Warning: Undefined array key "jahr" in /home/httpd/vhosts/apd.media/httpdocs/php/lib/APD/repository/NewsgroupRepository.php on line 40 APD - APD-INFORMATIONEN 07/2026 - AUGUST 2026 (Adventistischer Pressedienst)

APD-INFORMATIONEN 07/2026 - AUGUST 2026

© Deutschschweizerische Vereinigung

Über 5000 Adventisten leben in der Schweiz

Zürich | 19.08.2026 | APD | Schweiz

5014 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten lebten am 1. Juni 2026 in der Schweiz. Damit hat die Mitgliederzahl der Freikirche in der Schweiz erstmals die Marke von 5000 überschritten.

Auf die Deutschschweizerische Vereinigung (DSV) entfallen 2642 Mitglieder in 34 Gemeinden und 3 Gruppen, auf die Fédération der Suisse romande und des Tessins (FSRT) 2372 Mitglieder in 25 Gemeinden und 3 Gruppen. Damit zählt die Schweizer Union insgesamt 5014 Mitglieder in 59 Gemeinden und 6 Gruppen.

Kinder und ungetaufte Jugendliche werden nicht als Mitglieder gezählt
Die protestantische Freikirche tauft üblicherweise keine Kinder, sondern setzt eine bewusste, eigenverantwortliche Glaubensentscheidung voraus. Kinder und Jugendliche, die in adventistischen Familien in der Schweiz aufwachsen und am Gemeindeleben teilnehmen, aber noch nicht getauft sind, erscheinen deshalb nicht in der offiziellen Mitgliederstatistik. Die tatsächliche Zahl der Menschen, die sich der Kirche zugehörig fühlen, liegt damit über den ausgewiesenen 5014 Mitgliedern.

Schweizer Adventisten sind als Verein organisiert
Die Adventisten in der Schweiz sind nach dem Vereinsrecht organisiert und in zwei sprachlich getrennte Kirchenregionen gegliedert: die Deutschschweizerische Vereinigung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (DSV) mit Sitz in Zürich sowie die Fédération des Eglises Adventistes du 7e jour de la Suisse romande et du Tessin (FSRT) mit Sitz in Renens/VD. Gemeinsam bilden beide Vereinigungen die Schweizer Kirchenleitung, die Schweizer Union, ebenfalls mit Sitz in Zürich. Die Gottesdienste finden traditionell am Samstag, dem biblischen Sabbat, statt.

Adventistische Institutionen und Werke in der Schweiz
Zu den adventistischen Institutionen in der Schweiz zählen unter anderem die Privatschulen A bis Z in Zürich und Reinach/AG https://www.privatschule-abisz.ch/ sowie mehrere Alters- und Gesundheitseinrichtungen. Der Advent-Verlag Schweiz https://www.advent-verlag.ch/ sowie eine französischsprachige Versandstelle für Literatur ergänzen das Angebot, ebenso das Hope Bibelstudien-Institut. https://hopekurse.ch Gesamtschweizerisch aktiv ist zudem die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA https://www.adra.ch/, die sich sowohl im Inland als auch im Ausland in der sozialen und humanitären Arbeit engagiert.

Ökumenische Kontakte
Die Adventisten in der Schweiz sind Mitglied der Schweizerischen Bibelgesellschaft und pflegen darüber hinaus Kontakte zu weiteren kirchlichen und interkonfessionellen Organisationen im Land. Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Deutschschweiz ist zudem seit 2025 Mitglied im Dachverband Freikirchen.ch, dem Verband Evangelischer Freikirchen und Gemeinden in der Schweiz.
https://adventisten.ch/

Adventisten weltweit
Die weltweite Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist nach Angaben der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) in 212 Ländern und Gebieten vertreten und zählte per 31. Dezember 2025 rund 24 Millionen Mitglieder. https://adventiststatistics.org/

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Damian Chandler und Ivana Mendez referierten vor jungen Menschen aus rund 50 Ländern beim Jugendkongress. © Fotos: EUD/TED Youth

Europäischer Jugendkongress der Adventisten in Valencia/Spanien

Valencia/Spanien | 27.08.2026 | APD | International

Vom 4. bis 8. August fand in Valencia, Spanien, ein internationaler Kongress der Jugendabteilungen der beiden teilkontinentalen europäischen Kirchenleitungen der Siebenten-Tags-Adventisten mit rund 3.500 Teilnehmenden statt.

Ziel des Adventist Youth Congress (AYC) war es, junge Menschen dazu zu ermutigen, sich „für mehr von Gott zu entscheiden“ Die rund 3.500 Teilnehmenden kamen aus rund 50 Ländern zu fünf Tagen geistlicher Besinnung, lebhaften Diskussionen sowie sozialen, künstlerischen und sportlichen Aktivitäten zusammen.

Eine Bundesbeziehung zwischen Gott und Menschen
Das Eröffnungsprogramm am 4. August 2026 hiess die Teilnehmer in Valencia und Spanien mit einem kulturellen Programm, gemeinschaftlichem Gesang sowie Besinnung und Gebet willkommen. Der erste Hauptredner des Kongresses, Damian Chandler, Pastor und Ehe- und Familientherapeut, ermutigte die Jugendlichen dazu, Gottes Einladung an seinen Tisch anzunehmen. Gott vergesse seine Kinder nicht, sondern suche die Beziehung zu ihnen und er war bereit, sogar sein Leben für sie hinzugeben.

Die zweite Hauptrednerin, Ivana Mendez, Dozentin am adventistischen Newbold College (England), betonte, dass die Menschen für „mehr“ geschaffen seien. Doch was sei dieses „Mehr? Dies erläuterte sie am Beispiel des alttestamentlichen Protagonisten Abraham. „Was Gott Abraham angeboten hat und uns anbietet, ist einzigartig – eine Bundesbeziehung mit ihm, für die Er allein bürgt … Kein anderer Gott bietet etwas Vergleichbares an.“

Workshops und Masterclasses
Während des Kongresses konnten die Teilnehmenden aus Dutzenden von Workshops zu Themen rund um Theologie, Glauben und Wissenschaft sowie Beziehungen wählen. Sie hatten zudem die Möglichkeit, an weiteren Workshops teilzunehmen, die sich mit Kreativität als Ausdruck des Glaubens, dem Einsatz von Technologie für Gemeindeaktivitäten sowie mit praktischen Fragen des Glaubens im Alltag befassten.
Die Organisatoren führten zudem eine „Masterclass“-Kategorie ein, in der „einige der besten Theologielehrer Europas“ während der Veranstaltung „ihre allerbeste Vorlesung“ hielten. Diese Kurse „boten die Gelegenheit, die Bibel tiefer zu ergründen“, so die Veranstalter, „und zu entdecken, wie das Theologiestudium wirklich aussieht.“
Auf dem Kongress liessen sich 21 junge Menschen taufen, viele andere entschieden sich dafür, sich später in ihrer jeweiligen örtlichen adventistischen Kirchengemeinde taufen zu lassen.

Über den AYC
Europäische Jugendkongresse der Adventisten (Adventist Youth Congress – AYC) finden regulär alle vier Jahre statt. Sie werden gemeinsam von den beiden adventistischen Kirchenleitungen für Mittel- und Südeuropa (Intereuropäische Division, Sitz in Bern/Schweiz) und für Nord- und Osteuropa (Sitz in St. Albans/Grossbritannien) organisiert. Website: https://aycongress.org/
Die Grossveranstaltungen des Kongresses sind auf YouTube abrufbar. YouTube-Playlist unter dem Shortlink: https://tinyurl.com/35u8x6kd

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Verteilung von Nothilfepaketen durch ADRA-Freiwillige. © ADRA France

Waldbrände in Frankreich: ADRA mobilisiert Nothilfe

Dammarie-les-Lys bei Paris/Frankreich | 05.08.2026 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Seit dem 22. Juli haben beispiellose Waldbrände weite Teile der französischen Departements Gironde und Landes im Südwesten des Landes verwüstet. Bislang wurden fast 200.000 Menschen evakuiert.

Dies ist die grösste Evakuierungsaktion in der Geschichte Frankreichs. Als Reaktion darauf hat die Hilfsorganisation Adventist Development and Relief Agency (ADRA) Frankreich eine ausserordentliche Soforthilfe bereitgestellt. Über ihre Niederlassung in Bordeaux wurden Dienstleistungsgutscheine und lebensnotwendige Hilfspakete an die betroffenen Familien verteilt. Dies geht aus einem Bericht von ADRA Frankreich und dem Pressedienst EUD News hervor.
Die Brände brachen am frühen Nachmittag des 22. Juli in der Nähe von Saumos im Herzen des Waldgebiets „Landes de Gascogne“ aus. Innerhalb von fünf Tagen verwüsteten die Flammen rund 40.000 Hektar Wald und stellten eine direkte Bedrohung für die Halbinsel Lège-Cap-Ferret dar. Gleichzeitig wütete ein zweiter Grossbrand im Département Landes in der Nähe von Biscarrosse und zerstörte über 3.500 Hektar Wald.

Menschliche Opfer konnten vermieden werden, bislang wurden keine Todesfälle unter den Einwohnern der betroffenen Regionen gemeldet. Allerdings erlitten mindestens 84 Feuerwehrleute Verletzungen und mehrere hundert Häuser wurden in beiden Départements zerstört. An den Rettungsmassnahmen waren 2.500 Feuerwehrleute, 1.500 Militärangehörige, 1.200 Polizeibeamte und Gendarmen sowie 450 akkreditierte Freiwillige des Zivilschutzes beteiligt. Sie wurden von 18 Löschflugzeugen unterstützt. Landesweit war das Jahr 2026 ein Rekordjahr für Waldbrände, bei denen seit Januar fast 100.000 Hektar verbrannt sind.

Dringender Bedarf nach den Evakuierungen
Die Katastrophe war dadurch gekennzeichnet, dass viele Menschen von den Flammen vertrieben wurden. Fast 200.000 Menschen – darunter Einheimische, Touristen und Bewohner von Pflegeheimen – wurden evakuiert, Zehntausende davon über Nacht. Die Region Nouvelle-Aquitaine stellte über 500 Unterbringungsplätze in örtlichen Schulen zur Verfügung, während Gemeinden entlang der Küsten der Bucht von Arcachon und der Landes Notunterkünfte einrichteten.

Zwar wurden Notunterkünfte bereitgestellt, doch bestehen mittelfristig weiterhin erhebliche Herausforderungen. Viele Evakuierte waren gezwungen, ihre Häuser innerhalb weniger Minuten zu verlassen und mussten wichtige Dokumente, Zahlungsmittel und persönliche Gegenstände zurücklassen. Feuerwehrleute weisen darauf hin, dass sich die Einsätze aufgrund von unterirdischen Bränden, die in den torfhaltigen Böden der Region schwelen, über mehrere Monate hinziehen könnten. Dies würde die Evakuierungsdauer für viele Haushalte verlängern.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind ebenso gravierend. Allein im Département Gironde mussten über 13.000 Betriebe evakuiert werden. Saisonarbeiter im Tourismus, Austernzüchter und Beschäftigte in der Forstwirtschaft sehen sich mitten in der Hochsaison mit einem plötzlichen Einkommensverlust konfrontiert.

Finanzielle und materielle Lücken schliessen
Zwischen der Notfall-Evakuierung und der langfristigen Finanzierung des Wiederaufbaus besteht eine kritische Lücke. Waldbrände fallen nicht unter den französischen Standardrahmen für Entschädigungen bei „Naturkatastrophen“ (catastrophe naturelle). Entsprechende Sachschäden werden stattdessen durch individuelle Hausratversicherungen abgedeckt. Die Bearbeitung von Schadensfällen ist zwar ein Standardverfahren, doch die Auszahlung von Versicherungsleistungen dauert in der Regel Wochen oder Monate.

Während dieser Übergangszeit sind nicht oder nur unzureichend versicherte Haushalte, Zeitarbeitskräfte, isoliert lebende ältere Menschen und Alleinerziehende einer erheblichen wirtschaftlichen Gefährdung ausgesetzt. Sie sehen sich mit unmittelbaren Ausgaben für lebensnotwendige Güter wie Medikamente, Ersatzbrillen und Transportkosten konfrontiert. Die Hilfsmassnahmen von ADRA France zielen darauf ab, diese vorübergehende Lücke zu schliessen.

Die Hilfsstrategie von ADRA France
Von ihrer Niederlassung in Bordeaux aus arbeitet ADRA France in Abstimmung mit staatlichen Stellen und den lokalen Sozialämtern (CCAS) in den betroffenen Gemeinden. Die Hilfe stützt sich auf zwei grundlegende Massnahmen:

1. Dienstleistungsgutscheine: Diese Gutscheine können bei lokalen Geschäften eingelöst werden und ermöglichen es den evakuierten Menschen, bedarfsgerechte Güter zu erwerben, darunter Hygieneartikel, Kleidung, Babyartikel, rezeptfreie Medikamente und Brennstoffe. Dieser Ansatz bewahrt die Eigenständigkeit der Begünstigten, wahrt die Würde des Einzelnen und unterstützt lokale Gewerbebetriebe, die von der Krise betroffen sind.

2. Nothilfepakete: Für Menschen, die in Sammelunterkünften untergebracht sind oder in ihre Häuser ohne Stromversorgung zurückkehren, stellen ADRA-Teams haltbare Lebensmittel, Wasserflaschen, Hygiene-Sets und Babyartikel bereit. Die Verteilung wird mit lokalen Partnerorganisationen koordiniert, um Effizienz zu gewährleisten und Doppelarbeit zu vermeiden.

Fortlaufende Unterstützung nötig
Die erste finanzielle Zuweisung aus dem ADRA-Netzwerk hat zwar eine sofortige Nothilfe ermöglicht, doch wird aufgrund des langwierigen Wiederaufbauprozesses der betroffenen Gemeinden auch langfristige Unterstützung erforderlich sein.

Über ADRA
Das Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfswerk ADRA (Adventist Development and Relief Agency) wurde 1956 von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet und führt weltweit Projekte der Entwicklungszusammenarbeit sowie der humanitären Hilfe in Katastrophenfällen durch. ADRA International besteht aus einem weltweiten Netzwerk mit 118 eigenständigen nationalen Büros und etwa 7.500 hauptamtlichen Mitarbeitenden. Informationen: https://adra.org/ Website ADRA France: https://adra.fr/

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