Warning: Undefined array key "jahr" in /home/httpd/vhosts/apd.media/httpdocs/php/lib/APD/repository/NewsgroupRepository.php on line 40 APD - APD-INFORMATIONEN 7/2025 - JULI 2025 (Adventistischer Pressedienst)

APD-INFORMATIONEN 7/2025 - JULI 2025

Ausschnitt vom Cover des SEA-Orientierungspapiers zur Eizellenspende. © Foto: Screenshot SEA-Orientierungspapier Eizellenspende

Stellungnahme der Schweizerischen Evangelische Allianz zur Legalisierung der Eizellenspende

Zürich/Schweiz | 31.08.2025 | APD | Schweiz

Nach dem Willen von Bundesrat und Parlament soll in der Schweiz die Eizellenspende legalisiert werden, um Paaren trotz einer Unfruchtbarkeit seitens der Frau Kinder zu ermöglichen. In einer aktuellen Stellungnahme wägt die Schweizerische Evangelische Allianz SEA den berechtigten Wunsch Betroffener nach einem Kind gegen ethische Bedenken ab.

«Unter anderem aufgrund der potenziellen Ausbeutung von Frauen, gesundheitlichen Risiken und der Vernichtung von Embryonen» lehnt die Schweizerische Evangelische Allianz die Eizellenspende ab.

Soll die Eizellenspende in der Schweiz zugelassen werden – analog zur Samenspende bei männlicher Unfruchtbarkeit? Die Motion «Kinderwunsch erfüllen, Eizellenspende für Ehepaare legalisieren» aus dem Parlament fordert dies und der Bundesrat will das Fortpflanzungsmedizingesetz entsprechend überarbeiten. Die Schweizerische Evangelische Allianz SEA hat die aktuelle Diskussion zum Anlass genommen für eine «detaillierte und sorgfältige» Abwägung insbesondere aus theologischer und ethischer Sicht.

Perspektive aller Beteiligten ist einzubeziehen
Gemäss der Sicht der SEA versteht die christliche Ethik das Leben als eine Gabe Gottes, die sich der völligen Verfügbarkeit des Menschen entziehe. Gleichwohl könne ein unerfüllter Kinderwunsch – wie bereits die alten biblischen Texte zeigten – mit grossem Leid verbunden sein und die Möglichkeit der medizinisch assistierten Fortpflanzung könne daher ein wertvolles Geschenk sein. Dennoch dürften ethische Fragen nicht ausser Acht gelassen werden. Dazu gehöre das mit Eizellenspenden verbundene Risiko der Ausbeutung von Frauen, die Eizellen aufgrund einer finanziellen Not spenden würden. Dadurch würde das in der Bundesverfassung verankerte Verbot des Handels mit menschlichem Keimmaterial potenziell unterlaufen.

Weiter sei in der Interessenabwägung das Wohl sowohl der Spenderinnen als auch der durch gespendete Eizellen gezeugten Kinder stärker zu berücksichtigen: Die notwendigen medizinischen Eingriffe seien laut SEA für die Spenderinnen mit nicht zu unterschätzenden Gesundheitsrisiken verbunden. Für die Kinder stellten sich Identitätsfragen, zudem sei nicht gewährleistet, dass sie ihr Recht auf Kenntnis ihrer Herkunft wahrnehmen könnten. Auch die mit der Eizellenspende einhergehende massenhafte Produktion und Vernichtung von Embryonen sei ethisch bedenklich, denn der Beginn menschlichen Lebens könne naturwissenschaftlich nicht genau gefasst werden. Schliesslich bezweifelt die SEA, dass eine Legalisierung das Problem des Reproduktionstourismus löse. Fazit der Allianz: «Die Einführung der Eizellenspende in der Schweiz schafft mehr Probleme, als sie löst, und ist mit erheblichen moralischen Bedenken verbunden.

Familie auch ohne Kinder
In der Medienmitteilung schreibt die SEA, dass sie das Leiden von Menschen, die von Kinderlosigkeit betroffen sind, ernst nimmt. Besonders die Kirche könne und solle ein Ort sein, wo Menschen Mitgefühl und Trost finden und erfahren könnten, dass sie Teil einer Familie seien, auch wenn sie keine eigenen Kinder haben könnten. Ausserdem biete der christliche Glaube eine hoffnungsvolle Perspektive in einer Zeit, in der zunehmend mehr Menschen das Kinderkriegen hinauszögern würden, weil sie keine Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft haben.

Zum Download des Orientierungspapiers der SEA zur Eizellenspende in der Schweiz:
https://www.each.ch/wp-content/uploads/2025/07/250701_Stellungnahme_Eizellenspende_25_web.pdf

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Peter Schneeberger, Präsident des Dachverbands Freikirchen.ch © Foto: Dachverband Freikirchen.ch

Individualbesteuerung: Freikirchen unterstützen Referendum wegen Nachteile für Familien

Päffikon, ZH/Schweiz | 31.08.2025 | APD | Schweiz

Seit über 40 Jahren kritisiert das Bundesgericht die steuerliche Benachteiligung verheirateter Paare als verfassungswidrig. Der Dachverband Freikirchen.ch spricht sich aus acht Gründen gegen die Einführung der Individualbesteuerung aus.

Mit der Vorlage werden laut dem Dachverband Familien diskriminiert, bei denen ein Elternteil auf Erwerbsarbeit für die Erziehung der Kinder verzichtet. Der Dachverband Freikirchen.ch setzt sich dafür ein, dass kein Familienmodell benachteiligt wird. Er lehnt sowohl die Volksinitiative als auch den indirekten Gegenvorschlag entschieden ab.

«Wir setzen uns stattdessen für eine Reform der Ehepaarbesteuerung ein. Diese beseitigt die bestehenden Ungerechtigkeiten für verheiratete Paare, ohne die solidarischen Strukturen der Familie zu schwächen. Die Familie als Kern der Gesellschaft und die Ehe als Wirtschaftsgemeinschaft sollen in der Steuergesetzgebung weiterhin eine zentrale Rolle spielen», erklärt Peter Schneeberger, Präsident des Dachverband Freikirchen.ch.
Nachstehend acht Gründe im Wortlaut des Dachverbands aufgrund deren er das Referendum unterstützt:

«1. Nachteile für Familien mit einem Einkommen
Ein zentrales Argument gegen die Individualbesteuerung ist die Benachteiligung der Familien mit nur einem Einkommen. Gemäss Bundesamt für Statistik verzichtet bei über einem Drittel (37,1 Prozent) der Familien ein Elternteil ganz oder teilweise auf eine Erwerbstätigkeit, um sich um die Kinder zu kümmern. Für den Dachverband Freikirchen.ch verdienen diese Familien Respekt und sollten nicht zusätzlich durch höhere Steuern bestraft werden. Weil sie auf Betreuungsangebote verzichten, entlasten sie auch die öffentlichen Finanzen. Es darf nicht passieren, dass die steuerliche Benachteiligung verheirateter Paare gegenüber unverheirateten – die sogenannte «Heiratsstrafe» – durch ein neues Steuersystem beseitigt wird, das aber neue Ungerechtigkeiten mit sich bringt.

2. Ehe als Wirtschaftsgemeinschaft
Das Steuerrecht sowie andere Rechtsgebiete wie die Sozialversicherungen und das Eigentumsrecht basieren darauf, dass Ehepaare eine wirtschaftliche Einheit bilden. Diese Werte sind tief in der schweizerischen Rechtsordnung und Gesellschaft verankert. Ehepaare übernehmen gegenseitig Verantwortung füreinander, sowohl finanziell als auch rechtlich. Für den Dachverband Freikirchen.ch sollte dieser Wert nicht durch die Einführung eines Zivilstands neutralen Besteuerungssystems aufgegeben werden. Eine Individualbesteuerung würde das fundamentale Prinzip der ehelichen Wirtschaftsgemeinschaft untergraben und die Solidarität zwischen Ehepartnern schwächen.

3. Steuerliche Anreize zur Optimierung und Umgehung
Mit der Individualbesteuerung besteht ein erhöhtes Potenzial für Steueroptimierungen. Ehepaare als Gütergemeinschaft müssten ihre Einkommens- und Vermögenswerte neu aufteilen. Das könnte dazu führen, dass steuerliche Abzüge weniger wirksam werden oder ins Leere laufen. Die Individualbesteuerung erhöht auch die Versuchung, um Abzüge und steuerliche Vorteile gezielt einem Partner mit höherem Einkommen zuzuweisen. Der Bundesrat erkennt dieses Problem und schlägt die Erhöhung des Kinderabzugs vor, um die Auswirkungen auf Familien abzumildern.

4. Finanzielle Einbussen für den Staat
Die Individualbesteuerung würde den Staatshaushalt erheblich belasten. Der Bund rechnet mit jährlichen Steuerausfällen von etwa CHF 600 Millionen Franken. Auch Kantone und Gemeinden wären betroffen, obwohl viele bereits Massnahmen gegen die verfassungswidrige Diskriminierung von Ehepaaren ergriffen haben. Angesichts dieser finanziellen Verluste könnte das bei Kantonen und Gemeinden zu Erhöhungen anderer Steuern führen, um die Einbussen zu kompensieren.

5. Geringe Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
Ein weiteres zentrales Argument ist der geringe Beschäftigungseffekt, den die Individualbesteuerung erwartet. Verglichen mit den fast 4,3 Millionen Vollzeitstellen in der Schweizer Volkswirtschaft würde die Reform insgesamt laut Bundesrat lediglich zwischen 10.000 bis 47.000 Vollzeitstellen schaffen. Der Dachverband Freikirchen.ch bezweifelt, dass eine Reduktion der Steuerbelastung allein ausreichend wäre, um einen nennenswerten Anstieg der Arbeitsmarktteilnahme zu bewirken.

6. Erhöhter Verwaltungsaufwand
Die Individualbesteuerung würde auch zu einem erheblichen bürokratischen Mehraufwand führen. Allein durch die Einführung des neuen Systems müssten über 1,7 Millionen neue Steuerdossiers erstellt werden. Kantone und Gemeinden müssten ihre Gesetze anpassen, was erhebliche Kosten verursachen würde. Steuerzahlende wären gezwungen, zwei separate Steuererklärungen einzureichen, was ebenfalls einen höheren administrativen Aufwand bedeutet.

7. Alternative Lösung: Fairness-Initiative der Mitte
Der Dachverband Freikirchen.ch plädiert dafür, die Ehepaarbesteuerung zu reformieren, ohne die Individualbesteuerung einzuführen. Sie unterstützen die Fairness-Initiative der Mitte, die die Diskriminierung von Ehepaaren bei der Besteuerung beenden will. Diese Initiative zielt darauf ab, durch die Einführung eines alternativen Steuermodells die bestehende Benachteiligung von Ehepaaren gegenüber Konkubinatspaaren zu beseitigen. Dies könnte durch Splittingmodelle geschehen, ohne dass das gesamte Steuersystem umgebaut werden muss.

8. Schutz der familiären Gemeinschaft
Die Freikirchen verteidigen den Schutz der Familie als Gemeinschaft. Ehepartner übernehmen eine langfristige Verantwortung füreinander, sowohl rechtlich als auch finanziell. Diese Verantwortung sollte nicht durch eine Individualbesteuerung untergraben werden. Sie ist eine Bedrohung für das traditionelle Familienmodell, das auf gegenseitiger Unterstützung und Solidarität beruht. Eine Familie zu gründen bedeutet auch, Verantwortung zu übernehmen. Dieser Wert sollte im Steuersystem respektiert und gefördert werden.»

Dachverband Freikirchen.ch
Freikirchen.ch ist der Dachverband der Freikirchen und christlicher Gemeinschaften in der Schweiz. Er ist ein nationaler Kirchenverband mit 20 freikirchlichen Bewegungen aus der Deutschschweiz, zu denen über 750 örtliche Kirchen mit ihren diakonischen Werken gehören. Zusammen mit dem Réseau évangélique suisse (RES) vertreten die Freikirchen in der Schweiz rund 1000 Kirchen. Neben der Schweizer Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche Schweiz versteht sich der Dachverband Freikirchen.ch als dritte Kraft der christlichen Kirchen in der Schweiz und als Sprachrohr für die gemeinsamen Anliegen der Freikirchen. Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Deutschschweiz ist seit 2025 Mitglied im Dachverband der Freikirchen.

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Erton Köhler ist neuer Präsident der adventistischen Weltkirchenleitung (Generalkonferenz). Foto: Brent Hardinge AME (CC BY 4.0)

Erton Köhler neuer Präsident der adventistischen Weltkirchenleitung

St. Louis, Missouri/USA | 31.08.2025 | APD | International

Erton Köhler ist neuer Präsident der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz GK) der Siebenten-Tags-Adventisten. Die Delegierten der GK-Vollversammlung (Weltsynode) wählten ihn am 4. Juli mit überwältigender Mehrheit auf Vorschlag des Nominierungsausschusses.

„Bevor ich etwas anderes sage, möchte ich euch mitteilen, dass ich mit gestärktem Vertrauen in Gott und in die Kirche voranschreiten werde“, sagte Köhler sichtlich bewegt. In seiner kurzen Ansprache betonte er die Bedeutung der Gemeinschaft mit Gott, der Einheit, der Identität und der Mission.

Zur Person
Erton C. Köhler (geb. 1969) war zuletzt Exekutivsekretär der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung). Zu seinen Aufgaben gehörte unter anderem die Tätigkeit als Berater für das Büro für Adventistische Mission, das Büro für Archive, Statistik und Forschung sowie das Institut für Weltmission.

Köhler wurde im Süden Brasiliens geboren und wuchs mit dem Wunsch auf, in die Fussstapfen seines Vaters zu treten, der als adventistischer Pastor tätig war. Köhler schloss 1989 sein Bachelorstudium in Theologie am Adventist Teaching Institute (heute Brazilian Adventist University) ab und erwarb 2008 an derselben Hochschule einen Masterabschluss in Pastoraltheologie.

Von 1990 bis 1994 war Köhler als Pastor einer örtlichen Adventgemeinde in São Paulo tätig. 1995 wurde er zum Leiter der Jugendarbeit der Rio Grande do Sul-Vereinigung gewählt, 1998 wurde er Leiter der Jugendarbeit des Nordost-Brasilien-Verbandes. Im Juli 2002 kehrte Köhler zur Rio Grande do Sul-Vereinigung zurück, wo er zuvor tätig gewesen war, um dort das Amt des Exekutivsekretärs zu übernehmen. Im folgenden Jahr wurde er zum Leiter der Jugendarbeit für die acht Länder der Südamerikanischen Division gewählt. Nach vier Jahren als Jugendleiter wurde er 2007 Präsident der Südamerikanischen Division.
Köhler ist mit Adriene Marques, einer Krankenschwester, verheiratet. Sie haben zwei Kinder.

Nominierungsausschuss
Der Nominierungsausschuss besteht aus 277 Delegierten aus allen Weltregionen. Jede teilkontinentale Kirchenleitung (Division) wählt eine Anzahl von Ausschussmitgliedern entsprechend der Anzahl ihrer Kirchenmitglieder. Die teilkontinentale Kirchenleitung für Mittel- und Südeuropa (Intereuropäische Division), zu der die Schweiz und Deutschland gehört, wählte 9 Ausschussmitglieder. Seine Aufgabe ist die Erarbeitung von Wahlvorschlägen für die zu wählenden Positionen der adventistischen Weltkirchenleitung.

Eröffnung der Generalkonferenz-Vollversammlung
Am 3. Juli wurde die 62. Generalkonferenz-Vollversammlung (Weltsynode) feierlich eröffnet. Zur Eröffnung sprach neben dem bisherigen Präsidenten der Weltkirchenleitung, Ted Wilson und anderen auch der langjährige, international bekannte Evangelist Mark Finley. Mehrfach wurde die Bedeutung der Bibel als Grundlage des adventistischen Glaubens hervorgehoben.

Der bisherige Präsident der Generalkonferenz, Ted Wilson, trug einen Bericht mit vielen Videoclips vor, der Schlaglichter der Arbeit der Kirche auf dem Gebiet der Verkündigung und des sozialen Engagements zeigte.

Impferklärung gilt weiter
Bei der ersten Geschäftssitzung am Nachmittag ging es darum, die vorgelegte Agenda der Weltsynode zu akzeptieren. Während der Sitzung der Nachmittagssitzung am 3. Juli 2025 auf der Generalkonferenz-Vollversammlung (GC) 2025 in St. Louis, Missouri, stellte ein Delegierter den Antrag, eine Überprüfung und Diskussion der Erklärung der GC aus dem Jahr 2015 zum Thema Impfungen auf die Tagesordnung zu setzen. Die anwesenden Delegierten stimmten nach einer längeren Aussprache mit 1662 zu 310 Stimmen gegen den Antrag. Auch ein erneuter Antrag auf Befassung mit dem Impfstatement einen Tag später wurde mit grosser Mehrheit abgelehnt. Die Erklärung sieht Impfungen positiv und empfiehlt sie bei Bedarf, stellt aber auch die persönliche Entscheidungsfreiheit heraus, ob man sich impfen lassen möchte oder nicht. Die Erklärung wurde im Oktober 2021 im Zuge der Coronavirus-Pandemie noch einmal bekräftigt. Der korrekte Originalwortlaut der Erklärung von 2015 findet sich auf Englisch unter https://gc.adventist.org/official-statements/immunization/

Die Delegierten stimmten auch für die Aufnahme von insgesamt 11 neu gebildeten adventistischen Gebietskörperschaften (Verbände) aus Afrika, Lateinamerika und Asien und stellten damit sicher, dass die Delegierten aus diesen Regionen stimmberechtigt sind.

Live-Übertragung und Video-Report
Weitere Informationen über die diesjährige Weltsynode der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gibt es unter https://www.gcsession.org/
darunter auch der Live-Stream unter https://www.gcsession.org/live/.

In deutscher Sprache wird ein täglicher Video-Report vor Ort erstellt. Er wird täglich um 19 Uhr (MESZ) auf dem YouTube-Kanal der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland veröffentlicht und enthält Eindrücke vom Tagungsort, Interviews mit Delegierten, Stimmen zur Atmosphäre und Berichte zu wichtigen Entscheidungen, die auf der Weltsynode getroffen wurden. YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/@adventistenDE.

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Exekutivsekretär Rick McEdward (li.), Finanzvorstand Paul Douglas (re.). © Fotos: Jimmy Botha AME (CC BY 4.0)

Vorstandsmitglieder und Vizepräsidenten der adventistischen Weltkirchenleitung gewählt

St. Louis, Missouri/USA | 31.08.2025 | APD | International

Die Delegierten der 62. Weltsynode (Generalkonferenz-Vollversammlung) der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in St. Louis, Missouri, USA, haben am 6. Juli weitere Verantwortungsträger der Weltkirchenleitung gewählt.

Rick McEdward wurde als neuer Exekutivsekretär gewählt. Er tritt die Nachfolge von Erton Köhler an, der zwei Tage zuvor als neuer Präsident der adventistischen Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) gewählt wurde. Finanzvorstand (Schatzmeister) Paul Douglas wurde erneut in diese Position gewählt. Darüber hinaus stimmten die Delegierten für die Empfehlung des Nominierungsausschusses zur Besetzung der sieben Vizepräsidenten der Generalkonferenz.

Exekutivsekretär Rick McEdward
McEdward wurde mit grosser Mehrheit gewählt und bringt jahrzehntelange Missionserfahrung, interkulturelle Führungskompetenz und theologisches Fachwissen in seine neue Rolle als Exekutivsekretär der Siebenten-Tags-Adventisten ein. Vor seiner Wahl war er Präsident der Union Mission für den Nahen Osten und Nordafrika (MENA), wo er strategische Outreach-Massnahmen in einer der für die Evangelisationsarbeit schwierigsten Regionen leitete.

McEdwards Engagement für die Mission ist tief in seiner Kindheit und seinem persönlichen Werdegang verwurzelt. Er wurde in Seattle, Washington, geboren und verbrachte seine prägenden Jahre in Dschidda, Saudi-Arabien, wo seine Familie als Auswanderer lebte. Diese frühen Erfahrungen inmitten verschiedener Gemeinschaften trugen dazu bei, ein tiefes Gefühl der Empathie und eine Berufung zu entwickeln, die Liebe Christi über kulturelle und religiöse Grenzen hinweg zu verbreiten.

Er erwarb einen Bachelor-Abschluss am Walla Walla College (heute Walla Walla University), einen Master of Divinity an der Andrews University sowie einen Doktortitel in Missionswissenschaft am Fuller Theological Seminary. Zu seinen beruflichen Tätigkeiten gehörten der Dienst als Pastor, die Koordination von Gemeindegründungen in Sri Lanka und in der Südasiatisch-Pazifischen Division sowie die Tätigkeit als stellvertretender Direktor des Instituts für Weltmission an der Andrews University.

Später trat er der Generalkonferenz bei, wo er als stellvertretender Direktor des Büros für Adventistische Mission und als Direktor der Global Mission Centers for World Religions tätig war. Im Jahr 2016 wurde er zum Leiter der Adventisten im Nahen Osten und Nordafrika mit Sitz in Beirut, Libanon, gewählt.

McEdward ist für seine umsichtige Führung und seinen kooperativen Geist bekannt. Er bringt ein umfassendes Verständnis der globalen Herausforderungen und der dafür erforderlichen organisatorischen Rahmenbedingungen in das Sekretariat ein. Er ist mit Marcia McEdward verheiratet, die als examinierte Krankenschwester bei der Generalkonferenz arbeitet. Gemeinsam haben sie zwei erwachsene Kinder, Julia und Joshua.

Die Rolle des Exekutivsekretärs
Der Exekutivsekretär der Generalkonferenz spielt eine wichtige Rolle bei der weltweiten Koordination der Siebenten-Tags-Adventisten. Zu seinen Aufgaben gehören die Überwachung der Verwaltungsfunktionen, die Unterstützung von Leitungswechseln, die Führung genauer Mitglieder- und Richtlinienaufzeichnungen sowie die Beratung und Anleitung regionaler Amtsträger.

Der Sekretär arbeitet auch eng mit Abteilungen zusammen, die einen missionarischen Schwerpunkt haben, darunter das Büro für Adventistische Mission, das Institut für Weltmission und das Büro für Archive, Statistik und Forschung.

Schatzmeister Paul Douglas
Paul Douglas ist als Schatzmeister der Generalkonferenz der Siebenten-Tags-Adventisten (GC) mit grosser Mehrheit wiedergewählt worden. Douglas wurde erstmals während der Frühjahrssitzung des Exekutivausschusses der Weltkirchenleitung 2021 in Silver Spring, Maryland, in dieses Amt gewählt, nachdem sein Amtsvorgänger Juan Prestol-Puesán in den Ruhestand getreten war.

Bevor er Schatzmeister der Weltkirchenleitung wurde, war Douglas dort der Direktor des Rechnungsprüfungsdienstes (Auditing Service), wo er umfangreiche Erfahrungen in der Finanzverwaltung und im Dienst der Kirche sammelte. 1986 wurde er stellvertretender Rechnungsprüfer der Weltkirchenleitung und nach weiteren Erfahrungen und Tätigkeiten wurde er 2006 Direktor des Rechnungsprüfungsdienstes.

Bereits als Jugendlicher in Jamaika erkannte Douglas seine Vorliebe für das Rechnungswesen und machte sich diese zu eigen. Zwar wollte er zunächst Medizin studieren, ein Pädagoge und Mentor empfahl Douglas jedoch, es mit Buchhaltung zu versuchen, und der unmittelbare Erfolg, den er damit hatte, öffnete ihm die Tür zu seiner bisherigen beruflichen Laufbahn.

Sieben Vizepräsidenten der Weltkirchenleitung
Die sieben vom Nominierungsausschuss vorgeschlagenen Personen für die Vizepräsidenten wurden „en Bloc“ mit grosser Mehrheit gewählt. Dabei handelt es sich um die drei bisherigen Vizepräsidenten Audrey Andersson, Thomas Lemon, Pierre Omeler und Artur Stele sowie um vier neue Personen: Saw Samuel, Leonard Johnson und Robert Osei Bonsu. Saw Samuel war zuletzt beigeordneter Sekretär der Generalkonferenz und zuvor Präsident der teilkontinentalen adventistischen Kirchenleitung in der Südliches Asien-Pazifik Region (Southern Asia Pacific Division). Leonard Johnson war zuletzt Exekutivsekretär der teilkontinentalen adventistischen Kirchenleitung in Mittel- und im nördlichen Südamerika (Inter-American Division) und zuvor Pastor auf den Bahamas. Robert Osei Bonsu war zuvor Präsident der teilkontinentalen adventistischen Kirchenleitung in West- und Zentralafrika (West-Central Africa Division).

Live-Übertragung und Video-Report
Weitere Informationen über die diesjährige Weltsynode der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gibt es unter https://www.gcsession.org/
darunter auch der Live-Stream unter https://www.gcsession.org/live/.

In deutscher Sprache wird ein täglicher Video-Report vor Ort erstellt. Er wird täglich um 19 Uhr (MESZ) auf dem YouTube-Kanal der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland veröffentlicht und enthält Eindrücke vom Tagungsort, Interviews mit Delegierten, Stimmen zur Atmosphäre und Berichte zu wichtigen Entscheidungen, die auf der Weltsynode getroffen wurden. YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/@adventistenDE.

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Verwaltungsgebäude der transkontinentalen Kirchenleitung für Mittel- und Südeuropa (Intereuropäischen Division) der Adventisten. Foto: Andreas Mazza / EUD

Weitere Führungskräfte der adventistischen Kirchenleitung in Mittel- und Südeuropa gewählt

St. Louis, Missouri/USA | 31.08.2025 | APD | International

Auf der 62. Generalkonferenz-Vollversammlung (Weltsynode) der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten wählten die Delegierten aus Mittel- und Südeuropa weitere Personen in leitende Funktionen ihrer transkontinentalen Kirchenleitung (Intereuropäische Division, Bern).

Ventsislav Panayotov wurde erneut zum Leiter der Abteilung Pastorendienste, der Abteilung Seelsorge sowie der Führungskräfteentwicklung gewählt. Pastor Panayotov ist Absolvent der Theologischen Hochschule Friedensau und seit 2010 Präsident der Bulgarischen Union. Zuvor war er dort als Leiter der Abteilung Jugend und Leiter des Bulgarischen Theologischen Seminars tätig.

Als Leiterin des Dienstes für Ehepartner von Geistlichen wurde Vartuhi Panayotova, ebenfalls aus Bulgarien, erneut in diese Position gewählt.

Als Leiter der Abteilungen für Sabbatschule (gemeint ist die Förderung des Bibelgesprächs als Teil des adventistischen Gottesdienstes) und Persönliche Seelsorge sowie für Adventistische Mission wurde erneut Florian Ristea gewählt. Pastor Ristea verfügt über langjährige Erfahrung in verschiedenen Bereichen der Evangelisation und arbeitet unter anderem für Hope TV Romania, die Bibelkorrespondenzschule und andere spezifische Programme und Projekte.

Für die Abteilung Kommunikation und die Abteilung für öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit wurde Paulo Sérgio Macedo wiedergewählt. Er hat einen Abschluss in Internationalen Beziehungen sowie einen Master in Strategischer Kommunikation und ist seit 2006 im Bereich Religionsfreiheit tätig.

Neuer Leiter der Jugendabteilung wird Jonatan Bosqued. Er war bislang für die Jugendarbeit der adventistischen Kirche in Spanien verantwortlich und wird Nachfolger von Jonatan Tejel, der als Studierendenseelsorger an die adventistische Hochschule Sagunto in Spanien wechseln wird. Jonatan Bosqued begann seinen Dienst am adventistischen Schulzentrum Sagunto als stellvertretender Leiter des Jungenwohnheims. Später wurde er nach Barcelona versetzt, wo er als Jugendpastor für die adventistischen Kirchengemeinden der Stadt sowie als Pastor für den adventistische Jugendverband Kataloniens tätig war. Danach wurde er nach Saragossa versetzt, wo er als Jugendpastor für die sieben adventistischen Kirchengemeinden der Stadt und als Koordinator der Jugendarbeit für die Region Aragón tätig war. Anschließend kehrte er an das Schulzentrum Sagunto zurück, wo er als Jugendpastor für die örtliche Kirchengemeinde, als Campus-Seelsorger und als Jugendkoordinator für die Region Nord-Levante tätig war. Seit 2017 ist er als Abteilungsleiter für Jugend- und Pfadfinderarbeit der adventistischen Kirchenleitung in Spanien tätig.

Marius Munteanu wurde erneut zum Leiter der Abteilung Bildung gewählt. Bevor er 2015 erstmalig zum Leiter für die Abteilung Bildung und für den adventistischen Seelsorgedienst gewählt wurde, war er von 2010 bis 2015 Präsident der adventistischen Theologischen Hochschule in Cernica (Rumänien) und von 2014 bis 2015 Präsident der adventistischen Kirche in Rumänien.

Dagmar Dorn bleibt weiterhin Leiterin der Abteilung Frauen. Bevor sie diese Position übernahm, war Dagmar von 2009 bis 2018 stellvertretende Leiterin der Geburtshilfe am Spital Bülach in der Schweiz.

Reto Mayer wurde erneut zum stellvertretenden Schatzmeister gewählt. Dieses Amt hat er seit 2010 inne. Zuvor war er von 1995 bis 2005 Schatzmeister der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Schweiz und von 2007 bis 2010 Präsident der „Fondation du Relais”.

Auf Vorschlag eines Delegierten wurde über die Liste en bloc abgestimmt und sie wurde einstimmig angenommen.

Für einige Abteilungen müssen noch Leitungen gewählt werden: Dienst für Menschen mit Behinderungen; Abteilungen für Familien und Kinder, für Gesundheit und für Verlagswesen. Es wird erwartet, dass für die offenen Positionen bei der Sitzung des Exekutivausschusses der Kirchenleitung Namen vorgeschlagen und zur Abstimmung gebracht werden.

Transkontinentale Kirchenleitung für Mittel- und Südeuropa (Intereuropäische Division - EUD)
Das Gebiet der transkontinentalen adventistischen Kirchenleitung in Mittel- und Südeuropa (Intereuropäische Division) umfasst 20 Länder (Andorra, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Gibraltar, Italien, Liechtenstein, Luxemburg, Malta, Monaco, Österreich, Portugal, Rumänien, San Marino, Slowakei, Spanien, Tschechien, Schweiz und Vatikanstadt) mit insgesamt rund 340 Millionen Einwohnern. Dort leben rund 184.000 Adventisten, die sich über 2.500 örtlichen Kirchengemeinden versammeln.

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Vorstand der EUD: Präsident Barna Magyarosi (li.), Exekutivsekretär Ruben de Abreu (Mitte), Schatzmeister Norbert Zens. Fotos: Nikolay Stoykov AME (CC BY 4.0) / Jethro Camille-AME (CC BY 4.0) / Brent Hardinge-AME (CC BY 4.

Vorstand der teilkontinentalen adventistischen Kirchenleitung für Mittel- und Südeuropa gewählt

St. Louis, Missouri/USA | 31.08.2025 | APD | International

Auf der 62. Weltsynode (Generalkonferenz-Vollversammlung) der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in St. Louis wurden Barna Magyarosi als Präsident und Rúben de Abreu als Exekutivsekretär neu gewählt. Norbert Zens wurde als Finanzvorstand (Schatzmeister) der teilkontinentalen Kirchenleitung für Mittel- und Südeuropa (Intereuropäischen Division/EUD) wiedergewählt.

Präsident Barna Magyarosi
Pastor Barna Magyarosi war seit 2015 im Amt des Exekutivsekretärs der Intereuropäischen Division tätig. Nun wurde er als Nachfolger von Mario Brito zum Präsidenten der EUD gewählt. Er war als Pastor in Rumänien tätig. 2001 wurde er zum Leiter der Sabbatschulabteilung der regionalen adventistischen Kirchenleitung in Süd-Transsylvanien (Rumänien) gewählt. Im Jahr 2003 wechselte er als Dozent zum Adventistischen Theologischen Seminar in Cernica (Rumänien). Im Jahr 2005 wurde er zum Dozenten für das Alte Testament ernannt und übernahm im gleichen Jahr die Leitung des Theologischen Seminars. 2010 wurde Magyarosi auf der adventistischen Generalkonferenz-Vollversammlung (Weltsynode) in Atlanta zum Leiter der Abteilung für Bildung und Familienarbeit der Intereuropäischen Division (EUD) gewählt. In dieser Funktion wurde er auch Vorsitzender des Biblischen Forschungskomitees der EUD. Barna Magyarosi ist mit Noémi-Laura verheiratet, zusammen haben sie eine Tochter, Blanka.

Exekutivsekretär Rúben de Abreu
Pastor Rúben de Abreu wurde 1965 in Porto, Portugal, geboren. Nach Abschluss seines Theologiestudiums am Adventistischen Theologischen Seminar in Collonges-sous-Salève, Frankreich, arbeitete er als Pastor mehrerer adventistischer Kirchengemeinden in Portugal, bevor er von 2000 bis 2007 als Leiter der Jugendabteilung der adventistischen Kirchenleitung in Portugal (Portugiesische Union) tätig war. Während dieser Zeit spielte er eine Schlüsselrolle beim Aufbau und der Stärkung der adventistischen Jugendarbeit in Portugal.

Im Jahr 2005 wurde er zum Interims-Exekutivsekretär der Portugiesischen Union ernannt und 2007 offiziell in dieses Amt gewählt, das er bis 2012 innehatte. 2013 wurde er zum Präsidenten der adventistischen Kirchenleitung in Frankreich und Belgien (Franko-Belgische Union) gewählt – ein Amt, in das er zweimal wiedergewählt wurde.

Pastor de Abreu hat sich stets stark in der Kirchenleitung und in der Ausbildung von Führungskräften engagiert, da er diese Bereiche als wesentlich für die Stärkung der Arbeit der Kirche ansieht. Er ist mit Véronique verheiratet und Vater von zwei Söhnen, Micael und Gabriel, die 35 und 30 Jahre alt sind.

Schatzmeister Norbert Zens
Norbert Zens ist seit der adventistischen Weltsynode 2010 in Atlanta als Schatzmeister der Intereuropäischen Division tätig. Zuvor war er neun Jahre lang Geschäftsführer der adventistischen Bildungsreinrichtung Seminar Schloss Bogenhofen in Österreich (Gymnasium und Theologisches Seminar). Im Jahr 2004 wurde er stellvertretender Direktor der adventistischen Buchprüfungsgesellschaft (General Conference Auditing Service / GCAS) für die die Region der Intereuropäischen Division (Länder Mittel- und Südeuropas). Er ist mit Christine verheiratet.

Mario Brito, der bisherige, seit 2015 amtierende Präsident der Intereuropäischen Division wird in den Ruhestand treten und verabschiedete sich mit Dankesworten von seinem bisherigen Team. Nach der Wahl wurde ein Interview mit ihm geführt, das hier online veröffentlicht wurde.

Live-Übertragung und Video-Report
Weitere Informationen über die diesjährige Weltsynode der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gibt es unter https://www.gcsession.org/
darunter auch der Live-Stream unter https://www.gcsession.org/live/.

In deutscher Sprache wird ein täglicher Video-Report vor Ort erstellt. Er wird täglich um 19 Uhr (MESZ) auf dem YouTube-Kanal der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland veröffentlicht und enthält Eindrücke vom Tagungsort, Interviews mit Delegierten, Stimmen zur Atmosphäre und Berichte zu wichtigen Entscheidungen, die auf der Weltsynode getroffen wurden. YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/@adventistenDE.

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Cara Spencer, Bürgermeisterin von St. Louis, bedankt sich für die Spende für den Wiederaufbau nach dem Tornado. © Foto: Eljsie Tjeransen-AME (CC BY 4.0)

Adventistische Kirche übergibt Scheck mit 100.000 US-Dollar für Katastrophenhilfe an Bürgermeisterin von St. Louis

St. Louis, Missouri/USA | 31.08.2025 | APD | International

Auf der 62. Generalkonferenz-Vollversammlung (Weltsynode) der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten wurde der Bürgermeisterin von St. Louis (Missouri, USA), Cara Spencer, ein Scheck über 100.000 US-Dollar für Katastrophenhilfe überreicht. Die Region war am 16. Mai von einem Tornado heimgesucht worden.

„Im Namen der Stadt St. Louis möchte ich die Weltsynode der Siebenten-Tags-Adventisten hier in St. Louis herzlich willkommen heissen. Wir hoffen, dass Sie bisher eine erfolgreiche Konferenz hatten und weiterhin eine produktive Zeit in St. Louis verbringen werden“, sagte Bürgermeisterin Spencer bei ihrer Begrüssung.

Im Rahmen der Initiative „Impact St. Louis“ hat die Kirche in St. Louis verschiedene Hilfsprojekte gestartet, darunter das Programm „Pathway to Health“, das kostenlose medizinische Untersuchungen und Behandlungen für die Bevölkerung umfasste, ferner die Reinigung von Parks sowie die Unterstützung lokaler Notunterkünfte.

„Der Dienst der adventistischen Kirche in den Städten spiegelt die Herausforderungen wider, die viele Städte auf der ganzen Welt kennen”, sagte Spencer. „Bürgermeister und Regierungen wissen, dass wir die gewaltige und komplexe Arbeit, die in den Städten von heute erforderlich ist, nicht allein bewältigen können. Dazu müssen wir alle zusammenarbeiten.“

Grosse Schäden durch Tornado
In ihrer zweiminütigen Rede ging die Bürgermeisterin auch auf den jüngsten Tornado ein, der Schäden in Höhe von 1,7 Milliarden US-Dollar verursachte, fünf Menschenleben forderte und mehr als 5.000 Gebäude beschädigte. „Es wird eine gemeinsame Anstrengung von Nachbarn, Kirchgemeinden, Unternehmen und vielen Menschen aus der ganzen Welt sein, den Wiederaufbau zu bewältigen. Wir wissen, dass Sie Teil dieser Bemühungen sind, und wir sind Ihnen dafür sehr dankbar“, sagte Spencer. Am Ende ihrer Rede kam GC-Schatzmeister Paul Douglas auf die Bühne, um die Übergabe des Schecks anzukündigen.

Scheckübergabe
Der Scheck wurde von Erton Köhler, dem neu gewählten Präsidenten der Generalkonferenz, sowie von Alexander Bryant, dem Präsidenten der teilkontinentalen adventistischen Kirchenleitung in Nordamerika (Nordamerikanische Division) und Gary Thurber, dem Leiter der lokalen adventistischen Gebietskörperschaft (Verbandes), zu deren Gebiet St. Louis gehört, auf die Bühne gebracht und überreicht.

Die Bürgermeisterin antwortete mit einer kurzen Danksagung. „Dies ist nicht nur ein Zeichen Ihrer Wertschätzung. Es ist eine echte Investition in die Zukunft unserer Stadt. Das bedeutet unserer Stadt sehr viel. Wir sind dankbar, dass Sie hier sind, und wir sind wirklich dankbar für diese Investition in unsere Zukunft. Vielen Dank“, sagte sie.

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Einladungsposter Gemeindefernstudium Friedensau Plakat: © Theologische Hochschule Friedensau

Theologische Hochschule Friedensau bietet „Gemeinde Fernstudium“ für interessierte Laien an

Friedensau/Deutschland | 31.08.2025 | APD | International

Mit dem Studienbeginn im Oktober 2025 startet an der Theologischen Hochschule in Friedensau bei Magdeburg gleichzeitig ein neuer Kurs des „Gemeinde Fernstudiums“.

Es handle sich dabei um ein Bildungsangebot der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland zur theologischen Qualifizierung von ehrenamtlich tätigen Mitgliedern. Vorkenntnisse seien nicht erforderlich, teilte Andrea Cramer, Pressereferentin der Hochschule, mit.

Das dreijährige Fernstudium will zur Mitarbeit im Predigtdienst, zum missionarischen Gemeindeaufbau und zu Leitungsaufgaben befähigen. Neben der Vermittlung theologischer Grundkenntnisse und der Anwendung des Erlernten in praktischen Übungen werde im Fernstudium besonderer Wert auf Kursgemeinschaft, gemeinsame Andachten und die Verarbeitung des Gelernten in Gespräch und Diskussion gelegt. Dadurch soll eine grosse Praxisnähe erreicht werden. Das Studium fördere ausserdem ein besseres Verständnis des eigenen Glaubens, die Befähigung zu qualifizierter Mitarbeit in der örtlichen Kirchgemeinde sowie eine Vertiefung des theologischen Grundlagenwissens. Der Kurs beginnt im Oktober 2025 und endet im Juni 2028.

Zum Abschluss des Studiums erhalte jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer ein Zertifikat, das im Rahmen eines Abschlusswochenendes überreicht werde. Das Zertifikat bestätige die erfolgreiche Teilnahme. Es handele sich laut Cramer nicht um einen Hochschulabschluss, sondern eine kircheninterne Anerkennung der Qualifikation.

Das „Gemeinde Fernstudium“ sei bereits vor mehr als 40 Jahren eingeführt worden. Damals hieß es „Diener am Wort“ und stelle seither ein erfolgreiches Projekt zur Stärkung der örtlichen Adventgemeinden dar. Weitere Informationen, wie Inhalte und Konsultationstermine sowie die Anmeldung sind zu finden bei https://www.thh-friedensau.de/uebersicht-der-studiengaenge/weiterbildung/gemeindefernstudium-2/.

Theologische Hochschule Friedensau
Die Theologische Hochschule Friedensau ist eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. In den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie können dort zehn Bachelor- (B.A.) und Master- (M.A.) Studiengänge, zum Teil berufsbegleitend, online oder in Teilzeit, belegt werden Informationen: www.thh-friedensau.de

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Studierende und Lehrende der Babcock University und der Theologischen Hochschule Friedensau. Foto: © Daniel Offei / ThHF

Adventistische Studierende aus Nigeria besuchten Theologische Hochschule in Deutschland

Friedensau/Deutschland | 31.08.2025 | APD | International

Vom 11. bis 19. Juni empfing die Theologische Hochschule Friedensau (ThHF) eine Gruppe von zehn Studierenden und zwei Lehrenden aus Nigeria. Sie kamen vom Fachbereich Soziale Arbeit der adventistischen Babcock-Universität.

Laut Andrea Cramer, Pressereferentin der ThHF, war der Besuch Teil der Kooperation zwischen beiden Hochschulen. Bereits im März 2025 hatten zwei Lehrende der Friedensauer Hochschule, Dr. Annette Witherspoon (Studiengangsleiterin B.A. International Social Work) und Professor Dr. Thomas Spiegler (Dekan Fachbereich Christliches Sozialwesen) die Babcock University besucht, um den Kontakt zu vertiefen und Details für eine weitere Zusammenarbeit vorzubereiten.

Während ihres Aufenthalts besuchten die nigerianischen Studierenden mehrere Einrichtungen im Landkreis, in denen sie Arbeitsfelder Sozialer Arbeit in Deutschland kennenlernten. Sie nahmen an Vorlesungen auf dem Campus teil und wurden von den Studierenden vor Ort ins studentische Leben mit hineingenommen, von Sport über den Studententreff bis zum internationalen Gottesdienst. Ein Tagesausflug nach Berlin erlaubte es, die Geschichte und die Sehenswürdigkeiten der Stadt kennenzulernen. Ein weiterer Ausflug führte in die Landeshauptstadt Magdeburg. Die Kolleginnen von der Babcock University hielten auf dem Campus eine öffentliche Vorlesung, die zu regem Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden beider Hochschulen führte.

Der akademische und kulturelle Austausch mit Partnerinstitutionen weltweit sei Teil der internationalen Vernetzung der Hochschule, die insbesondere im Zusammenhang mit dem neuen Friedensauer Bachelorstudiengang International Social Work weiter ausgebaut werde, so Andrea Cramer.

Theologische Hochschule Friedensau
Die Theologische Hochschule Friedensau ist eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. In den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie können dort zehn Bachelor- (B.A.) und Master- (M.A.) Studiengänge, zum Teil berufsbegleitend, online oder in Teilzeit, belegt werden Informationen: www.thh-friedensau.de

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Cover des Bibelstudienhefts zum Buch Exodus. © Covergestaltung: Advent-Verlag, Lüneburg / Büro Friedland, Hamburg

Adventisten studieren im dritten Viertel des Jahres das Buch Exodus

Zürich/Schweiz | 31.08.2025 | APD | Bibel

Im Bibelgespräch („Sabbatschule“), dem ersten Teil des adventistischen Gottesdienstes, wird weltweit jeweils über dasselbe biblische Thema in Gruppen diskutiert. Im dritten Vierteljahr 2025 beschäftigen sich die Adventisten mit dem Buch Exodus.

Die Gesprächsteilnehmenden können sich während der Woche mithilfe des entsprechenden Wochenabschnitts im Bibelstudienheft auf die Gespräche im Gottesdienst vorbereiten. Im dritten Viertel 2025 geht es um das Thema «Exodus», also das zweite Buch Mose.

Ein Gott der befreit, barmherzig und gnädig ist
Der Gott, der sich im 2. Buch Mose offenbare, «ist ein Gott, der sein Volk in die Freiheit führt», heisst es in der Einführung des im Bibelstudienhefts. «Das Buch Exodus ist sozusagen ‘das Evangelium nach Mose’». Obwohl Mose darin eine zentrale Rolle spiele, gehe es in diesem Buch letztlich nicht um ihn, sondern um Gott – «den Gott der Barmherzigkeit und Gnade, der Liebe und Vergebung, der Rettung und Freiheit».

Der Gott, der zu Mose aus dem Dornbusch gesprochen habe, habe sich mit seinem Namen als der zu erkennen gegeben, der für sein Volk «da ist» oder «sich erweisen wird», so die Einführung. In der Rettung der wehrlosen Flüchtlinge habe er sich seinem Volk durch diese Tat als der helfend «Daseiende» bewiesen.

Themen und Titel einiger Wochenbetrachtungen
Einige Titel der Wochenthemen: «Gott lässt sich nicht beirren»; «Passah - Fest der Freiheit»; «Rettung am Schilfmeer»; «Überleben in der Wüste»; «Bundesschluss am Sinai»; «Nach Gottes Gesetz leben»; «Der Bund und der Bauplan»; «Vom Versagen zum «Vielleicht»»; «Lass mich deine Herrlichkeit sehen!»; «Das Heiligtum in der Wüste».

«Die Bibel - Das Leben» - Bibelgespräch zum Wochenthema bei HopeTV
Der adventistische Fernsehsender HopeTV strahlt jede Woche ein Bibelgespräch zum Wochenthema des Bibelstudienhefts aus:
https://hopetv.de/sendungen/die-bibel-das-leben

Bibelstudienhefte als Grossdruck sowie in diversen Ausgaben und Sprachen
Die «Standardausgabe» ist die ungekürzte, inhaltlich unveränderte Wiedergabe der von der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) herausgegebenen amerikanischen «Standard Edition». Davon gibt es eine Fassung für Gesprächsteilnehmende sowie ein etwas ausführlicheres Heft mit zusätzlichem Inhalt für Gesprächsleiter und Gesprächsleiterinnen.

Auf deutschensprachige Länder adaptiertes Bibelstudienheft
Die Adventisten in Deutschland geben ein Studienheft zur Bibel heraus, das die gleichen Themen wie die Standardausgabe behandelt, das aber für den deutschsprachigen Raum in Europa und dessen kulturelle Prägung adaptiert wird.
Shortlink zum Bestellen dieser Ausgabe des Bibelstudienhefts beim Advent-Verlag Schweiz: https://tinyurl.com/3jdb4fef

«ImWort»
Für jene, die einen kreativeren und eher auf einen wöchentlichen Schwerpunkttext fokussierten Ansatz des Bibelstudiums bevorzugen, gibt es die Studienanleitung „ImWort“. Die Themen entsprechen der Thematik der anderen Bibelstudienhefte.
Shortlink zum Bestellen dieser Ausgabe des Bibelstudienhefts beim Advent-Verlag Schweiz: https://tinyurl.com/d75c953u

Die verschiedenen Bibelstudienhefte auf Deutsch sowie auf Englisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch und Spanisch können beim Advent-Verlag Schweiz bestellt werden:
https://shop.advent-verlag.ch/studienhefte-zur-bibel/erwachsene/

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Li: Pastor Pavel Shreider mit Ehefrau Nelya; re: Pavel Shreider vor dem Bezirksgericht in Bischkek/Kirgisistan. © Fotos: Vera Shreider / Forum 18

Pastor der Reformadventisten in Kirgistan zu drei Jahren Haft verurteilt

Oslo/Norwegen | 31.08.2025 | APD | Religionsfreiheit

Das Bezirksgericht Birinchi May (Pervomaisky) in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek hat Pavel Shreider, Pastor der Wahren und Freien Reformadventisten, am 10. Juli zu drei Jahren Haft verurteilt.

Er wurde wegen „Aufstachelung zu rassistischer, ethnischer, nationaler, religiöser oder regionaler Feindseligkeit“, die von einer Gruppe von Personen begangen wurde, schuldig gesprochen.

Wie die norwegische Menschenrechtsorganisation „Forum 18“ in Oslo mitteilte, ordnete der Richter die Abschiebung des 65-Jährigen nach Haftverbüssung an. Shreider ist russischer Staatsbürger. Der Pastor wies alle Anklagepunkte zurück und bereite die Berufung gegen das Urteil vor, sagte sein Anwalt. „Es wurden keine Beweise für die Anstiftung zur Feindseligkeit vorgelegt und im Prozess auch nicht bewiesen“, sagte einer der Anwesenden gegenüber „Forum 18“. „Eine einzige CD, wie der Richter bei der Urteilsverkündung verlas, diente als Beweis für die Schuld an dem Verbrechen. Doch bei der Einsichtnahme im Gerichtssaal war sie leer. Der Richter führte keine weiteren Beweise für die Schuld an. Dennoch wurde das Urteil verkündet.“ In der Anklageschrift gebe es laut seinem Anwalt keinen einzigen Hinweis auf die Personen, mit denen Shreider die genannten Verbrechen verübt haben soll, und auch keine konkreten Namen. Auch gebe es keine konkreten Beweise für illegale Handlungen, die er angeblich in den Medien, im Internet, öffentlich oder anderweitig begangen habe.

Die Geheimpolizei des Nationalen Sicherheitskomitees (NSC) verhaftete Pastor Shreider im November 2024 in Bischkek. Beamte durchsuchten seine Wohnung und die von etwa zehn weiteren Kirchenmitgliedern. Sie beschlagnahmten Bücher, darunter Bibeln, sowie Bargeld und Mobiltelefone. Die Geheimpolizei des NSC habe inzwischen die meisten der 2.196 Bücher zurückgegeben, die sie bei den Razzien im November 2024 beschlagnahmt hatte. „Etwa 20 Prozent befinden sich noch beim NSC und wurden nicht zurückgegeben“, sagte eine Person gegenüber Forum 18“.

Am 19. März 2025 erklärte das Bezirksgericht in Alamüdün in einem von der Geheimpolizei des NSC eröffneten und von der regionalen Staatsanwaltschaft in Tschüj vor Gericht gebrachten Zivilverfahren die Wahren und Freien Siebenten-Tags-Reformadventisten zu einer „extremistischen“ religiösen Organisation und verbot ihre Aktivitäten im ganzen Land. Die Gemeinde hat gegen das Verbot beim Obersten Gerichtshof Berufung eingelegt, ein Termin für die Anhörung wurde jedoch noch nicht festgelegt, so „Forum 18“.

„Pavel Shreider wird im Untersuchungsgefängnis bleiben, bis zumindest die Berufung verhandelt ist“, sagte einer der Prozessbeteiligten gegenüber „Forum 18“. „Wir können ihn besuchen. Seine Bedingungen dort sind in Ordnung. Er kann seine eigenen Bücher lesen, die wir ihm mitgebracht haben, einschliesslich der Bibel.“ Weitere Informationen bei www.forum18.org

Reformadventisten
Am 28. Juli 1914 brach in Europa ein Krieg aus, der alle bisherigen Dimensionen in den Schatten stellte. Viele Adventisten sahen in diesem „Grossen Krieg“ ein Zeichen des Weltendes. Während bis dahin nicht wenige Adventisten den Dienst beim Militär am Sabbat verweigert und dafür teilweise drastische Strafen in Kauf genommen hatten, wurde jetzt von manchen die Meinung vertreten, zur Vorbereitung auf die unmittelbar bevorstehende Wiederkunft Jesu gehöre es, nicht nur den Dienst am Sabbat (Samstag) zu verweigern, sondern auch den Gebrauch der Waffe beim Militär abzulehnen, so Holger Teubert, früherer Leiter der Zentralstelle für Weltanschauungsfragen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland.

Doch aus Sorge um ein staatliches Verbot der Freikirche sandte die deutsche Leitung der Siebenten-Tags-Adventisten am 2. August 1914 – kurz nach der allgemeinen Mobilmachung – ein Rundschreiben an ihre Gemeinden in Deutschland, in dem sie empfahl: „Soweit wir im Heer stehen oder ins Heer eintreten müssen, [sollten wir] unsere militärischen Pflichten freudig und von Herzen erfüllen […] Aus Josua 6 ersehen wir, dass die Kinder Gottes von den Kriegswaffen Gebrauch gemacht und auch am Sabbat den Kriegsdienst versehen haben.“

Dieses Schreiben und weitere Veröffentlichungen riefen in den Gemeinden einen vielschichtigen Protest hervor, der zu Spannungen und zu Spaltung führte. Daraus entwickelte sich ab 1915 eine eigene Konfession, die sich als „Reformationsbewegung“ bezeichnete und der Muttergemeinde „babylonischen Abfall“ vom wahren Adventglauben vorwarf.

Obwohl das Rundschreiben vom 2. August 1914 von der adventistischen Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) mit Sitz in den USA kritisiert und mit ähnlichen Verlautbarungen von der deutschen Leitung bereits 1920 und nochmals 1923 mit „Bedauern“ als „fehlerhaft“ zurückgezogen wurde, kam es nicht zu einer Versöhnung. So blieb bis heute die weltweite Spaltung, trotz eines Schuldbekenntnisses der Freikirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland aus dem Jahr 2014, bestehen, bedauert Teubert.

Die Reformationsbewegung erlebte 1951 ebenfalls eine weltweite Spaltung. Laut Teubert gibt es seitdem die „Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten Reformationsbewegung“ (STAR) mit ihrer Generalkonferenz in Roanoke, Virginia/USA. Zu ihr gehören rund 45.000 Mitglieder in über 130 Ländern. Die „Internationale Missionsgesellschaft der Siebenten-Tags-Adventisten Reformationsbewegung“ (IMG) hat ihre Weltkirchenleitung in Cedartown, Georgia/USA. Sie umfasst nach eigenen Angaben rund 38.000 Mitglieder in 142 Ländern. In Deutschland hat die STAR etwa 200 Mitglieder in sechs örtlichen Kirchengemeinden und die IMG circa 350 Mitglieder in 16 Gemeinden. In der Schweiz unterhalten beide Reformgruppen keine Gemeinden. In Österreich gehören zu jeder Gruppe drei Gemeinden mit insgesamt 60 Mitgliedern. Sowohl die STAR wie auch die IMG betrachte sich jeweils als die einzige wahre und legitime Reformationsbewegung unter den Adventisten.

Zum Vergleich: Zur Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gehören in Deutschland 34.500 Mitglieder mit 537 Kirchengemeinden. Weltweit zählt die Freikirche 23,6 Millionen Mitglieder in 212 Ländern und Regionen.

Die Wahren und Freien Siebenten-Tags-Reformadventisten
Während des Ersten Weltkriegs seien in Russland etwa 500 Adventisten zur Armee einberufen worden. Die meisten wären Nichtkämpfer gewesen. Etwa 70 von ihnen seien wegen ihrer Weigerung, eine Waffe in die Hand zu nehmen, ins Gefängnis oder in Arbeitslager geschickt worden. Trotzdem hätten auch in der Sowjetunion die Reformadventisten in den 1920er-Jahren Mitglieder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten abwerben können, so Teubert. Als sich die Reformadventisten 1951 weltweit spalteten, gab es auch in der UdSSR zwei Gruppen von ihnen.

Laut Dr. Daniel Heinz, dem ehemaligen Leiter des Historischen Archivs der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa in Friedensau bei Magdeburg, entstand in der Sowjetunion eine weitere Gruppe von Reformadventisten. Sie wurde geprägt von Wladimir Adrejewitsch Shelkov, geboren 1895 in Bolshaya Viska in der Südukraine. Er war Baptist, schloss sich aber 1923 der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten an, die ihn 1927 zum Pastor ordinierte. Als die adventistische Kirchenleitung in Moskau anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Freikirche in Russland ihre Loyalität zur Sowjetregierung schriftlich bekanntgab, betrachtete Shelkov dies als Verrat am Evangelium. Er gründete 1929 unter dem Einfluss der Reformadventisten zusammen mit P. Mazhura eine eigene adventistische Splittergruppe, die jegliche Zusammenarbeit mit der Regierung, wie Registrierung und Waffendienst, strikt ablehnte. Shelkov wurde stellvertretender Leiter der Gruppe und nach dem Tod von Mazhura 1954 in einem Arbeitslager Vorsteher der Wahren und Freien Reformadventisten. Diese Gruppe grenzte sich nicht nur von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ab, sondern auch von den in Deutschland im Ersten Weltkrieg entstandenen Reformadventisten.

Die Jahre 1931–1934 verbrachte Shelkov als Lagerhäftling in Berezovo im nördlichen Ural. Von 1934–1945 lebte er als Prediger im Untergrund und wechselte häufig seinen Wohnort. Im Mai 1945 wurde er in Pyatigorsk verhaftet und von einem Militärtribunal wegen „antisowjetischer Agitation“ zum Tod durch Erschiessen verurteilt. Das Urteil wurde nach 55 Tagen Haft in der Todeszelle in eine zehnjährige Arbeitslagerhaft in Spassk bei Karaganda umgewandelt. Nach seiner Entlassung lebte er in Dzhambul, wo er 1957 erneut festgenommen wurde. Weitere zehn Jahre in Arbeitslagern folgten. In Potma (Ural) traf Shelkov erstmal mit bekannten Menschenrechtsaktivisten wie Alexander Ginzburg zusammen. Die Begegnung mit dem politischen Dissidententum prägte seine weitere Arbeit, die nach seiner Haftentlassung zur Gründung einer der grössten Untergrundpressen „Vernyi Svidetel“ (Der wahre Zeuge) des Landes führte. Laut Daniel Heinz befasste sich Shelkov in der von ihm herausgegebenen Literatur nicht nur mit theologischen Fragen, sondern auch mit Themen über das Verhältnis von Kirche und Staat, Religions- und Gewissensfreiheit, Menschenrechte usw. Seine Literatur unterstütze den religiös motivierten Flügel der sowjetischen Menschenrechtsbewegung und wurde im Westen durch englische Übersetzungen bekannt. Im Kommunismus sah Shelkov die Macht des biblischen Antichristen.

1978 wurde er in Taschkent verhaftet. In einem spektakulären Prozess verurteilte ihn das Gericht zu fünf Jahren Freiheitsentzug in einem Arbeitslager. Zu dem Prozess war auch der Menschenrechtler Andrei Sakharov zu seiner Verteidigung angereist, wurde aber vom Gericht nicht zugelassen. Das Urteil kam für den 83-Jährigen einem Todesurteil gleich. Sheldov starb 1980 unter den unmenschlichen Bedingungen seiner Haft in Tabaga bei Jakutsk in Nordostsibirien. Shelkov hatte insgesamt 25 Jahre seines Lebens in Gefängnissen zugebracht. Sakharov zählte ihn zu den „grössten christlichen Humanisten unseres Jahrhunderts“. Shelkov leistete einen beachtlichen Beitrag im Kampf um die Etablierung der Menschenrechte in der Sowjetunion, so Daniel Heinz.

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Flagge von Belarus. © Bild: Michael Christen / Pixabay

Belarus: Politisch Gefangenen wird der Gottesdienstbesuch in der Regel verweigert

Oslo/Norwegen | 31.08.2025 | APD | Religionsfreiheit

Vier der 14 politischen Gefangenen, die am 21. Juni 2025 unerwartet freigelassen und nach Litauen abgeschoben wurden, haben seit ihrer Entlassung über die Einschränkung der Religions- bzw. Glaubensfreiheit für Gefangene berichtet.

„In der Regel wird es politischen Gefangenen niemals erlaubt, Gottesdienste zu besuchen“, erklärte Natalia Dulina gegenüber Form 18, norwegische Menschenrechtsorganisation. Ihar Karnei stellte fest, dass lediglich orthodoxe Gefängniskapellen existieren und die Beamten Anträge auf Gottesdienstbesuch genehmigen oder ablehnen können. „Gott ruft dich vielleicht in die Kirche, aber die Beamten entscheiden“, erklärte er gegenüber Forum 18.

Kein Gottesdienstbesuch für Gefangene, die nicht der orthodoxen Kirche angehören
Für Gefangene, die nicht der orthodoxen Kirche angehören, gibt es keine Möglichkeit zum Gottesdienstbesuch. Natalia Dulina erinnerte sich an eine katholische Mitgefangene, die einen Antrag auf Besuch der orthodoxen Kapelle im Arbeitslager Nr. 4 für Frauen in Gomel stellte. Der Antrag wurde abgelehnt. Beamte im Arbeitslager Schklou sagten einem katholischen politischen Gefangenen, sie würden ihm erlauben, den orthodoxen Gottesdienst zu besuchen, wenn er zum orthodoxen Glauben konvertiere.

Ihar Karnei berichtete, dass nicht nur politischen Gefangenen der Besuch des orthodoxen Gottesdienstes verwehrt werde, sondern auch Gefangenen, die dreimal wegen Verstössen gegen das Gefängnisregime bestraft wurden.

Gefängnisleitung befürchtet konspirative Treffen nach dem Gottesdienst
Anfang 2023 war es für politische Gefangene noch möglich, den orthodoxen Gottesdienst im Arbeitslager Nr. 17 in Schklou zu besuchen. Danach war es unmöglich, da die Gefängnisleitung befürchtete, die politischen Gefangenen würden nach dem Gottesdienst zusammenkommen und miteinander sprechen. Auch der Zugang zu Sportanlagen ist politischen Gefangenen seither verwehrt.

Zugang zu religiöser Literatur eingeschränkt
Die Gefängnisverwaltung schränkt auch den Zugang zu religiöser Literatur ein, insbesondere für politische Gefangene. In den Gefängnisbibliotheken gibt es zum Thema Religion fast ausschliesslich orthodoxe Literatur.

Besuch durch Kleriker nicht-orthodoxer Glaubensrichtungen abgelehnt
Anträge auf Besuch durch Kleriker nicht-orthodoxer Glaubensrichtungen werden generell abgelehnt. Im Gefängnis Nr. 4 in Mahiljou durften politische Gefangene generell mit dem orthodoxen Priester zusammentreffen, der das Gefängnis besuchte. Mehrer politische Gefangene ersuchten um einen Besuch eines katholischen Priesters. Ihnen wurde gesagt, sie sollten zum orthodoxen Priester gehen, berichtet ein ehemaliger Gefangener. Dem politischen Gefangenen Sergei Tichanowski, einem orthodoxen Christen, wurde während seiner mehr als fünfjährigen Haftzeit nicht gestattet, zu beichten oder die Kommunion zu empfangen. Dies berichtete er nach seiner Entlassung bei einer Pressekonferenz in Vilnius.

Die Verweigerung des Gottesdienstbesuchs und des Besuchs durch Kleriker sowie das Vorenthalten religiöser Literatur stellen eine Verletzung der Mindestgrundsätze der Vereinten Nationen für die Behandlung der Gefangenen (Mandela-Regeln) dar.

Quelle: Forum 18, Oslo (Bericht vom 11. Juli 2025)
Deutsche Fassung: Arbeitskreis Religionsfreiheit der EAÖ / APD

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Die Kaltlufthalle an der Marienschule Euskirchen bietet Raum für verschiedene Sportarten. © Foto: Andreas Lerg/ADRA Deutschland e.V.

Vier Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal noch immer Hilfe nötig

Weiterstadt/Deutschland | 31.08.2025 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Vier Jahre nach der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal in Deutschland bleibt der Bedarf an Unterstützung gross, teilt die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland mit.

Ein Extremwetterereignis mit bis zu 150 Litern Regen pro Quadratmeter, das kaum 24 Stunden andauerte, wirkt bis heute nach, so das Hilfswerk in einer Pressemitteilung. Vier Jahre nach der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal und den angrenzenden Regionen engagiere sich ADRA Deutschland weiterhin für den nachhaltigen Wiederaufbau in den betroffenen Gebieten und die Stärkung der zivilgesellschaftlichen Strukturen vor Ort.

Trotz beachtlicher Fortschritte bleibe der Unterstützungsbedarf unverändert hoch. Viele gemeinnützige Träger kämpften noch immer mit den langfristigen Folgen der massiven Flutkatastrophe des Jahres 2021 und stünden vor komplexen Herausforderungen. Dank der Verlängerung des Projektes „Hochwasserhilfe – Zivilgesellschaftliche Initiativen als First Responder“ bis Ende 2027 und einer Aufstockung der Fördermittel konnten zahlreiche neue Projekte gestartet, neue Partnerschaften geschlossen und bestehende Kooperationen weiter ausgebaut werden.

Aktuelle Projektpartner und ihre Arbeit
Folgende Beispiele zeigten, wie vielfältig die von ADRA unterstützten Projekte im Ahrtal und den angrenzenden Regionen sind und welchen Beitrag sie zum nachhaltigen Wiederaufbau sowie zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts leisten.

Haus der offenen Tür Sinzig (Bistum Trier)
Das Jugendhaus bietet jungen Menschen und Familien im Ahrtal ein geschütztes Umfeld und Unterstützung in schwierigen Lebenslagen. Das Beteiligungsprojekt „Aufwind – Deine Chance Ahrtal“ ermögliche es Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, sich aktiv am Wiederaufbau zu beteiligen und ihre Ideen einzubringen. Die Fortführung des Projekts werde 2025 durch ADRA gesichert.

Stiftung Ahrtal – stAHRk vereint gGmbH
Die Stiftung entstand aus einer lokalen Spendeninitiative und setzt sich für den Wiederaufbau und die Unterstützung Betroffener ein. Mit Hilfe von ADRA konnte die Stiftung unter anderem einen Elektrogabelstapler anschaffen und verschiedene Kosten decken. 2025 liege der Fokus auf nachhaltigen Wiederaufbauprojekten und der gezielten Unterstützung lokaler Initiativen.

DLRG Ortsgruppe Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V.
Die Wasserrettungsgruppe der DLRG werde mit einem neuen Strömungsrettungsanhänger ausgestattet. Damit könne die Einsatzgruppe ihre wichtige Arbeit im Katastrophenschutz und bei Rettungseinsätzen künftig noch effektiver leisten. Bei der Strömungsrettung werden Personen und Sachwerte aus stark fliessenden Gewässern gerettet. Dabei kämen spezielle Techniken und Ausrüstung zum Einsatz, um den Gefahren der Strömung zu begegnen. Ein Folgeprojekt sehe die Anschaffung eines Einsatzleitwagens vor, welcher der Führung bei grösseren Einsätzen und Schadenslagen dient.

Marienschule Euskirchen
Nach schwerer Flutschädigung der Schulsportanlage wurde mit Unterstützung unter anderem von ADRA, Maltesern und Johannitern eine moderne Kaltlufthalle errichtet. Sie verbessere die Sportmöglichkeiten für rund 1.000 Schülerinnen und Schülern und stehe auch benachbarten Sportvereinen kostenfrei zur Verfügung. Die Halle konnte im Sommer 2024 ihrer Bestimmung übergeben werden.

Kinderschutzbund Kreisverband Ahrweiler e.V.
Das Familienpatenprogramm wurde nach der Flut um die Komponente „Flutpaten“ erweitert. Über 30 Ehrenamtliche begleiten betroffene Familien individuell und helfen, deren Alltag zu stabilisieren. Eine hauptamtliche, projektverantwortliche Pädagogin betreue und unterstütze die Ehrenamtlichen bei dieser Arbeit, vermittele Fachwissen und stehe ihnen beratend zur Seite. Zudem kümmere sie sich um administrative Aufgaben. Die Besetzung dieser Stelle werde 2025 von ADRA unterstützt.

Schulstiftung Calvarienberg-Ahrweiler
Die Stiftung betreibt ein Gymnasium und eine Realschule in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Das aktuelle Projekt ermögliche die Sanierung des Lehrschwimmbeckens, das für den Schwimmsportunterricht und den regionalen Schwimmbetrieb nach der Flut eine zentrale Rolle spiele.

Wassersportverein Sinzig e.V.
Mit dem Projekt „WassAHR positiv erfahren“ möchte der Verein Kindern und Jugendlichen die Angst vor dem Wasser nehmen und ihnen Freude am Wassersport zurückgeben. Stand Up-Paddeling- und Kajakangebote förderten Inklusion und stärkten das Selbstvertrauen der Teilnehmenden.

DLRG-Ortsgruppe Remagen e.V.
Die DLRG Remagen engagiert sich seit Jahrzehnten in der Wasserrettung und Schwimmausbildung. Mit der Förderung durch ADRA könne ein Mannschaftstransportwagen angeschafft werden, um die Einsatzfähigkeit der Wasserrettungsgruppe weiter auszubauen. Das sei gerade auch in Katastrophenfällen wie Hochwasserlagen wichtig.

Förderverein „St. Florian“ Schuld e.V.
Der Verein unterstützt die Freiwillige Feuerwehr Schuld bei der Anschaffung moderner Ausrüstung. Nach den Erfahrungen der Flut wurde ein geländegängiges Erkundungsfahrzeug um ein Rettungsmodul erweitert – finanziert durch ADRA.

THW-Helfervereinigung Sinzig e.V. und THW Ortsverband Bad Bergzabern
Die beiden Ortsverbände des Technischen Hilfswerkes erhalten durch ADRA Unterstützung für die Ersatzbeschaffung von Mannschaftstransportwagen, die während der Flut beschädigt wurden. Damit werde die Einsatzbereitschaft im Katastrophenfall nachhaltig gestärkt.

Gemeinsam für eine zukunftsfähige Region
Die Zusammenarbeit mit diesen und weiteren Partnern zeige: Der Wiederaufbau ist ein Marathon, kein Sprint. ADRA Deutschland e.V. stehe den Menschen im Ahrtal und in den betroffenen Regionen weiterhin zur Seite.

Dank der Spenden könne ADRA im Ahrtal und den von der Flut betroffenen Regionen aber auch nach der Flut in Süddeutschland Ende Mai 2024 weiter Aufbauhilfe leisten.

ADRA Deutschland e.V.
ADRA Deutschland e.V. mit Sitz in Weiterstadt bei Darmstadt wurde 1987 gegründet, hat 61 Angestellte und steht der protstantischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten nahe. Es ist Teil des weltweiten ADRA-Netzwerks, das 1956 gegründet wurde, aus 108 eigenständigen nationalen Büros besteht und weltweit Projekte der Entwicklungszusammenarbeit sowie der humanitären Hilfe in Katastrophenfällen durchführt. ADRA steht für Adventist Development and Relief Agency. ADRA Deutschland ist unter anderem Gründungsmitglied des Verbands Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO), der „Aktion Deutschland Hilft“ und „Gemeinsam für Afrika“. Informationen: www.adra.de.

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Logos: Adventist World und Adventist Review. © Logos: SDA World Church

„Adventist World“, Publikation mit 1,5 Mio. Auflage, fusioniert mit „Adventist Review“

Silver Spring, Maryland/USA | 31.08.2025 | APD | Medien

Um Ressourcen zu bündeln, fusionierte die weltweit monatlich erscheinende mehrsprachige Publikation „Adventist World“ im Juli mit „Adventist Review“, dem Flaggschiff der Zeitschriften der adventistischen Weltkirchenleitung in Silver Spring, MD/USA.

„Adventist World“ war eine offizielle Publikation des Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Silver Spring, MD. Das Magazin hätte im September 2025 das 20jährige Bestehen feiern können. Die Reichweite der Publikation wurde im Laufe der Jahre auf 13 Sprachen im Internet erhöht und auf sieben Sprachen im Druck. Eine Gruppe von rund 20 Übersetzern und Übersetzerinnen setzte sich weltweit über die Jahre dafür ein, dass das Magazin allen Mitgliedern auf der ganzen Welt zugänglich gemacht werden konnte. Es gab auch eine vierteljährlich erscheinende Publikation namens „Adventist World Digest“ für diejenigen, die sich den Druck der gesamten Monatszeitschrift nicht leisten konnten.

Die Publikation wurde zu dem, was Jan Paulson, Weltkirchenleiter der Adventisten, im Gründungsjahr sich wünschte, ein verbindendes Instrument, das von Mitgliedern in aller Welt anerkannt wird.

„Adventist World war ein bewusster Schritt der globalen adventistischen Kirche, um über ihre US-amerikanischen Wurzeln hinauszugehen und die Kirche in Afrika, Mittel- und Südamerika, Asien, Europa und dem pazifischen Raum einzubeziehen“, sagte Mitherausgeber der Zeitschriften Adventist Review und Adventist World.

Die Fusionierung von "Adventist World" mit "Adventist Review", wurde hauptsächlich durchgeführt, um die Ressourcen zu bündeln und die Kommunikation innerhalb der Adventgemeinde zu stärken. Ziel war es, eine einheitlichere und effektivere Plattform zu schaffen, um die Botschaft, Nachrichten und Themen, die für die Mitglieder und die breitere Öffentlichkeit relevant sind, besser zu verbreiten. Während das Adventist Review bisher weitgehend auf Nordamerika beschränkt war, wird es nun auf demselben Weg, den Adventist World eingeschlagen hat, der ganzen Welt dienen. Eine Vorgängerpublikation von Adventist Review wurde 1849 gegründet.

Website von Adventist World, auf der alle Ausgaben (auf Englisch) zugänglich sind: https://adventistreview.org/world-magazine/?lang=en

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Prof. Dr. Bojan Godina (li.) mit dem Rektor der Hochschule, Prof. Dr. Roland Fischer. Foto: © ThHF / Daniel Offei

Bojan Godina zum Professor an der Theologischen Hochschule Friedensau ernannt

Friedensau/Deutschland | 31.08.2025 | APD | Personen

Kurz vor Ende des Studienjahres 2024/25 überreichte der Rektor der Theologischen Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg, Prof. Dr. Roland E. Fischer, seinem Kollegen Dr. Bojan Godina die Ernennungsurkunde zum Professor für Medien- und Religionspädagogik.

Rektor Roland Fischer wies in seiner kurzen Ansprache darauf hin, dass mit der Professur für Medien- und Religionspädagogik zum ersten Mal eine interdisziplinäre Professur eingerichtet worden sei und die Hochschule in diesem Bereich ein besonderes Forschungsinteresse sehe. Professor Godina sei in Friedensau kein Unbekannter. Er lehre bereits seit 2005 an der Hochschule.

Studium
Laut Andrea Cramer, Referentin der Hochschule für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, wurde Godina 1963 in Slovenj Gradec im heutigem Slowenien geboren. Sein akademischer Lebenslauf begann 1985 mit dem Theologiestudium an der Theologischen Fakultät in Marusevec/Kroatien, welches er 1988 am Theologischen Seminar Marienhöhe in Darmstadt fortsetzte und dort 1990 erfolgreich beendete. Später studierte er ein Jahr Theologie an der Freien Theologischen Hochschule Giessen. Von 1998 bis 2000 belegte er Allgemeine Psychotherapie und Seelsorge am Hochschulinstitut für praktische Psychologie (IPP) in Freudenstadt. Im Jahr 2000 nahm er an der Theologischen Hochschule Friedensau das Studium „Soziale Verhaltenswissenschaften“ auf, welches er 2002 mit dem Master abschloss. Er promovierte 2004 bis 2007 an der Universität Heidelberg an der Fakultät für Verhaltenswissenschaften und empirische Kulturwissenschaften zum Thema: „Unsichtbare Religion des subliminalen Marketings in den Medien“ und erhielt dafür den „Dr. phil.“

Praxis
Praktische Erfahrungen sammelte er als Pastor der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Giessen (1990 bis 1994), in Mainz (1994 bis 2000), am Schulzentrum Marienhöhe in Darmstadt (2000 bis 2007) und in Sachsen-Anhalt im Bezirk Altmark (2016 bis 2018). Von 2007 bis 2010 war er im Süddeutschen Verband der Freikirche in Ostfildern bei Stuttgart Abteilungsleiter für Gemeindeaufbau. Von 2008 bis 2015 leitete er das Institut für kulturrelevante Kommunikation und Wertebildung (IKU), ein An-Institut der Theologischen Hochschule Friedensau.

Lehrtätigkeit
Bojan Godina lehrt Medienethik am Medieninstitut SAE Stuttgart; seit 2015 Psychologie, Psychotraumatologie, Anthropologie und Ethik am Advent-Kindergarten-Institut in Limbach-Oberfrohna und Dresden; seit 2017 Psychologie und Praktische Theologie am Seminar Schloss Bogenhofen in Österreich; seit 2018 Psychologie, Naturpädagogik und Seelsorge an der School of Education Bogenhofen sowie seit 2022 Praktische Theologie und Psychologie im englischsprachigen Theologie-Masterprogramm an der Friedensauer Hochschule. Godina entwickelte das mehrfach ausgezeichnete Medienpräventionsprojekt „Medienscout“ und die „Werteorientierte Medienpädagogik“.

Bojan Godina ist ordinierter Pastor der Freikirche der Siebenten-Tags Adventisten. Er gibt seine Forschungsergebnisse und Erfahrungen als Pastor, Autonomietrainer und Supervisor deutschlandweit und international weiter. Er ist verheiratet mit Katy – beide haben eine erwachsene Tochter. Sie leben in Passau, wo das Ehepaar eine psychologische Beratungspraxis betreibt.

Theologische Hochschule Friedensau
Die Theologische Hochschule Friedensau ist eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. In den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie können dort zehn Bachelor- (B.A.) und Master- (M.A.) Studiengänge, zum Teil berufsbegleitend, online oder in Teilzeit, belegt werden Informationen: www.thh-friedensau.de

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