Warning: Undefined array key "jahr" in /home/httpd/vhosts/apd.media/httpdocs/php/lib/APD/repository/NewsgroupRepository.php on line 40 APD - APD-INFORMATIONEN 02/2026 - APRIL 2026 (Adventistischer Pressedienst)

APD-INFORMATIONEN 02/2026 - APRIL 2026

Eine Gruppe von Studierenden und Mitarbeitern der Andrews University, die bei der Industriepartnerschaft mit dem Technologieunte © Foto: Andrews University

Studierende der Andrews University (USA) leisten einen Beitrag zur Mondforschung

Berrien Springs/Michigan (USA) | 09.04.2026 | APD | International

Eine Partnerschaft zwischen mit dem Unternehmen Astroport und der Fakultät für Ingenieurswissenschaften der adventistischen Andrews University fördert Innovationen bei der Standortvorbereitung für die Mondforschung.

Ingenieurstudierende der Andrews University (Berrien Springs, Michigan/USA) leisten durch eine neue Industriepartnerschaft mit Astroport Space Technologies (San Antonio, Texas/USA) einen Beitrag zur Zukunft der Mondforschung. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Andrews University und der internationalen adventistischen Nachrichtenagentur ANN hervor. Astroport Space Technologies ist ein Unternehmen für Weltrauminfrastruktur, das gemeinsam mit dem Raumfahrtunternehmen Astrolab (Hawthorne, Kalifornien/USA) an der Entwicklung des Mondrovers „Flexible Logistics & Exploration“ (FLEX) – eines fahrbaren Roboters mit Fernsteuerung – arbeitet. Kürzlich erlangte Astroport Aufmerksamkeit in der Septemberausgabe 2025 der Zeitschrift National Geographic. In dem Artikel „The Great Moon Rush“ (Der große Ansturm auf den Mond) werden die wachsenden Bemühungen zum Aufbau einer Infrastruktur auf dem Mond beleuchtet.

Eine Partnerschaft mit praktischem Nutzen
Die Zusammenarbeit begann über das Industry Lab am „Center for Innovation and Entrepreneurship“ der Andrews University. Diese Einrichtung bringt Studierende mit externen Partnern zusammen, um Technologien, Software, Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Sie bietet Lösungen in den Bereichen Ingenieurwesen, Informatik und künstliche Intelligenz im Rahmen von studentengeführten Projekten an und will damit die Partnerschaften mit der Industrie stärken und Unternehmensgründungen fördern. Der Direktor der Einrichtung, Matias Soto, hatte sich vor einigen Jahren in Texas den CEO (Geschäftsführer) von Astroport, Sam Ximenes, getroffen. Aus dieser ersten Kontaktaufnahme entwickelte sich im Sommer 2024 eine formelle Partnerschaft, als das Industry Lab nach Möglichkeiten suchte, Studierende einzubinden. Ximenes erklärte sich bereit, ein Projekt der Fakultät für Ingenieurswissenschaften der Andrews University zu sponsern. Dadurch wurde Studierenden ein direkter Weg eröffnet, zu den laufenden Bemühungen zur Erforschung und Erschließung des Mondes beizutragen.
„Diese Partnerschaft spiegelt genau das wider, wofür das Industry Lab konzipiert wurde“, wird Soto in der Pressemitteilung zitiert. Das Ziel bestehe darin, Studierende mit bedeutenden Herausforderungen der Industrie in Verbindung zu bringen, damit sie das im Unterricht Gelernte auf konkrete Auswirkungen in der realen Welt anwenden können. Durch die Förderung von Partnerschaften mit externen Unternehmen biete das Industry Lab den Studierenden die Möglichkeit, Berufserfahrung zu sammeln und gleichzeitig zur technologischen Entwicklung beizutragen.

Wozu die Forschungen der Studierenden beitragen
Da das weltweite Interesse an der Mondforschung weiter zunimmt, steigt auch der Bedarf an einer gründlichen Vorbereitung möglicher Standorte für den Bau von Oberflächeninfrastruktur, wie beispielsweise Landeplätzen, auf dem Erdtrabanten. Eine zentrale Herausforderung in diesem Prozess ist das Entfernen großer Felsen, wofür die Kapazität herkömmlicher Aushubwerkzeuge nicht ausreicht. Da Weltraumagenturen und private Unternehmen ihre Pläne für nachhaltige Mondmissionen vorantreiben, werden Technologien zur Verbesserung der Standortvorbereitung und der Aktivitäten auf der Mondoberfläche immer wichtiger. Durch ihren Beitrag zu diesen Entwicklungen unterstützen die Studierenden der Andrews University die übergeordneten Bemühungen, bemannte und robotergestützte Operationen auf der Mondoberfläche zu ermöglichen.
Um zur Bewältigung dieser Herausforderungen beizutragen, entwickelt ein Team aus drei Ingenieurstudierenden im letzten Studienjahr – Cailan Fleming, Daena Holbrook und Leo Stockler Martins – einen Prototyp für ein Sieb- und Transportwerkzeug, das auf Kompatibilität mit dem Astrolab FLEX-Rover-Roboter ausgelegt ist. Das Werkzeug soll übergroße Gesteinsbrocken von feineren Mondbodenbestandteilen trennen und einen effizienten Materialtransport ermöglichen. Der Prototyp wird auf der Erde entwickelt und getestet, mit dem langfristigen Ziel, ihn in das FLEX-Roversystem zu integrieren.
Die Studierenden führen das Projekt im Rahmen der Kurse „Review of Engineering Design“ und „Senior Design Project“ der Fakultät für Ingenieurswissenschaften durch. Sie treffen sich wöchentlich mit Ingenieuren von Astroport und Dozenten der Andrews University, um Entwürfe zu verfeinern, technische Anforderungen einzuschätzen und den Fortschritt in Richtung der Projektziele sicherzustellen.

Technologieentwicklung unter realen Bedingungen
Gunnar Lovhoiden, Dekan der Fakultät für Ingenieurswissenschaften, betont, dass diese Erfahrung weit über eine typische Unterrichtsaufgabe hinausgehe: „Die Studierenden entwickeln die Technologie unter realen Bedingungen und arbeiten organisations- und zeitzonenübergreifend zusammen“, sagt er. „Es ist eine seltene Gelegenheit, zu einer Arbeit beizutragen, die eines Tages eine bemannte Mondbasis unterstützen könnte.“
Die Zusammenarbeit verschafft den Studierenden nicht nur professionelle Ingenieurserfahrung, sondern stärkt auch die Präsenz der Andrews University in der Luft- und Raumfahrtindustrie. Solche Partnerschaften untermauern das Engagement der Universität für praxisorientiertes Lernen und positionieren ihr Ingenieurprogramm an vorderster Front der technologischen Entwicklung.

Andrews University
Die Andrews University ist eine führende Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Sie wurde 1874 in Battle Creek, Michigan/USA gegründet und später nach John Nevin Andrews (1829–1883), dem ersten Missionar der Freikirche in Europa, benannt. Laut eigenen Angaben sind knapp 3.000 Studierende an den acht Fakultäten eingeschrieben, die rund 200 Studiengänge anbieten: darunter Luftfahrt, Architektur, Betriebswirtschaft, Pädagogik, Gesundheitswissenschaften und Theologie. Darüber hinaus bestehen internationale Partnerschaften mit anderen Hochschulen, an deren Studienprogrammen einige Hundert Studierende teilnehmen. Weitere Infos: https://www.andrews.edu/

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Gruppenfoto vom Third European Missionary Council der Adventisten 1885 in Basel. © Foto: Historisches Archiv der STA in Europa, Friedensau

Internationales Symposium für adventistische Geschichte und Theologie in Friedensau

Friedensau bei Magdeburg | 17.04.2026 | APD | International

Vom 27. bis 30. April findet das 6. Internationale (Online-) Symposium des Instituts für adventistische Geschichte und Theologie (IAS) der Theologischen Hochschule in Friedensau (ThHF) statt.

Das Symposium
Es wird von Stefan Höschele, dem Leiter des Instituts und Professor für Systematische Theologie an der ThHF, und Bernd Müller, Ph.D., dem Leiter des Historischen Archivs für Europäische Adventgeschichte, organisiert und moderiert. Das Thema widme sich dem aktuellen Stand der Adventismus-Studien und deren Zukunftsperspektiven, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Weitere Details zum Symposium, zum Ablauf, der Anmeldung und den Zoom-Links: https://www.thh-friedensau.de/hochschule/forschung/theologie-christliches-sozialwesen/adventistische-geschichte-und-theologie/

Das 6. Symposium ziele laut Andrea Cramer, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Hochschule, darauf ab, zukünftige Richtungen aufzuzeigen, indem es Errungenschaften und Durchbrüche bewerte sowie Herausforderungen und Desiderata in diesem Bereich und seinen Forschungspraktiken diskutiere. Die Themen gliedern sich in adventistische Geschichtsschreibung allgemein (Tag 1), regionale Geschichtsschreibung (Tag 2), adventistische Bibelauslegung und Ellen-White-Studien (Tag 3) sowie adventistische Theologie und Ethik (Tag 4).

Ausgewiesene Theologen und Experten wären als Referenten eingeladen. Zur Zielgruppe gehörten Wissenschaftler mit unterschiedlichem Hintergrund, Lehrer, Pastoren, Archivare und Personen, die sich für das Fachgebiet der adventistischen Studien interessieren. Die Vorträge des Symposiums würden vorrangig in Englisch gehalten und als Teil der Reihe „Adventistisca. Studies in Adventist History and Theology. New Series“, veröffentlicht: https://www.thh-friedensau.de/hochschule/forschung/theologie-christliches-sozialwesen/adventistische-geschichte-und-theologie/

Das Institut
Das Institut für adventistische Geschichte und Theologie, in deren Verantwortung in regelmäßigen Abständen Symposien durchgeführt werden und der wissenschaftliche Austausch adventistischer Forscher gefördert wird, hat, so Andrea Cramer, ein relativ großes Arbeitsgebiet. Jüngere Meilensteine – wie das Oxford Handbook of Seventh-day Adventism, die Online-Enzyklopädie „Encyclopedia of Seventh-day Adventists“ und zwei Bände mit kommentierten frühen Manuskripten und Briefen von Ellen White – zeugten vom aktuellen Forschungsstand. Der wissenschaftliche Diskurs über die Ursprünge der Siebenten-Tags-Adventisten, ihre vielfältige Entwicklung und ihre weltweite Präsenz als Freikirche stehe im Mittelpunkt.

Hochschule Friedensau
Der Ort Friedensau bei Magdeburg wurde 1899 gegründet und feierte 2024 sein 125-jähriges Jubiläum. Hier befindet sich die staatlich anerkannte Theologische Hochschule Friedensau, eine Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. In den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie können zehn B.A.- und M.A.-Studiengänge – zum Teil berufsbegleitend oder online – belegt werden:
https://www.thh-friedensau.de/

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Eröffnung der Konferenz durch (v.l.) Paulo Macedo (AIDLR-Generalsekretär) mit Soledad de Frutos del Valle (Vizepräsidentin der © Foto: Jens Mohr/APD

Eine neue Ära für Menschenrechte? – AIDLR-Konferenz zum Thema Religionsfreiheit in Toledo

Toledo/Spanien | 01.04.2026 | APD | Menschenrechte

Vom 24. bis 26. März fand in Toledo eine Konferenz der Internationalen Vereinigung zur Verteidigung und Förderung der Religionsfreiheit (AIDLR) statt. Thema: „Eine neue Ära der Menschenrechte? Auswirkungen auf die Glaubens- und Religionsfreiheit“.

Rund 60 geladene Teilnehmer aus mehreren Ländern hatten die Gelegenheit, sich unter diesem Thema über die Lage der Religions- und Weltanschauungsfreiheit auszutauschen. Die Konferenz stand zugleich im Zeichen des 80-jährigen Bestehens der AIDLR.

„Toledo ist seit Jahrhunderten ein Beispiel dafür, dass die Begegnung unterschiedlicher Denkweisen und Glaubensrichtungen nicht zwangsläufig in Konflikten enden muss“, so AIDLR-Präsident Dr. Barna Magyarosi bei seinem Eröffnungsgrußwort. „Sie kann in Verständnis münden. Sie kann in Schönheit münden. Sie kann zu einer Welt führen, die ein Stückchen freier und menschlicher ist.“ Die Eröffnungsfeier der Konferenz fand im historischen Kapitelsaal des Rathauses von Toledo statt. Sie schloss die Premiere eines Dokumentarfilms zur 80-jährigen Geschichte der AIDLR ein, der die Entwicklung der Organisation seit ihrer Gründung durch Dr. Jean Nussbaum im Jahr 1946 nachzeichnete.

Plenarsitzungen zu zentralen Herausforderungen
Die Plenarsitzungen im Kongresszentrum der Stadt behandelten ein breites Themenspektrum. Dr. Nazila Ghanea gab einen Überblick über die aktuelle Lage der Religionsfreiheit aus der Perspektive ihres UN-Mandats als Sonderberichterstatterin für Religions- oder Glaubensfreiheit. Weitere Sitzungen widmeten sich den Spannungen zwischen religiösem Glauben, Freiheit und kulturellem Erbe in modernen Demokratien, den Herausforderungen durch den religiösen Nationalismus sowie der wachsenden Rolle internationaler Institutionen beim Schutz der Religionsfreiheit. Auch die Frage der Auswirkung des Einsatzes von KI-Systemen in Bezug auf Religionsfreiheit wurde erörtert.

Erklärung von Toledo
Auf der Konferenz wurde die „Erklärung von Toledo“ in mehreren Sprachen verlesen. Das Dokument benennt zwölf Handlungsaufträge an internationale Organisationen, Staaten und die Zivilgesellschaft. Dazu gehören unter anderem: die Anerkennung der Menschenwürde als Grundlage aller Menschenrechte, die Bekämpfung religiöser Diskriminierung und Verfolgung, die Wahrung der Trennung von Kirche und Staat sowie die Forderung, Entwicklung und Einsatz Künstlicher Intelligenz an den Werten der Religions- und Weltanschauungsfreiheit auszurichten. Die Erklärung schliesst mit der Bekräftigung des Gründermottos: „Wir vertreten keine Partikularinteressen, sondern Grundsätze.“

Über AIDLR
Die Internationale Vereinigung zur Verteidigung und Förderung der Religionsfreiheit (Association Internationale pour la Defense de la Liberté Religieuse, AIDLR) ist eine internationale Nichtregierungsorganisation, die 1946 von Dr. Jean Nussbaum gegründet wurde. Während sie von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten unterstützt wird, agiert sie überparteilich und interkonfessionell. Ihr Hauptsitz befindet sich in Bern, ein offizielles Büro wird in Brüssel unterhalten. Weitere Informationen unter: https://dv-religionsfreiheit.org/ sowie https://aidlr.org/

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Screenshot der neuen AIDLR-Website www.aidlr.org. © AIDLR

80 Jahre im Einsatz für Religionsfreiheit

Bern/Schweiz | 28.04.2026 | APD | Religionsfreiheit

Die International Association for the Defense of Religious Liberty – AIDLR (Internationale Vereinigung zur Verteidigung und Förderung der Religionsfreiheit – IVVR) hat anlässlich ihres 80-jährigen Bestehens eine neu gestaltete Website eingerichtet.

Das berichtete der Pressedienst EUD-News. Die AIDLR wurde 1946 als Nichtregierungsorganisation mit Beraterstatus bei den Vereinten Nationen gegründet und arbeitet an der Schnittstelle von Recht, Diplomatie und Zivilgesellschaft, um sich weltweit für Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit einzusetzen.

Zum Gedenken an acht Jahrzehnte Engagement präsentierte die Organisation auf ihrer internationalen Konferenz Ende März in Toledo (Spanien) erstmals einen speziellen Dokumentarfilm, der ihre Geschichte und ihren globalen Einfluss nachzeichnet. Der Film kann nun auf der neuen Website angesehen werden.

Zugang zur Fachzeitschrift Gewissen und Freiheit
Die neu gestaltete Plattform bietet einen leichteren Zugang zu den umfangreichen Ressourcen der AIDLR, darunter die Fachzeitschrift Conscience and Liberty (deutschsprachige Ausgabe: Gewissen und Freiheit) rechtliche und diplomatische Berichte über die Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen, der Europäischen Union und dem Europarat sowie aktuelle Informationen. Die Website ist vollständig für mobile Geräte optimiert und verfügt über verbesserte Tools für die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern.

„Diese neue Website ist mehr als eine digitale Erneuerung – sie ist eine Bekräftigung unseres Engagements für die Religionsfreiheit als Grundpfeiler der Menschenwürde“, sagte Paulo Macedo, Generalsekretär der AIDLR. „Der Jubiläumsdokumentarfilm ist eine herzliche Hommage an alle unsere Ehrenmitglieder und ehemaligen Generalsekretäre, deren Vision und Engagement diese Organisation über acht Jahrzehnte hinweg geprägt haben. Wir danken Hope Media Europe für ihren unschätzbaren Beitrag zur Produktion des Films und richten ein besonderes Wort des Dankes an John Graz, ehemaliger Generalsekretär der IRLA, der diesem Werk sowohl Anmut als auch Ausdruck verliehen hat. Gemeinsam feiern wir nicht nur unsere Vergangenheit, sondern auch die anhaltende Relevanz unserer Arbeit.“

Die neue Website mit der Jubiläumsdokumentation ist unter https://aidlr.org/ zu finden.

International Association for the Defense of Religious Liberty
Die International Association for the Defense of Religious Liberty (AIDLR) – deutscher Name: Internationale Vereinigung zur Verteidigung und Förderung der Religionsfreiheit (IVVR) – wurde 1946 von dem Arzt Dr. Jean Nussbaum in Paris gegründet und hat heute ihren Sitz in Bern. Der junge Arzt war 1914, kurz nach Beginn des Ersten Weltkrieges, als Freiwilliger nach Serbien gegangen, um bei der Bekämpfung einer rasch um sich greifenden Typhusepidemie zu helfen. Während seines Aufenthalts in diesem Land erlebte er, dass Menschen, die Minderheitengruppen angehörten oder sich zu anderen religiösen Überzeugungen und Praktiken bekannten, ins Gefängnis geworfen und auf unterschiedliche Weise schikaniert wurden. Dass sie andere Anschauungen vertraten, wurde als eine Bedrohung empfunden und nicht als eine Bereicherung. Als dann der Zweite Weltkrieg zu Ende ging und die schrecklichen Berichte über massive Menschenrechtsverletzungen in all ihren Einzelheiten ans Licht kamen, beschloss Dr. Nussbaum mit Gleichgesinnten die AIDLR zu gründen.

Die AIDLR ist von den Vereinten Nationen, dem Europarat und der UNECO mit beratendem Status anerkannt. Präsidenten des Ehrenkomitees waren unter anderem Eleanor Roosevelt, Dr. Albert Schweitzer und Mary Robinson, frühere Hochkommissarin für Menschenrechte. Gegenwärtig ist Adama Dieng, Sonderberater am Internationalen Strafgerichtshof, Präsident des Ehrenkomitees.

Ziel der Vereinigung ist die Förderung und Wahrung der Grundsätze der Religionsfreiheit, die wissenschaftliche Erforschung der Grundrechte der Glaubens- und Gewissensfreiheit sowie die Förderung der allgemeinen Toleranz durch Wahrung der Rechte des Einzelnen seinen Glauben und seine Überzeugung öffentlich oder privat zu vertreten. Die AIDLR arbeitet interreligiös und überkonfessionell und wird von der teilkontinentalen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten für Mittel- und Südeuropa (Intereuropäische Division, EUD) unterstützt. (ht)

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