Warning: Undefined array key "jahr" in /home/httpd/vhosts/apd.media/httpdocs/php/lib/APD/repository/NewsgroupRepository.php on line 40 APD - APD-INFORMATIONEN 07/2026 - JULI 2026 (Adventistischer Pressedienst)

APD-INFORMATIONEN 07/2026 - JULI 2026

Adventistische Kirchenvertreter zeigen die frisch unterzeichnete Anerkennungsurkunde. © Nordasien-Pazifik Division der STA

Sri Lanka: Adventisten offiziell als christliche Konfession anerkannt

Colombo/Sri Lanka | 15.07.2026 | APD | International

Nach über einem Jahrhundert der Präsenz im Land und des sozialen Engagements hat der Staat Sri Lanka die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten offiziell als christliche Glaubensgemeinschaft anerkannt.

Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Sri Lanka hat kürzlich vom Referat für christliche Religionsangelegenheiten des Ministeriums für Buddhasasana, religiöse und kulturelle Angelegenheiten die offizielle Anerkennung als christliche Konfession erhalten. Die am 19. Juni erteilte Anerkennung stellt einen bedeutenden Fortschritt für die rechtliche Stellung und die Arbeit der Adventisten in Sri Lanka dar.

Schwierigkeiten wegen fehlender Anerkennung
Die Adventisten sind seit 1904 ununterbrochen in Sri Lanka präsent und dienen der Bevölkerung durch Bildung, Gesundheitsarbeit und humanitäre Hilfe. Obwohl die Adventisten bereits seit 122 Jahren im Land vertreten sind, waren sie administrativ bislang nicht als offiziell registrierte christliche Konfession anerkannt. Stattdessen waren sie im Rahmen einer Registrierung als Unternehmen tätig – ein Status, der verschiedene rechtliche und praktische Herausforderungen mit sich brachte.
Da die adventistische Kirche nicht offiziell als christliche Konfession anerkannt war, hatte sie Schwierigkeiten, neue Gemeindehäuser zu errichten, rechtlichen Schutz zu erlangen und Vergünstigungen zu erhalten, die üblicherweise anerkannten religiösen Institutionen gewährt werden. In einigen Fällen führten Missverständnisse über ihren rechtlichen Status dazu, dass andere christliche Gruppen den Adventisten vorwarfen, keine legitime Glaubensgemeinschaft zu sein.

Der Prozess der Anerkennung
Das formelle Registrierungsverfahren, das zu dieser Genehmigung führte, begann im Jahr 2025 unter der Leitung von Jung HyoSu, dem Präsidenten der teilkontinentalen adventistischen Kirchenleitung in der Nordasien-Pazifik-Region, der Sri Lanka kirchenintern zugeordnet ist. E. M. U. S. K. Bandara, Direktor für Öffentlichkeitsarbeit und Religionsfreiheit der adventistischen Kirchenleitung in Sri Lanka, spielte während des gesamten Prozesses eine Schlüsselrolle. Er koordinierte die Kommunikation mit den Regierungsbehörden und verfolgte den Antrag aufmerksam, während dieser die verschiedenen Phasen durchlief.
„122 Jahre lang versuchten unsere Kirchenleiter wiederholt, die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten als eigenständige christliche Konfession registrieren zu lassen, doch jeder Versuch blieb erfolglos. Diese mangelnde Anerkennung wirkte sich auf viele Bereiche unserer Arbeit aus“, so Bandara. Er erklärte, ein Vorfall im Zusammenhang mit der adventistischen Kirchengemeinde (Adventgemeinde) in Deniyaya im Jahr 2014 sei zu einem wichtigen Wendepunkt geworden. Zu jener Zeit sah sich die Kirche mit der gewaltsamen Übernahme ihres Eigentums konfrontiert, und während er rechtlichen Beistand suchte, kam er mit führenden Vertretern anderer christlicher Kirchen sowie Beamten des Amts für christliche Religionsangelegenheiten in Kontakt. „Zunächst ging es darum, Hilfe zur Lösung des unmittelbaren Problems zu suchen. Durch diese Erfahrung erlangte die Kirche jedoch die Möglichkeit, den Dialog mit Regierungsvertretern fortzusetzen“, so Bandara.
In den folgenden Jahren traf sich Bandara als Leiter für Öffentlichkeitsarbeit und Religionsfreiheit weiterhin regelmäßig mit Beamten. Er machte sie mit der Geschichte, den Glaubensgrundsätzen und der Seelsorge der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten vertraut und erörterte die Möglichkeit einer offiziellen Anerkennung der Adventistenkirche als christliche Glaubensgemeinschaft. Die adventistische Kirche bereitete die erforderlichen Unterlagen vor und reichte den Antrag ein. Dieser durchlief anschließend die Prüfung durch den Hohen Ausschuss, das Ministerium für religiöse Angelegenheiten und mehrere andere Regierungsbehörden. Die endgültige Genehmigung wurde am 19. Juni erteilt.

Erleichterungen im Gemeindeleben durch die Anerkennung
Die adventistische Kirchenleitung in Sri Lanka betrachtet diese Anerkennung als weit mehr als nur einen administrativen Erfolg. Die Kirchengebäude der Siebenten-Tags-Adventisten können nun offiziell als Anbetungsorte anerkannt werden und Gemeinden haben Anspruch auf Vergünstigungen und Erleichterungen, die staatlich anerkannten religiösen Einrichtungen gewährt werden. Der neue Status stärkt zudem die rechtliche Grundlage der Kirche und bietet eine gesicherte Basis für die Seelsorgearbeit. Zudem können neue Kirchengebäude unkomplizierter errichtet werden und die Zusammenarbeit mit staatlichen Behörden und kommunalen Organisationen wird erleichtert. Es wird zudem erwartet, dass sich dadurch die Möglichkeiten für die Gründung von neuen Kirchengemeinden, für Angebote der Kirchengemeinden, für den Hope Channel Sri Lanka, für Adventist World Radio, für adventistische Bildungseinrichtungen und Gesundheitsangebote verbessern.

Adventisten in Sri Lanka
Zur Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Sri Lanka gehören 3.996 mündig getaufte Mitglieder (Stand 30. Juni 2025), die sich in 35 Kirchengemeinden versammeln. Sri Lanka hat knapp 22 Millionen Einwohner. Die Adventisten engagieren sich in der lokalen Wohlfahrtsarbeit und in der Arbeit für Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Zudem unterhalten sie ein Krankenhaus, eine weiterführende internationale Schule, ein Bildungszentrum mit Grundschule, weiterführender Schule und theologischem Seminar sowie einen Verlag. (tl)

(5295 Zeichen)
Bereits 2023 wurde der damals 45-jährige Adventist Dmytro Zelinsky zu drei Jahren Haft wegen Kriegsdienstverweigerung aus Gewiss Foto: © Iryna Zhukova [CC BY-NC-ND 4.0]

Ukraine: Über tausend Strafverfahren wegen Kriegsdienstverweigerung

Oslo/Norwegen | 16.07.2026 | APD | Menschenrechte

Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 wurden in der Ukraine mehr als tausend Kriegsdienstverweigerer strafrechtlich verfolgt, berichtet die norwegische Menschenrechtsorganisation „Forum 18“ in Oslo.

Die ukrainische Staatsanwaltschaft habe die Strafverfahren eingeleitet, nachdem die Anträge der zum Militär Einberufenen auf einen alternativen Zivildienst aus Gewissensgründen von den Rekrutierungsstellen abgelehnt wurden. Zu ihnen gehörten Zeugen Jehovas, Baptisten, Siebenten-Tags-Adventisten, Orthodoxe und andere.

Bereits 500 Gerichtsverfahren
Da es in der Ukraine keinen alternativen Zivildienst gibt, haben Staatsanwälte über tausend Strafverfahren gegen Kriegsdienstverweigerer eingeleitet, von denen etwa 500 bereits vor Gericht verhandelt wurden. In den dem „Forum 18“ bekannten Fällen verbüssen 24 Kriegsdienstverweigerer Haftstrafen, sieben weitere warten auf ihre Berufungsverhandlung. In elf Fällen wurden Bewährungsstrafen oder Freiheitsbeschränkungen verhängt. Derzeit werden mindestens zwölf neue Fälle verhandelt, während sich 21 Kriegsdienstverweigerer in Untersuchungshaft befinden.

Zwangsweise zum Militär gebracht
Rekrutierungsbüros hätten Hunderte von Kriegsdienstverweigerern im Alter von 20 bis Ende 50 gegen ihren Willen zwangsweise auf Militärbasen gebracht. Dort seien sie häufig Druck und Folter ausgesetzt. Von den derzeit Inhaftierten seien etwa 300 Siebenten-Tags-Adventisten und 50 Mitglieder der Baptisten. Am 21. März 2026 starb der 50-jährige Baptist Dmytro Kova in Militärhaft. Als er zu seiner Familie zurückgebracht wurde, wies sein Leichnam Spuren brutaler Behandlung auf, berichtet „Forum 18“.

Das Militär habe einigen Männern, darunter auch Mitgliedern der Baptisten, erlaubt, in Funktionen zu dienen, die nicht gegen ihre Gewissensüberzeugungen verstossen. Diese Personen dürften im Militär dienen, ohne den Militäreid zu leisten, ohne Uniform zu tragen und ohne Waffen zu führen. Sie würden Aufgaben wie Putzen, Kochen oder Fahrzeugreparaturen zugeteilt. Das Verteidigungsministerium bestehe jedoch darauf, dass ein alternativer Zivildienst, wie er in der ukrainischen Verfassung garantiert ist, in Kriegszeiten nicht möglich sei. Ein alternativer Dienst müsse innerhalb der Streitkräfte geleistet werden. Ein solcher Dienst sei aber für die Mehrheit der Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen nicht akzeptabel. Sie lehnten jegliche Tätigkeit im Militär ab.

Sechs Jahre Haft für Kriegsdienstverweigerer
Am 9. März 2026 verurteilte ein Gericht in der Region Mykolaiv den 42-jährigen Zeugen Jehovas Wolodymyr Klementiev wegen Kriegsdienstverweigerung zu sechs Jahren Haft. Das Berufungsgericht von Mykolaiv lehnte seine Berufung am 14. Mai ab. „Bis heute ist dies die längste Gefängnisstrafe, die gegen einen unserer Brüder seit Beginn des Krieges in der Ukraine verhängt wurde", sagten Jehovas Zeugen. Die bisher längste Haftstrafe war fünf Jahre.

Im Juni 2026 wurden zwei Kriegsdienstverweigerer der Siebenten-Tags-Adventisten in der Region Tschernihiw von einem Gericht für schuldig befunden. Die Richter verurteilten die in ihren dreissiger Jahren befindlichen Andrii Skliar und Ihor Kiktev jeweils zu fünf Jahren und einem Monat Haft.

Kirchenleiter fordern alternativen Zivildienst
Neben Kriegsdienstverweigerern und Pazifisten haben auch die Leiter verschiedener Religionsgemeinschaften die Regierung aufgefordert, das Problem des Fehlens eines alternativen Zivildienstes für Kriegsdienstverweigerer in Kriegszeiten zu lösen.

Pastor Ihor Bandura, stellvertretender Vorsitzender der Baptistenunion, äusserte, dass die Baptisten mit der Regierung und dem Parlament zusammenarbeiten wollen, um „richtige Gesetze“ einzuführen, um die Verweigerung des alternativen Zivildienstes in einer Zeit des Krieges zu beenden. „Wir setzen uns für einen alternativen Dienst für diejenigen ein, die pazifistische Ansichten haben“, betonte er. Er hoffte, dass ein solches Gesetz verabschiedet werden könnte und „ehrlich gesagt sind wir nicht glücklich, wie langsam es geht“.

Pastor Roman Prodaniuk, Präsident der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Ukraine, hofft in ähnlicher Weise, dass das Fehlen eines alternativen Zivildienstes für Kriegsdienstverweigerer in Kriegszeiten aufgehoben wird. „Sie sind Bürger, die bereit sind, die Ukraine zu verteidigen, einige in der Armee ohne Waffen, andere ausserhalb der Armee, in einem Krankenhaus oder beim ‚Roten Kreuz‘“, sagte er dem „Forum 18“ am 30. Juni 2026. „Das Wichtigste ist, dass sie auf eine Weise dienen können, die nicht gegen ihr Gewissen ist." Pastor Prodaniuk habe das Thema mit Premierministerin Julia Svyrydenko während ihres Treffens am 29. Mai 2026 mit dem Ukrainischen Rat der Kirchen und religiösen Organisationen angesprochen „Sie hat keine Versprechungen gemacht“ bedauerte er,

Pastor Yuriy Kulakevych, Leiter der Aussenabteilung des Bundes ukrainischer Pfingstgemeinden, sagte dem „Forum 18“ am 1. Juli 2026, dass die Frage der Einführung der Möglichkeit eines alternativen Zivildienstes in Kriegszeiten „so schnell wie möglich gelöst werden sollte, um den Bürgern die Ausübung ihrer verfassungsmässigen Rechte zu ermöglichen“.

Weitere Informationen bei „Forum 18“ unter https://www.forum18.org/archive.php?article_id=3057

EBCO: Verfolgung von Kriegsdienstverweigern sofort einstellen
Auch das Europäische Büro für Kriegsdienstverweigerung (EBCO)in Brüssel fordert die Ukraine auf, das Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen zu achten. EBCO verurteilt die Folter und den Tod des ukrainischen Kriegsdienstverweigerers Dmytro Koval in Militärgewahrsam und fordert, die Verfolgung, willkürliche Inhaftierung und Misshandlung von Kriegsdienstverweigernden unverzüglich zu beenden, eine gesetzliche Regelung für einen zivilen Ersatzdienst auch im Kriegsrecht zu schaffen und alle während der Mobilisierung begangenen Menschenrechtsverletzungen umfassend aufzuklären. https://babel.ua/en/texts/127938-the-skelya-assault-regiment-has-combat-merits-and-is-well-equipped-and-according-to-eyewitnesses-they-torture-and-beat-people-to-death-there-babel-s-investigation

„Wir bedauern, dass die Ukraine ihre im Fahrplan zur Stärkung der Rechtsstaatlichkeit eingegangene Verpflichtung nicht eingehalten hat, bis zum zweiten Quartal 2026 ein Gesetz über einen alternativen zivilen Dienst im Kriegsfall zu verabschieden“, heisst es in der Pressemitteilung. „Wir begrüssen die Eröffnung des ersten Verhandlungskapitels der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und hoffen, dass der gemeinsame Standpunkt der Europäischen Union, der eine stärkere Angleichung des ukrainischen Rechts- und Institutionensystems an den EU-Besitzstand sowie an europäische Standards im Bereich der Grundrechte fordert, im weiteren Verlauf der Verhandlungen Wirkung entfalten wird.“

EBCO fordert die Ukraine auf,
• willkürliche Inhaftierungen, Folter und Misshandlungen von Kriegsdienstverweigernden unverzüglich zu beenden;
• inhaftierte Kriegsdienstverweigernde und andere gewaltlose politische Gefangene freizulassen;
• eine gesetzliche Regelung für einen echten zivilen Ersatzdienst auch während des Kriegsrechts im Einklang mit internationalen Standards zu verabschieden;
• die Empfehlungen der Venedig-Kommission, der Menschenrechtsmechanismen der Vereinten Nationen sowie der Organe des Europarats vollständig umzusetzen.

EBCO fordert die Europäische Union auf,
• die Einhaltung internationaler Standards zur Kriegsdienstverweigerung zum Gegenstand der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine zu machen;
• Kriegsdienstverweigernden, denen Verfolgung droht, Zugang zu Asyl und humanitärem Schutz zu gewährleisten;
• den jüngsten Vorschlag der Europäischen Kommission zurückzuziehen, neu ankommenden Personen, denen die ukrainischen Behörden aufgrund ihrer Wehrpflicht die Ausreise verweigern, keinen humanitären Schutz mehr zu gewähren. https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/ip_26_1462

Die EBCO-Pressemitteilung ist unter folgendem Link zu lesen: https://dfg-vk.de/ebco-fordert-die-ukraine-auf-das-recht-auf-kriegsdienstverweigerung-aus-gewissensgruenden-zu-achten/
(ht)

(8047 Zeichen)
Kriegsdienstverweigerer Wolodymyr Klementiev. © Foto: Jehovah's Witnesses

Ukraine: Bisher längste Gefängnisstrafe für Kriegsdienstverweigerer

| 07.07.2026 | APD | Religionsfreiheit

Ein Gericht in der ukrainischen Region Mykolaiv hat den 42-jährigen Jehovas Zeugen Wolodymyr Klementiev für sechs Jahre inhaftiert.

„Bis heute ist dies die längste Gefängnisstrafe, die gegen einen unserer Brüder seit Beginn des Krieges in der Ukraine verhängt wurde“, bemerkten Jehovas Zeugen.
Wie die norwegische Menschenrechtsorganisation „Forum 18“ in Oslo mitteilte, gebe es in der Ukraine immer häufiger Strafverfolgungen von Kriegsdienstverweigerern, die auch einen alternativen waffenlosen Dienst in der Armee ablehnen. So habe ein Gericht in der Region Tschernihiw auch den 34-jährigen Siebenten-Tags-Adventisten Andrii Skliar für fünf Jahre und einen Monat Haft verurteilt.

Laut „Forum 18“ habe sich Ende Juni das ukrainische Ministerkabinett für die Annahme eines Gesetzes zur Einführung eines alternativen Zivildienstes in Kriegszeiten ausgesprochen. Doch bisher sei noch kein derartiger Gesetzesentwurf bis in das Parlament gelangt. Das Wirtschaftsministerium bereitete einen Entwurf vor, aber das Verteidigungsministerium verlangte während einer Sitzung des Präsidialbüros im Februar, dass der alternative Dienst innerhalb der Armee abgeleistet werden müsse. Die meisten Kriegsdienstverweigerer akzeptierten aber einen solchen Dienst nicht, so „Forum 18“.
(ht)

(1168 Zeichen)
© Plakat: ThHF

Hochschule Friedensau: Masterstudiengang Counseling künftig auch in Englisch

Friedensau bei Magdeburg/Deutschland | 29.07.2026 | APD | Bildung

Die Theologische Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg bietet den Masterstudiengang Counseling ab 2027 auch in englischer Sprache an

Zum Wintersemester 2026/27 beginnt wieder der Masterstudiengang Counseling. Der Studiengang, der berufsbegleitend angeboten wird, vermittelt das theoretische Hintergrundwissen und die nötigen Kompetenzen, um Krisen und Veränderungsprozesse professionell begleiten zu können. Transdisziplinär ausgerichtet, gründet er auf den Bezugswissenschaften Psychologie, Medizin, Kommunikations- und Wirtschaftswissenschaften, Soziologie, Sozialer Arbeit sowie Theologie. Im Studienjahr 2026/27 startet ein deutschsprachiger, im Wintersemester 2027/28 ein englischsprachiger Studiengang. 2028/29 ist dann wieder ein deutschsprachiger Kurs möglich, teilt Andrea Cramer, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Hochschule, mit.

Studiengang für Führungskräfte
Der Masterstudiengang ist für Personen in Führungs- und Leitungsfunktionen in unterschiedlichen sozialen, gesundheitsbezogenen sowie in kirchlichen oder konfessionell geprägten Einrichtungen und Organisationen konzipiert. Pastorinnen und Pastoren mit Bachelorabschluss haben hier die Möglichkeit, einen Masterabschluss zu erlangen. Der Studiengang richtet sich aber auch an Personen, die in Organisationen der freien Wirtschaft tätig sind.

Online-Infoveranstaltung am 10. August
Am Montag, dem 10. August 2026, 19 bis 20 Uhr, besteht die Möglichkeit, sich online über den Studiengang und seine Schwerpunkte zu informieren. Studiengangsleiterin Professorin Dr. phil. Dr. rer. medic. Silvia Hedenigg beantwortet Fragen der Studieninteressierten. Eine Anmeldung ist erforderlich: https://www.thh-friedensau.de/studieninfos/infotage//
Weitere Informationen zum Studiengang: https://www.thh-friedensau.de/uebersicht-der-studiengaenge/christliches-sozialwesen/master-of-arts-in-counseling/

Über Friedensau
Der Ort Friedensau wurde 1899 gegründet und besteht nunmehr seit 127 Jahren. Hier befindet sich die staatlich anerkannte Theologische Hochschule Friedensau, eine Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. In den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie können zehn B.A.- und M.A.-Studiengänge – zum Teil berufsbegleitend oder online – belegt werden. Informationen: https://www.thh-friedensau.de/

(2217 Zeichen)
Blick auf den Campus des Newbold Colleges (England). Foto: © Daryl Gungadoo / Adventist Media Exchange (CC BY 4.0)

125 Jahre Newbold College

Bracknell/England | 30.07.2026 | APD | Bildung

Das adventistische Newbold College in Bracknell bei London (Grossbritannien) feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen. Die Jubiläumsfeierlichkeiten fanden bereits vom 24. bis 28. Juni statt.

Das College ist ein zentraler Ort für das Theologiestudium und die Pastorenausbildung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Grossbritannien, Irland, den Niederlanden sowie etlichen Ländern Nord- und Osteuropas, die miteinander in der teilkontinentalen Trans-Europäischen Division (TED) verbunden sind. Neben verschiedenen Bachelor- und Masterstudiengängen in Theologie können dort auch Kurse zum Erlernen der englischen Sprache belegt werden.

Unter den Teilnehmenden der Feierlichkeiten waren unter anderem Erton Köhler, Präsident der adventistischen Weltkirchenleitung (Generalkonferenz, GK), Audrey Andersson (Vizepräsidentin der GK), der ehemalige Generalkonferenzpräsident und Dozent am Newbold College, Jan Paulsen, Lisa Beardsley-Hardy (Leiterin der GK-Bildungsabteilung), Andrea Luxton (ehemalige Leiterin des Newbold College und später der adventistischen Andrews University in den USA) sowie der TED-Präsident Daniel Duda. Dies geht aus Meldungen des Pressedienstes TED-News hervor.

Blick in die Vergangenheit und in die Zukunft
Während der viertägigen Feierlichkeiten wurden nicht nur Erinnerungen wachgerufen, sondern auch der Blick in die Zukunft gerichtet. In verschiedenen Podiumsdiskussionen wurde darüber gesprochen, wie die adventistische Hochschulbildung auch weiterhin Pastoren, Lehrer und Führungskräfte darauf vorbereiten kann, den Menschen in einer zunehmend komplexen und sich rasch wandelnden Welt zu dienen.
In einer Diskussion wurde erörtert, wie die Theologie der Kirche im 21. Jahrhundert dienen sollte, während eine andere sich mit den Chancen und Herausforderungen befasste, die sich durch künstliche Intelligenz und sich rasch entwickelnde Technologien ergeben. Eine dritte Podiumsdiskussion widmete sich dem christlichen Zeugnis in einem zunehmend säkularisierten Europa und ermutigte dazu, neue Wege zu finden, wie Kirchengemeinden mit ihrer Umgebung in Verbindung treten können, ohne dabei ihre Überzeugungen aufzugeben.
Zudem wurde die Einführung von „Newbold Connect“ angekündigt, einer neuen digitalen Lernplattform, die darauf ausgelegt ist, den Bildungsansatz des Newbold Colleges über den Campus hinaus zugänglich zu machen.

Während die Podiumsdiskussionen zu einer tiefgründigen Auseinandersetzung mit der Zukunft von Theologie und Mission anregten, erinnerte der Jubiläumsgottesdienst mit der Festpredigt von Erton Köhler die Anwesenden daran, dass der Auftrag des Newbold Colleges über hohe akademische Qualität hinausgeht. Im Laufe seiner 125-jährigen Geschichte war es stets das Bestreben des Colleges, Menschen nicht nur auf eine Laufbahn im pastoralen Dienst vorzubereiten, sondern auf ein Leben, in dessen Mittelpunkt die Beziehung zu Christus steht.

Mehr Informationen über die Angebote und die Geschichte des Newbold Colleges gibt es auf der Website https://www.newbold.ac.uk/

(2870 Zeichen)
© Nachrichtenagentur APD Zürich (Schweiz) und Ostfildern (Deutschland). Kostenlose Textnutzung nur unter der Bedingung der eindeutigen Quellenangabe "APD". Das © Copyright an den Agenturtexten verbleibt auch nach ihrer Veröffentlichung bei der Nachrichtenagentur APD. APD® ist die rechtlich geschützte Abkürzung des Adventistischen Pressedienstes.