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ADRA Ukraine bereitete sich auf Notlage vor

Aarau/Schweiz und Kiew/Ukraine | 24.02.2022 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

ADRA Ukraine ist mit 30 Mitarbeitenden in ihren Büros in Kiew, Kramatorsk, Mariupol und Mukachevo sowie lokalen ADRA Koordinatoren und hunderten von Freiwilligen aktiv und hat sich laut eigenen Angaben auf die Notlage im Land vorbereitet.

Medizinische Hilfe
ADRA Ukraine hat aktive Projekte mit dem UNO-Kinderhilfswerk (UNICEF), dem Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA/UHF), sowie dem Hilfswerk der Mormonen (LDS) und privaten Spendern, die im Bereich Gesundheitsdienste - einschliesslich medizinischer Notdienste - sowie psychische Gesundheit und psychosoziale Unterstützung angesiedelt sind. Diese Projekte wurden entlang der Kontaktlinie umgesetzt, um die isolierten Siedlungen mit diesen wesentlichen Diensten zu versorgen. Wie sich die Situation nach dem Einmarsch der russischen Truppen vom 24. Februar präsentiert, konnte noch nicht in Erfahrung gebracht werden.

Wasserversorgung
Am 21. Februar 2022 ist die Stromversorgung der Donezker Filterstation (DFS), die rund 380.000 Menschen auf beiden Seiten der «Kontaktlinie» mit Wasser versorgt, nach einem Beschuss ausgefallen. Die Stadt Donezk wurde inzwischen auf eine andere Filterstation umgestellt, mehrere Siedlungen erhalten nun für drei bis vier Tage Wasser aus kleineren Reservoirs. Jedoch haben noch immer ca. 29.000 Menschen aktuell keinen Zugang zu Wasser.

Da bereits vor dem Beschuss viele Dörfer und Städte entlang der Kontaktlinie keine oder nur eine sehr eingeschränkte Wasserversorgung hatten, laufen auch in diesem Bereich Projekte, mit denen die Wasserversorgung der Bevölkerung wieder sichergestellt werden soll. Bis zur Fertigstellung sind jedoch weiterhin Wassertransporte in diese Regionen notwendig. Derzeit geht man davon aus, dass bereits in wenigen Tagen ca. 90.000 Menschen auf Wassertransporte angewiesen sein werden.

ADRA Ukraine braucht Unterstützung
ADRA Ukraine hat bereits kommuniziert, in welchen Bereichen Hilfe benötigt wird: Für die Wasserversorgung im Osten der Ukraine, Unterkünfte für die Überwinterung, Beschaffung von Nahrungsmitteln, Wasser und Hygieneartikeln, Beschaffung von Bargeld/Zertifikaten/Gutscheinen, die verteilt werden, wenn die Banken/Läden funktionieren, Beschaffung von Benzin zum Betanken von ADRA-/Partnerfahrzeugen, um die gefährdete Bevölkerung zu evakuieren, wenn die lokalen Behörden nicht in der Lage sind, dies zu tun.

Beteiligung von ADRA Schweiz
ADRA Schweiz wird derzeit von ADRA International auf dem Laufenden gehalten und prüft fortlaufend, wie sich das schweizerische Hilfswerk an den Hilfsmassnahmen beteiligen kann.

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