Symbolbild - Abtreibung. © Foto: Gerd Altmann auf Pixabay

Die SEA verurteilt Schmierereien und fordert Toleranz für Andersdenkende

Zürich/Schweiz | 14.09.2022 | APD | Schweiz

Aktivisten und Aktivistinnen, die für ein Recht auf Abtreibung eintreten, nehmen damit die Meinungsäusserungsfreiheit für sich in Anspruch. Organisationen, die gegen Abtreibung eintreten, wie «Pro Life» oder die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA), gewähren sie diese Meinungsäusserungsfreiheit aber nicht. Die Aktivisten und Aktivistinnen schlagen Fensterscheiben ein, werfen Farbbeutel in Büroräume, beschmieren Gebäude mit unflätigen Sprüchen und fordern, Geschäftsbeziehungen mit Andersdenkenden zu unterbinden. Im Vorfeld des «Marsch fürs Läbe» vom 17. September hat deshalb die Schweizerische Evangelische Allianz zu mehr Toleranz und zum Schutz der Meinungsäusserungsfreiheit aufgerufen.

Am Tag vor dem Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag findet der jährliche «Marsch fürs Läbe» statt. Den Teilnehmenden sei die Familie wertvoll und das Recht auf Leben wichtig. Sie setzten sich für ein Recht des Kindes ein, leben zu dürfen, schreibt die SEA in einer Medienmitteilung. Dies sei eine Denkweise, welche derjenigen für ein Recht auf Abtreibung entgegenstehe und ein Recht der Frau zur Selbstbestimmung über ihren eigenen Körper einschränke. «Die demokratische Schweiz garantiert die Freiheit, unterschiedliche Denkansätze zu äussern, mit Argumenten zu überzeugen und das politische Geschehen zu beeinflussen. Das soll für alle gelten», so die SEA.

Aktivisten schädigen Lebensschutz-Organisationen mit Farbanschlägen
Demnach seien Lebensschutz-Organisationen in den vergangenen Jahren im Umfeld des «Marsch fürs Läbe» regelmässig von Abtreibungs-Aktivisten mit Farbanschlägen geschädigt worden.

Zürcher Filiale der Krankenkasse Helsana mit Slogans beschmiert
«Im Vorfeld des diesjährigen «Marsch fürs Läbe» traf dies nun erstmals Unbeteiligte: die Zürcher Filiale der Krankenkasse Helsana», schreibt die SEA. Wie in der Branche üblich, habe Helsana mit zahlreichen Unternehmen und Vereinen einen Kollektivvertrag für deren Angestellte oder Mitglieder – so auch mit dem rund 70.000 Mitglieder zählenden Familien-Verein «Pro Life». Dieser finanziere den Mitgliedern Geburtengelder sowie ungedeckte Zahnbehandlungen für Kinder und bekenne sich zum Erhalt des ungeborenen Lebens.

Auf Anfrage verschiedener Medien hat sich laut SEA die Krankenkasse Helsana zum Grundrecht der Meinungsäusserungsfreiheit und der Gleichbehandlung aller Kollektivpartner bekannt, unabhängig ihrer politischen Haltung. So äussere sich Helsana auch nicht zum Recht der Frau auf Abtreibung oder dem Recht des Kindes auf Leben.

SEA verurteilt Schmierereien und fordert Toleranz für Andersdenkende
«Die SEA – vor einem Jahr neben anderen Organisationen selbst Opfer eines Farbanschlags – bedauert die Schmierereien an der Helsana-Filiale in Zürich und dankt dem Versicherer für sein Bekenntnis zu unserem demokratischen Erbe und zur Meinungsfreiheit in der Schweiz.» Sie bitte die Abtreibungs-Befürworterinnen und -befürworter im Vorfeld des «Marsch fürs Läbe» vom 17. September, sich in ihrem Umfeld für das Recht der Meinungsfreiheit einzusetzen und Andersdenkenden mit Toleranz und Respekt zu begegnen. Das sei eine der Grundlagen für das demokratische Zusammenleben in der Schweiz.

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