberger.

Neuer Verlagsleiter im Advent-Verlag Schweiz

Krattigen | 12.12.2025 | APD | Schweiz

Die Mitgliederversammlung des 1929 gegründeten Advent-Verlags Schweiz hat am 24. Juni 2025 einen Wechsel in der Verlagsleitung beschlossen.

Raphael Burkhardt (30) übernimmt ab 1. Januar 2026 die Verlagsleitung des Advent-Verlags Schweiz von Dominik Maurer (43), der das Amt seit Oktober 2015 innehatte. Maurer hatte den Verlagsvorstand im Frühjahr 2024 darüber informiert, nach zehn Jahren Leitungstätigkeit wieder in den Pastorendienst zurückkehren zu wollen.

Beruflicher Hintergrund
Burkhardt verfügt über einen Bachelorabschluss in Betriebswirtschaftslehre und sammelte erste Berufserfahrungen in den Bereichen Personal, Controlling und Verwaltung. Anschliessend absolvierte er ein Theologiestudium am Seminar Schloss Bogenhofen. In den vergangenen zwei Jahren war er als Pastoralassistent in der Mittelrheinischen Vereinigung in Deutschland tätig.

Gesundheit als persönliches Schwerpunktinteresse
Neben seiner pastoralen Tätigkeit bildete er sich in seiner Freizeit als Fitnesstrainer und Ernährungsberater weiter. Sein Interesse am Thema Gesundheit soll insbesondere dem Magazin „Leben & Gesundheit“ des Verlags zugutekommen.

Advent-Verlag Schweiz
Das adventistische Verlagshaus wurde 1929 als Advent-Verlag Zürich von der Deutschschweizerischen Vereinigung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet. Ziel war es von Beginn an, „Bücher und Zeitschriften herzustellen und zu verbreiten, welche christliche Werte lebensnah und praktisch präsentieren“.
In den 1950er- und 1960er-Jahren erlebte der Verlag eine deutliche Expansion. 1966 erfolgte der Umzug des Verlagsbetriebs in einen Neubau in Krattigen (BE). Der Verwaltungssitz blieb zunächst in Zürich und wurde erst 2020 im Zuge der Umbenennung in Advent-Verlag Schweiz ebenfalls nach Krattigen verlegt.

Seit der Gründung prägen pädagogische Kinderliteratur sowie Publikationen zur Gesundheitsförderung und christlichen Glaubensstärkung das Sortiment. Heute umfasst das Verlagsprogramm Eigen- und Fremdproduktionen in über 20 Sprachen aus den Themenbereichen Gesundheit, Lebenshilfe, Lebenspraxis, Glaube und Bibel sowie ein breites Angebot an Kinderbüchern und Kinderbibeln.
Der Vertrieb der Bücher und Periodika erfolgt – ergänzend zur direkten Verlagsauslieferung – vor allem über ein flächendeckendes Netz von 20 Aussendienstmitarbeitenden, davon acht hauptberuflich, sowie über den Buchhandel.
Zu den aktuellen Bestsellern zählen die vierbändige Kinderbuchreihe „Die Piipliothek“, das zweimonatlich erscheinende Lebensstilmagazin „Leben & Gesundheit“, das Gesundheitsbuch „Heilkräfte der Nahrung“, der christliche Klassiker „Der rettende Weg – Jesus Christus“, sowie die fünfbändige Bibelkommentar-Reihe „Die Geschichte der Hoffnung“.
Verlagswebsite und Webshop: https://www.advent-verlag.ch/
Magazin Leben & Gesundheit: https://www.lug-mag.com/

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Ihor Kuryliak verteidigte erfolgreich seine Dissertation an der Universität Zürich zum Thema Daniel. © Foto: Ihor Kuryliak

Ukrainischer Theologe verteidigt Dissertation zur Daniel-Auslegung in Zürich

Zürich | 17.12.2025 | APD | Schweiz

An der Universität Zürich hat der ukrainische adventistische Theologe Ihor Kuryliak erfolgreich seine Dissertation zur Interpretation des biblischen Buches Daniel verteidigt. Die Arbeit wurde am 14. November im Fakultätsrat der Theologischen Fakultät einstimmig angenommen.

Kuryliak ist Dozent am Ukrainischen Humanitären Institut und schloss mit der Annahme seiner Dissertation sein Doktoratsstudium in Theologie an der Universität Zürich ab. In seinem Studium spezialisierte er sich auf die Erforschung des alten Testaments. Am 14. November wurde seine Dissertation offiziell im theologischen Fakultätsrat diskutiert und einstimmig angenommen. Die wissenschaftliche Arbeit trägt den Titel: „Die Zeitdimensionen des Buches Daniel: Die Rezeptionsgeschichte im frühen Christentum und ihre Bedeutung für die moderne Interpretation“. In seiner Arbeit konzentrierte sicher Kuryliak darauf, wie die frühe Kirche die Prophezeiungen Daniels im Laufe der Jahrhunderte augelegt hat.

Vier Auslegungsansätze im Vergleich
Der Autor untersucht vier zentrale hermeneutische Zugänge: den präteristischen, idealistischen, historizistischen und futuristischen Ansatz. Diese werden einander systematisch gegenübergestellt.
Im ersten Teil der Dissertation analysiert Kuryliak die interpretatorischen Herausforderungen der Hauptvisionen in Daniel 2, 7, 8, 9 und 11.

Rezeption im frühen Christentum
Im zweiten Teil der Arbeit wertet der Forscher Auslegungen bedeutender frühchristlicher Theologen des 2. bis 7. Jahrhunderts aus, darunter Hippolyt, Ephraem der Syrer, Hieronymus und Theodoret von Kyrrhos.
Der dritte Teil vergleicht die Möglichkeiten und Grenzen der einzelnen Ansätze und deren Einfluss auf das heutige Verständnis des Buches Daniel.

Mehrschichtige Zeitperspektiven
Die Dissertation kommt zum Schluss, dass frühchristliche Ausleger unterschiedliche Zeithorizonte – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – miteinander verbanden. Trotz unterschiedlicher Akzentsetzungen habe keiner den prophetischen Charakter des Buches Daniel bestritten. Die Arbeit betont, dass insbesondere eine Kombination verschiedener Ansätze innerhalb der historizistischen Tradition zu einem vertieften Verständnis beiträgt.

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Die Ergebnisse der Studie sind in Buchform veröffentlicht worden. Cover: © Campus Verlag/Shutterstock.com (2279404343), Viktoriia_M

Internationale Studie zu religiöser Sozialisation in Familien

Münster | 11.12.2025 | APD | International

Eine neue Studie der Universität Münster zeigt neue Daten und Erklärungen zu Faktoren der Weitergabe von Religion an nachfolgende Generationen. In westlich geprägten Gesellschaften ist ein Rückgang von Religion zu beobachten.

Ob Menschen heute religiös oder nichtreligiös werden, hängt nach einer Studie der Universität Münster entscheidend von ihrer Herkunftsfamilie ab. Das internationale Forschungsteam aus 21 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hat im Rahmen der von der US-amerikanischen John Templeton Foundation geförderten Studie christliche und nicht christliche Familien in Deutschland, Finnland, Italien und Kanada befragt. Dabei wurden sowohl repräsentative Erhebungen als auch Interviews mit Familienmitgliedern aus drei Generationen durchgeführt. Verantwortlich für die Studie sind das Exzellenzcluster „Religion und Politik“, das Centrum für Religion und Moderne (CRM) und das Institut für Soziologie der Universität Münster. Die Ergebnisse wurden im englischsprachigen Buch Families and Religion: Dynamics of Transmission across Generations veröffentlicht.

Die gewonnenen Daten zeigen, dass Religion dann weitergegeben wird, wenn die Familie ein religiöses Selbstverständnis pflegt, gemeinsam religiösen Praktiken wie Gebet oder Singen nachgeht und beide Eltern derselben Konfession angehören, heisst es in einer Pressemitteilung zur veröffentlichten Studie. In der religiösen Erziehung spielen vor allem die Mütter eine entscheidende Rolle. Religion werde jedoch nie eins zu eins weitergegeben, sondern transformiere sich stets. Dabei zeigt sich, dass Werte wie Nächstenliebe, Solidarität oder Toleranz oft noch von den Kindern übernommen, jedoch nicht mehr religiös begründet werden.
Neben der Familie sind Kirchen und andere religiöse Institutionen sowie deren Personal Träger von religiöser Bildung. Diverse religiöse Einrichtungen bieten Möglichkeiten zur Reflexion, zum Austausch und für kreative Aktivitäten. In einem zunehmend säkularen Umfeld werden allerdings die Faktoren, die die Weitergabe von Religion begünstigen, immer seltener. Heute ist es üblich, Kindern die freie Wahl in der Ausgestaltung ihrer Religiosität zu lassen. Tatsache ist jedoch, dass kirchlich gebundene Religiosität in westlichen Ländern von Generation zu Generation abnimmt.

Säkularisierungsprozess in Ostdeutschland
Weiter wurde festgestellt, dass sich in der religiösen Sozialisation zumeist die am stärksten vertretene Position durchsetzt. Dies gelte auch für atheistische Überzeugungen. Der Abbruch der familiären Weitergabe von Religiosität ist in Ostdeutschland besonders auffällig. In der Generation, die dort zwischen 1985 und 2003 geboren wurde, stammen bereits 50 Prozent aus einer konfessionslosen Familie. Ein Grund für den Ost-West-Unterschied sei die antireligiöse Politik in der DDR.
In liberalen und säkularen Gesellschaften wird es für Eltern immer schwieriger, eine religiöse Erziehung zu rechtfertigen und Religion familiär weiterzugeben. Gerade die Zeit der Adoleszenz sei jedoch entscheidend dafür, ob die erworbene religiöse Praxis der Familie auch persönlich übernommen werde. Neben den Eltern hätten auch die Grosseltern einen Einfluss auf die religiöse Entwicklung des Kindes. Sie konnten jedoch den fehlenden religiösen Einfluss der Eltern nicht kompensieren.

Hinweis zur Veröffentlichung der Studie: Gärtner, Christel/Hennig, Linda/Müller, Olaf (Hg.) (2025): Families and Religion. Dynamics of Transmission across Generations, Campus Verlag Frankfurt a.M./New York. ISBN 978-3-593-51994-4.

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Bei der Untersuchung der Dinosaurier-Fussabdrücke. Foto: © Geoscience Research Institute, www.grisda.org.

Adventistische Wissenschaftler leiten bahnbrechende Studie über die weltweit grösste Dinosaurier-Fussabdruckfundstätte

Loma Linda/Kalifornien (USA) | 11.12.2025 | APD | International

Das Geowissenschaftliche Forschungsinstitut (GRI) der Adventisten hat die Veröffentlichung einer bahnbrechenden Studie von Raúl Esperante, leitender Wissenschaftler am GRI, in der wissenschaftlichen Open-Access-Zeitschrift PLOS One bekannt gegeben.

Esperante und sein Team haben mehr als 16'000 Dinosaurier-Fussabdrücke an der Fundstätte Carreras Pampas in Bolivien dokumentiert, die heute als die umfangreichste jemals registrierte Dinosaurier-Fundstätte gilt.

Die Entdeckung gibt Aufschluss über eine Reihe von Aktivitäten der Dinosaurier entlang einer alten Küstenlinie, darunter Laufen, Schwimmen und das Schleifen der Schwänze auf dem Boden. Die Forschenden dokumentierten Fussabdrücke von weniger als 10 bis über 30 Zentimetern, die hauptsächlich von dreizehigen Theropoden hinterlassen wurden. Die Spuren von Rippelmarken und die Ausrichtung der Spuren deuten darauf hin, dass sich diese Dinosaurier aktiv in einer Küstenumgebung bewegten.

Esperantes Feldforschung erweitert das globale paläontologische Wissen und bietet gleichzeitig peer-reviewte Forschungsergebnisse, die nach hohen wissenschaftlichen Standards erstellt wurden.

„Die Fundstätte Carreras Pampas stellt neue Weltrekorde hinsichtlich der Anzahl einzelner Fußabdrücke, zusammenhängender Spuren, Schwanzspuren und Schwimmspuren auf“, so Esperante. „Wir beginnen gerade erst, den Reichtum dieser Fundstätten in Bolivien zu verstehen. Viele weitere Spuren müssen noch untersucht werden.“

Weltweit zahlreiche Medienberichte
Die Entdeckung hat weltweit in den Medien grosse Aufmerksamkeit erregt. Grosse Medien wie CNN und Phys.org haben über die bolivianische „Dinosaurierautobahn“ berichtet, in Deutschland unter anderem die Tagesschau der ARD und zdfheute. Diese Berichterstattung sowie das anhaltende Medieninteresse werden voraussichtlich das öffentliche Bewusstsein für das fossile Erbe Boliviens und den Beitrag der Wissenschaftler und Partner des GRI zur paläontologischen Forschung schärfen, so das GRI.

Das Forschungsprojekt unterstreicht den Wert der Synergie zwischen kirchlichen akademischen Einrichtungen, staatlichen Stellen und der lokalen Bevölkerung. Das internationale Forschungsteam von Esperante hat die Fundstätte als Ausbildungsstätte für Parkführer und adventistische Pädagogen genutzt, Möglichkeiten für die Betreuung junger Forscher geschaffen und wurde für seinen Beitrag zur Wertschätzung und Erhaltung des bolivianischen Naturerbes anerkannt.

Neue Wege zum Verständnis von Dinosauriern
Die Ergebnisse eröffnen der Wissenschaft neue Wege zum Verständnis des Verhaltens von Dinosauriern und liefern umfangreiche Belege für Gruppenbewegungsmuster, Fortbewegungsvielfalt und Küstendynamik aus den oberen Kreideformationen.

Die Leiter des GRI würdigten die Leistung von Esperante und bekräftigten ihr Engagement, Forschungen zu unterstützen, die informieren, aufklären, inspirieren und gleichzeitig eine bibelbezogene Weltanschauung vertreten.

Die Studie wurde in PLOS One veröffentlicht: https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0335973

Über das Geoscience Research Institute (GRI)
Das Geoscience Research Institute (GRI) ist ein wissenschaftliches Forschungsinstitut, das von der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten getragen wird. Sein Hauptsitz befindet sich an der Loma Linda-Universität in Kalifornien. Seine Aufgabe besteht darin, die natürliche Welt zu erforschen und ein Verständnis der Natur zu entwickeln und zu vermitteln, das mit der biblischen Weltsicht übereinstimmt. Zu diesem Zweck fördert das GRI die Zusammenarbeit und den Austausch mit anderen Wissenschaftlern, die Erstellung und Unterstützung der Entwicklung von Bildungsressourcen sowie durch Fortbildungsveranstaltungen. Internet: www.grisda.org/

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