Warning: Undefined array key "jahr" in /home/httpd/vhosts/apd.media/httpdocs/php/lib/APD/repository/NewsgroupRepository.php on line 40 APD - APD-INFORMATIONEN 06/2026 - JUNI 2026 (Adventistischer Pressedienst)

APD-INFORMATIONEN 06/2026 - JUNI 2026

Bei der Einweihungsfeier der gemeinsamen Verbandsdienstelle gab Werner Dullinger (Präsident des Süddeutschen Verbandes der Adven Foto: © Melina Frommann – FiD

Gemeinsame Dienststelle der beiden adventistischen Verbände in Deutschland eingeweiht

Darmstadt/Deutschland | 19.06.2026 | APD | International

Am 17. Juni wurde die gemeinsame Verwaltungsdienststelle des Norddeutschen und Süddeutschen Verbandes der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten mit einer Einweihungsfeier offiziell eröffnet.

Die Feier stand unter dem Motto „Gemeinsam stärker. Kirche gestalten“. Die Verwaltungsdienststelle ist auf dem Campus des adventistischen Schulzentrums Marienhöhe in Darmstadt angesiedelt. Zu diesem Zweck wurde ein ehemaliges Internatswohnheim zu einem Bürogebäude umgebaut. Die Einweihungsfeier fand im benachbarten Gemeindezentrum der Marienhöhe statt. Davor und danach hatten Besucher die Gelegenheit, die Räumlichkeiten der neuen Dienststelle zu besichtigen.

Andacht von Johannes Naether (Norddeutscher Verband)
In seiner Andacht betrachtete Johannes Naether, Präsident des Norddeutschen Verbandes der Freikirche, das Zusammenspiel von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im Leben eines Menschen und übertrug deren Wechselwirkung auch auf das Leben einer Kirche. So sei im Dezember 2020 von den obersten Leitungsgremien der adventistischen Verbände in Deutschland die Entscheidung über eine gemeinsame Dienststelle in Darmstadt getroffen worden. Die dafür notwendigen Arbeiten zogen sich bis in die Gegenwart hinein und werden auch die Arbeit der Kirche in der Zukunft betreffen. Er wies auf den alttestamentlichen, jüdischen Statthalter Nehemia hin, der das von den Babyloniern zerstörte Jerusalem wiederaufbaute. Dies gelang ihm, weil die gütige Hand Gottes über ihm war (vgl. Nehemia 2,18). „Realisieren wir, dass wir durch unser Handeln Gottes Wirkung spüren? … Ich möchte erfahren, egal ob in der Gegenwart oder in der Zukunft, dass die gnädige Hand Gottes über mir ist“, so Johannes Naether.

Historischer Rückblick von Werner Dullinger (Süddeutscher Verband)
Anschliessend gab Werner Dullinger, Präsident des Süddeutschen Verbandes der Freikirche, einen Einblick in die Vorgeschichte der gemeinsamen Dienststelle der Verbände. Diese hängt eng mit der Entwicklung der Organisationsstruktur der Freikirche in Deutschland zusammen. Nach der Wiedervereinigung schlossen sich der Ost- und der Westdeutsche Verband zum Norddeutschen Verband zusammen. In den 1990er- und 2000er-Jahren gab es mehrfach Versuche, einen gemeinsamen adventistischen Verband in Deutschland zu bilden, was aber an fehlenden Mehrheiten bei den Delegiertenversammlungen scheiterte. Im Jahr 2013 wurde eine verstärkte Zusammenarbeit der Verbände beschlossen. Dies führte unter anderem zur Einrichtung gemeinsamer Abteilungen, die für beide Verbände zuständig waren (z.B. Finanzen, Verwaltung, Jugendarbeit, Kommunikation etc.). Die Entscheidung für einen gemeinsamen Bürostandort sei „ein starkes und sichtbares Signal, dass wir gemeinsam stärker sind“, so Dullinger. Die adventistische Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) signalisierte im April bei der Frühjahrstagung ihres obersten Leitungsgremiums (Exekutivausschuss) ihre Unterstützung für einen Zusammenschluss der beiden adventistischen Verbände zu einem gemeinsamen Verband in Deutschland. Auf der Delegiertentagung der Verbände vom 21.–24. Mai 2027 in Erfurt wird eine Entscheidung darüber auf der Tagesordnung stehen.

Grussworte von Kirchenvertretern
Bei der Einweihungsfeier waren auch Vertreter anderer Kirchen anwesend, die Grussworte sprachen. Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland, der Anglikaner Reverend Christopher Easthill, reflektierte über die Herausforderung eines Kirchenumzugs an sich und sagte, so etwas sei ein historischer, mutiger Schritt und gratulierte dazu. Er dankte für das Engagement der Adventisten als Gastmitglied der ACK seit 1993. James Ros, Mitglied im Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden und Vorstandsmitglied der Vereinigung evangelischer Freikirchen (VeF), betonte, dass die Adventisten von der VeF als wichtige Stimme wahrgenommen würden. Er hob ihre Liebe zur Bibel, ihr soziales Engagement, ihre ganzheitliche Lebensweise und ihre Erwartung der Wiederkunft Christi hervor. Ausserdem lobte er die vorbildliche Arbeit in der Prävention sexueller Gewalt und sagte abschliessend: „Wir können in unserem Land noch mehr Adventgemeinden gut gebrauchen.“
Dr. Lothar Triebel, Leiter des Referats Freikirchen beim Konfessionskundlichen Institut (Bensheim), lobte die gute Arbeitsbeziehung zwischen dem Institut und der Freikirche. Zusammenlegungen von Kirchenorganisationen würden meist eher aus Not geschehen, bei den Adventisten sei dies aber nicht so. Am Schluss regte er ein Fussballspiel von evangelischen gegen adventistische Pastoren an.
Auch der Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) in Deutschland, Dr. Ralf Grünke, sprach freundliche Segenswünsche und überreichte als Gastgeschenk eine Nachbildung der Statue „Segnender Christus“ von Bertel Thorvaldsen.
Schliesslich übermittelte Claude Richli, langjähriger, ehemaliger Mitarbeiter der adventistischen Weltkirchenleitung (Generalkonferenz), der seinen Ruhestand in Deutschland verbringt, die Gratulation der Generalkonferenz zur Eröffnung der neuen Dienststelle und ermutigte zum nächsten Schritt – dem offiziellen Zusammenschluss der Verbände.
Die Feierlichkeiten wurden durch Musikstücke von Ismael Grenz (Saxophon) und Nathanael Riedel (Klavier) bereichert. Am Ende sprach Wolfgang Schick, Finanzvorstand der beiden deutschen adventistischen Verbände, ein Segensgebet.

150 Jahre Adventisten in Deutschland
Die Eröffnung der gemeinsamen Dienststelle der Verbände fällt in das 150-jährige Kirchenjubiläum der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Mit dem Jubiläumsslogan „Mut für morgen“ will sie verdeutlichen, dass sie ihren Blick hoffnungsvoll nach vorn richtet. Am 8. Januar 1876 fand die erste adventistische Taufe in Deutschland zwischen Solingen und Vohwinkel statt. Im gleichen Jahr wurden die beiden ersten adventistischen Kirchengemeinden (Adventgemeinden) in Solingen und Vohwinkel (heute ein Stadtteil von Wuppertal) gegründet. Derzeit zählt die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland über 34.000 mündig getaufte Mitglieder in 544 Adventgemeinden und 32 registrierten Gruppen. Internet: https://adventisten.de/

(6094 Zeichen)
Heute kann man sich entscheiden: Militärdienst oder Zivildienst. Bild: © Bundesamt für Zivildienst ZIVI

Heilsarmee Schweiz und Mennoniten lehnen die Verschärfung des Zivildienstgesetzes ab

Bern/Gümmligen | 08.06.2026 | APD | Schweiz

Die Heilsarmee Schweiz und die Mennoniten lehnen die Verschärfung des Zivildienstgesetzes ab. Beide sehen darin eine Einschränkung der Gewissensfreiheit. Am 14. Juni 2026 entscheidet die Schweizer Stimmbevölkerung über die Vorlage.

Im Vorfeld der eidgenössischen Abstimmung vom 14. Juni 2026 über eine Verschärfung des Zivildienstgesetzes haben sich verschiedene kirchliche Akteure öffentlich positioniert. Sowohl die Heilsarmee Schweiz als auch die Konferenz der Mennoniten der Schweiz empfehlen, die Vorlage abzulehnen, begründen ihre Haltung jedoch mit teilweise unterschiedlichen Schwerpunkten.

Heilsarmee betont gesellschaftliche Bedeutung des Zivildienstes
Die Heilsarmee Schweiz spricht sich gegen die geplanten Änderungen aus und verweist dabei insbesondere auf die praktische Bedeutung des Zivildienstes für soziale Einrichtungen und das Gemeinwesen. Nach Angaben der Organisation leisten jährlich mehrere hundert Zivildienstleistende Einsätze in Institutionen der Heilsarmee, unter anderem in Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen, Alters- und Kinderheimen sowie in der Flüchtlingshilfe.
Neben diesen praktischen Aspekten verweist die Heilsarmee auch auf die Bedeutung der Gewissensfreiheit. Personen, die den Militärdienst aus Gewissensgründen ablehnen, sollen weiterhin die Möglichkeit haben, einen zivilen Ersatzdienst zu leisten.
https://heilsarmee.ch/blog/die-heilsarmee-schweiz-lehnt-die-verschaerfung-des-zivildienstgesetzes-ab/

Mennoniten stellen Gewissensfreiheit in den Mittelpunkt
Auch die Konferenz der Mennoniten der Schweiz empfiehlt, die Verschärfung des Zivildienstgesetzes abzulehnen. Im Mittelpunkt ihrer Argumentation steht die Gewissensfreiheit. Sie betrachtet diese als ein grundlegendes Element ihres Glaubensverständnisses, wonach Menschen in zentralen Lebensfragen eigenverantwortlich nach ihrem Gewissen entscheiden sollen.

Nach Einschätzung der Mennoniten könnte die geplante Gesetzesanpassung diese Freiheit einschränken, indem der Zugang zum Zivildienst erschwert wird. Das Parlament verfolgt mit den vorgesehenen Massnahmen unter anderem das Ziel, die Zahl der Zivildienstleistenden zu reduzieren und damit den Bestand der Armee zu sichern.

Die Mennoniten betonen, dass der Zivildienst ursprünglich nicht als Instrument zur Unterstützung gesellschaftlicher Aufgaben geschaffen wurde, sondern als Alternative für Menschen, die den Militärdienst nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können.
https://www.mennonews.de/archiv/2026/05/26/neues-zivildienstgesetz-in-der-schweiz-gewissensfreiheit-nicht-einschraenken/

Gemeinsame Ablehnung, unterschiedliche Akzente
Beide kirchlichen Stimmen teilen die Einschätzung, dass die vorgeschlagenen Änderungen eine Einschränkung der Gewissensfreiheit bedeuten könnten und sprechen sich deshalb gegen die Verschärfung aus.

(2601 Zeichen)
Spendensammlungen für kirchliche Zwecke werden in China zuweilen als wirtschaftliche Straftaten dargestellt und mit Gefängnis be Bild: © Pawel Czerwinski/Unsplash.com

Adventistische Pastorin in China seit fünf Jahren in Haft

Frankfurt am Main/Wetzlar | 03.06.2026 | APD | Religionsfreiheit

Eine seit fünf Jahren in China inhaftierte adventistische Pastorin ist von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA zur „Gefangenen des Monats“ Juni 2026 ernannt worden.

Zhang Wenying, eine adventistische Pastorin aus der Provinz Guizhou, wurde am 14. August 2021 wegen angeblichen Betrugs zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt. Drei weitere Gemeindeleiter wurde ebenfalls zu drei, fünf und sechs Jahren Haft verurteilt.

Der Vorwurf des Betrugs wird in China laut der IGFM als häufig als Anschuldigung gegen christliche Gemeindeleiter verwendet. Die herrschende kommunistische Partei versucht dadurch religiöse Aktivitäten zu kontrollieren. Spendensammlungen, beispielsweise für Kirchenräume, werden als wirtschaftliche Straftaten dargestellt.
Gemeindemitglieder haben vergeblich vor Gericht ausgesagt, dass sie aus freien Stücken für die Verwaltung ihrer Kirche gespendet hätten. Pastorin Zhang soll auch selbst hohe Beträge beigesteuert haben. Das Kirchenvermögen wurde vom kommunistischen Staat beschlagnahmt.

Strenge Kontrolle von Religionsgemeinschaften
Insgesamt stehen Religionsgemeinschaften unter strenger Kontrolle durch die Kommunistische Partei, berichtet IDEA. Die umfassenden Vorschriften reichen bis in die theologische Lehre hinein. Das verstößt gegen das Recht auf Religionsfreiheit, wie es in Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte formuliert wurde. IGFM und IDEA bitten um Appelle an den chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping, sich für die umgehende Freilassung von Zhang Wenying einzusetzen. In der rund 1,4 Milliarden Einwohner zählenden Volksrepublik leben nach Schätzungen bis zu 130 Millionen Christen.

Präsenz der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in China
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist seit Ende des 19. Jahrhunderts in China tätig. Organisatorische Strukturen wurden 1930 mit der Gründung der „China Division“ geschaffen. Damals zählte die Freikirche 156 Kirchengemeinden mit 9.456 erwachsen getauften Mitgliedern. Gleichzeitig begann die Bildungsarbeit mit 103 eigenen Schulen in denen 3.325 Schülern und Studenten auf den Sekundarschul- und College-Ebenen unterrichtet wurden.
Für die Zeitspanne von 1950 bis 1986 existieren infolge der damaligen politischen Lage keine offiziellen Mitgliederverzeichnisse bzw. Gemeindelisten.
Heute umfasst die „Chinese Union“ der Siebenten-Tags-Adventisten, mit Verwaltungssitz in Hongkong, geografisch die Volksrepublik China sowie die beiden Sonderverwaltungszonen (SARS’s) Hongkong und Macau. Der neuesten Statistik von 2025 zufolge gehören zur Chinese Union 488.621 mündig getaufte, adventistische Kirchenmitglieder, die sich in 1.169 Kirchengemeinden versammeln. Die Mitglieder der zahlreichen Hausgemeinden in China sind nicht statistisch erfasst. In Hongkong unterhält die adventistische Kirche zwei Krankenhäuser, eine weiterführende Schule, eine Hochschule sowie ein Theologisches Seminar für die Pastorenausbildung.
(nh-tl)

(2811 Zeichen)
Auf der Jubiläumsfeier des Weltverbandes der Bibelgesellschaften in Jakarta. Foto: © UBS

80 Jahre Weltverband der Bibelgesellschaften

Biel/Schweiz | 09.06.2026 | APD | Bibel

Der Weltverband der Bibelgesellschaften, die United Bible Societies, wurde im Mai 1946 gegründet und feierte kürzlich sein 80-jähriges Bestehen.

Aus Anlass des Jubiläums wurde die wegweisende Erklärung „The Bible for Tomorrow: A Global Commitment to Future Christian Generations“ vorgestellt („Die Bibel für morgen: Eine globale Verpflichtung für künftige Generationen von Christen“). Dies geht aus einer Presseinformation der Schweizerischen Bibelgesellschaft (Biel) hervor. Die Erklärung formuliert sechs zentrale Aufgaben, denen sich die Bibelgesellschaften verpflichtet fühlen:
• Geistliche Ausrichtung: Gottes Führung durch die Heilige Schrift, das Gebet und den Heiligen Geist suchen.
• Universeller Zugang: Die Verfügbarkeit der Bibel über Sprachen, Formate und sozioökonomische Kontexte hinweg erweitern.
• Tiefgehende Auseinandersetzung: Zum Nachdenken, zur Nachfolge und zur lebenslangen Auseinandersetzung mit der Heiligen Schrift anregen.
• Kulturelle Relevanz: Unterstützung vielfältiger Ausdrucksformen der Heiligen Schrift, einschließlich digitaler, akustischer und gebärdensprachlicher Formate.
• Partnerschaft mit den Kirchen: Weltweite Befähigung der Kirchen zu einem wirksamen, konfessionsübergreifenden Dienst, um die Bibel zu verbreiten.
• Ganzheitliche Mission: Verknüpfung der Auseinandersetzung mit der Heiligen Schrift mit Mitgefühl, Gerechtigkeit und Dienst.

Die Bibel für kommende Generationen
Auch wollen die Bibelgesellschaften den Glauben kommender Generationen stärken, heißt es in der Presseinformation. Inzwischen engagieren sich zahlreiche Bibelgesellschaften weltweit mit speziellen Programmen für Kinder und Jugendliche, in Partnerschaften mit Gemeinden sowie durch strategische Schwerpunktsetzungen für die Zukunft.
„Während wir 80 Jahre gemeinsamen Engagements feiern, danken wir Gott für seine Treue und für die unzähligen Menschen, die seit Beginn unserer globalen Bibelbewegung im frühen 19. Jahrhundert dazu beigetragen haben, die Bibel über Sprachen, Kulturen und Generationen hinweg zugänglich zu machen. Diese Erklärung ist nicht nur ein Rückblick auf unsere Vergangenheit, sondern entwirft auch eine Vision für die Zukunft. Wir sind überzeugt, dass die Bibel auch künftig Hoffnung, Wahrheit und Orientierung für junge Menschen und für alle bietet, die in einer komplexen Welt nach Sinn suchen. Gemeinsam mit Kirchen und Partnern weltweit erneuern wir unsere Verpflichtung zu der uns anvertrauten Vision: die Bibel für alle“, so Dirk Gevers, Generalsekretär der United Bible Societies.

Jubiläumsfeier der Bibelgesellschaften in Jakarta
Die Jubiläumsfeier fand im Rahmen einer internationalen Konferenz in Jakarta/Indonesien statt. Vertreterinnen und Vertreter von nahezu allen Bibelgesellschaften weltweit kamen dort zusammen, darunter auch Delegierte der Deutsche Bibelgesellschaft.
Neben dem offiziellen Programm bot die Konferenz zahlreiche Möglichkeiten für Begegnung, Zusammenarbeit und gegenseitige Inspiration. Vorträge, Workshops und „Geschichten der Hoffnung“ aus aller Welt ebenso wie gemeinsame Gottesdienste und kreative Austauschformate stärkten die Verbundenheit der Teilnehmenden. Zugleich wurde deutlich: Die Bibelgesellschaften verstehen sich als Teil einer weltweiten Bewegung, die der Kirche und allen Menschen dient, die Gottes Wort suchen. Auch nach 80 Jahren bleibe der gemeinsame Auftrag lebendig: Menschen weltweit mit der Bibel zu erreichen und kommenden Generationen Hoffnung, Orientierung und Glauben weiterzugeben.
Mehr über den Weltverband der Bibelgesellschaften unter https://www.die-bibel.de/ubs und https://unitedbiblesocieties.org/

Über die Schweizerische Bibelgesellschaft (SB)
Die SB ist eine überkonfessionelle Nonprofit-Organisation. Sie unterstützt und fördert wissenschaftlich fundierte Übersetzungen und Revisionen der biblischen Texte. Ebenso beteiligt sie sich an der Herstellung und Verbreitung der Bibel in von Kirchen gewünschten Sprachen und Ausgaben in der Schweiz und im Ausland.
Mitglieder sind fast alle kantonalen Reformierten Landeskirchen, die Christkatholische Kirche der Schweiz, Kirchen und kirchliche Gemeinschaften, darunter auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die seit 1984 Mitglied ist, andere Bibelgesellschaften und Partnerorganisationen wie das Schweizerische Katholische Bibelwerk.
Mehr auf https://www.die-bibel.ch/

(4264 Zeichen)
Jugendliche präsentieren die Jahreslosung 2029. Foto: © ÖAB

100. Jahreslosung gewählt: „Du bist von Gott geliebt“

Berlin/Deutschland | 11.06.2026 | APD | Bibel

Die Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen hat die Jahreslosung für 2029 festgelegt. „Du bist von Gott geliebt“ aus dem Buch Daniel wird zum 100. Mal als biblisches Leitwort für ein Jahr gewählt.

Die Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen (ÖAB) hat die biblische Jahreslosung für das Jahr 2029 festgelegt. Sie lautet: „Du bist von Gott geliebt“ und stammt aus dem Buch Daniel (Daniel 9,23). Damit wird erstmals ein Vers aus diesem biblischen Buch zur Jahreslosung gewählt. Zugleich markiert die Losung das 100. Jubiläum dieser Tradition. Die Tradition der Jahreslosung geht auf kirchliche Jugendarbeit in den 1920er-Jahren zurück. Die erste Jahreslosung wurde 1930 veröffentlicht. Bis heute ist die Beteiligung junger Menschen ein fester Bestandteil des Auswahlprozesses.

Auswahlverfahren mit breiter Beteiligung
Die Entscheidung fiel am 25. März im Rahmen der Jahrestagung der ÖAB in Berlin. Insgesamt nahmen 30 Delegierte, darunter fünf Jugenddelegierte, an dem Auswahlverfahren teil. In mehreren Arbeitsgruppen wurden im Vorfeld Vorschläge erarbeitet und diskutiert. Ziel ist es, ein Bibelwort zu finden, das sowohl prägnant ist als auch über das gesamte Jahr hinweg Orientierung geben kann.

Bewusste Vorauswahl und klare Kriterien
Nach Angaben der ÖAB wird die Jahreslosung bewusst drei Jahre im Voraus bestimmt, um eine möglichst unabhängige Auswahl zu gewährleisten. Der gewählte Vers aus dem Buch Daniel erhielt die meisten Stimmen. Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Organisationen betonten, dass die Losung sowohl im kirchlichen Kontext als auch im öffentlichen Raum präsent sein soll, etwa auf Plakaten, Bannern oder in Schaukästen. Auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten orientiert ich an der Jahreslosung und bringt passend dazu Artikel im eigenen Verlag heraus.

Neben der Jahreslosung wurden auch die zwölf Monatssprüche für 2029 festgelegt. Diese stammen aus dem Alten und Neuen Testament. Bei der Auswahl der Texte wird darauf geachtet, dass unterschiedliche Bibelübersetzungen berücksichtigt werden, insbesondere die Lutherüberssetzung und die Einheitsübersetzung.

Über die Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen (ÖAB)
Die Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen (ÖAB) ist ein Zusammenschluss von 23 kirchlichen Organisationen aus dem deutschsprachigen Raum. Sie fördert das regelmässige Lesen der Bibel und entwickelt dazu unter anderem die Jahreslosung, Monatssprüche und Bibellesepläne. Diese Angebote sollen Menschen dabei unterstützen, die Bibel systematisch kennenzulernen und sich im Alltag mit ihren Inhalten auseinanderzusetzen.

(2441 Zeichen)
© Nachrichtenagentur APD Zürich (Schweiz) und Ostfildern (Deutschland). Kostenlose Textnutzung nur unter der Bedingung der eindeutigen Quellenangabe "APD". Das © Copyright an den Agenturtexten verbleibt auch nach ihrer Veröffentlichung bei der Nachrichtenagentur APD. APD® ist die rechtlich geschützte Abkürzung des Adventistischen Pressedienstes.