Warning: Undefined array key "jahr" in /home/httpd/vhosts/apd.media/httpdocs/php/lib/APD/repository/NewsgroupRepository.php on line 40 APD - APD-INFORMATIONEN 01/2026 - JANUAR 2026 (Adventistischer Pressedienst)

APD-INFORMATIONEN 01/2026 - JANUAR 2026

Wolfgang Schick © Foto: Hope Media Europe e.V.

Adventisten in Deutschland wählen neuen Finanzvorstand

Fulda | 14.01.2026 | APD | International

Das Leitungsteam der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland erhält einen neuen Finanzvorstand. Wolfgang Schick tritt die Nachfolge von Adrian Ziomek an, der bereits 2025 ausgeschieden ist.

In der Jahresschlusssitzung der Gremien der überregionalen Kirchenleitungen der Siebenten-Tags-Adventisten in Nord- und Süddeutschland (Exekutivausschüsse des Norddeutschen und des Süddeutschen Verbandes) in der Nähe von Fulda wurde Wolfgang Schick zum neuen Finanzvorstand gewählt. Er übernimmt sein Amt offiziell zum 1. März 2026. Ab diesem Zeitpunkt verantwortet er die Finanz- und Versicherungsangelegenheiten beider überregionaler Kirchenleitungen der Adventisten in Deutschland sowie den Bereich Verwaltung (Sekretariat) und steht den regionalen adventistischen Kirchenleitungen als Ansprechpartner zur Verfügung.

„Ich freue mich schon sehr auf die neue Aufgabe und die Möglichkeit, die Zukunft der Freikirche in Deutschland aktiv und positiv mitgestalten zu können. Finanzielle Stabilität und eine hoffnungsvolle, den Menschen zugewandte Verkündigung des Evangeliums von Jesus Christus sind für mich wichtige Punkte in unserer gemeinsamen Arbeit “, so Wolfgang Schick.

Zur Person
Wolfgang Schick wurde 1974 in Winnenden geboren. Er studierte Nachrichtentechnik an der Hochschule Esslingen und schloss dort im Jahr 2000 als Diplom-Ingenieur (FH) ab. Von 2000 bis 2002 war er in der regionalen adventistischen Kirchenverwaltung in Baden-Württemberg als IT-Administrator angestellt und wechselte 2002 zur STIMME DER HOFFNUNG (heute Hope Media Europe). Seit 2002 war er dort in verschiedenen Positionen tätig. Von 2013 bis 2018 studierte er berufsbegleitend im Fernstudium an der adventistischen Hochschule AIIAS auf den Philippinen im Fachbereich Wirtschaft. Dort erlangte 2018 er den Abschluss als MBA (Master of Business Administration). Seit 2017 ist er im Vorstand von Hope Media Europe tätig und übernahm 2020 die Position des Finanzvorstandes (CFO).
Bis zu seinem Wechsel wird Wolfgang Schick weiterhin bei Hope Media Europe tätig sein.

Adventisten in Deutschland
Die evangelische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Körperschaft des öffentlichen Rechts, zählt derzeit weltweit über 22 Millionen mündig getaufte Mitglieder, in Deutschland sind es rund 34.500. Weitere Informationen unter www.adventisten.de. Hope Media Europe ist das europäische Medienzentrum der Adventisten mit Sitz in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt und betreibt unter anderem den Fernsehsender Hope TV. Weitere Informationen unter www.hopemedia.eu

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© Plakat: Freikirche der STA in D-A-CH

Gebetsinitiative der Adventisten in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Hannover/Ostfildern/Wien/Zürich | 14.01.2026 | APD | International

Die Leitungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Schweiz, Österreich und Deutschland haben ihre Kirchenmitglieder im deutschsprachigen Raum wieder an drei Sonntagen im Januar zu einem gemeinsamen Gebet eingeladen. Die Gebetstreffen finden online per Zoom statt.

Ziel der offiziellen Initiative „Vereint im Gebet“ ist die Förderung des geistlichen Lebens – persönlich und in den Kirchengemeinden. Ferner soll für Einheit, Erweckung und die Gründung neuer Gemeinden gebetet werden. Regionale Gebetsinitiativen wirken mit, geistliche Impulse werden geteilt, missionarische Projekte stellen sich vor und schaffen so eine lebendige Gemeinschaft für das persönliche Gebet in kleinen Gruppen, heisst es in der Ankündigung. Es gehe nicht um eine weitere Aktion, sondern um eine Herzensbewegung, die Gemeinden stärkt und das neue Jahr geistlich prägt.

Die Gebetstreffen finden an folgenden Sonntagen statt: 11.1. |18.1.| 25.1.; jeweils von 8 bis 9 Uhr. Weitere Informationen und den Zoom-Link für die Teilnahme gibt es auf der Webseite https://gebet.adventisten.de/

Unterstützt wird diese Initiative neben den adventistischen Kirchenleitungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz auch von den adventistischen Gebetsinitiativen „Pott-Gebete“ und „Für Heiligen Geist in der Adventgemeinde“, dem GEBETS.netzwerk, dem Gebetsministry Baden-Württemberg (alle Deutschland) sowie der Initiative „10 Tage des Gebets“ (Österreich).

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© Jubiläumslogo: Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland

Mut für morgen – 150 Jahre Adventisten in Deutschland

Darmstadt | 15.01.2026 | APD | International

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland feiert 2026 ihr 150-jähriges Bestehen. Mit dem Slogan „Mut für morgen“ will sie verdeutlichen, dass sie ihren Blick hoffnungsvoll nach vorn richtet.

Dabei möchte sie die Wurzeln ihres Glaubens und die Erfahrungen der Vergangenheit nicht aus dem aus dem Blick verlieren, heisst es in einer Mitteilung zum Kirchenjubiläum.

Drei Leitmotive: Bibel, Engagement, Innovation
Das Jubiläum als „Mut für morgen-Kirche“ soll an drei Leitmotiven ausgerichtet werden: Bibel, Engagement und Innovation. Gemäss ihrem Bibelverständnis glauben Adventisten – wie andere Christen auch – an die Wiederkunft Christi. Zudem betonen sie die Hingabe und Treue zu Gott und halten sich an den biblischen Ruhetag (Sabbat). Zentrale Anliegen des adventistischen Einsatzes für die Gesellschaft sind die Gesundheit, die Bildung und soziales Engagement. Bereits in der Vergangenheit setzten Adventisten innovative Ideen in die Tat um. Auch in Zukunft sollen neue Ideen gefördert werden, um die Arbeit der Kirche für die Menschen in einer modernen Welt zu stärken.

Erste adventistische Gemeinden in Solingen und Vohwinkel
Am 8. Januar 1876 fand die erste adventistische Taufe in Deutschland zwischen Solingen und Vohwinkel statt. Im gleichen Jahr wurden die beiden ersten adventistischen Kirchengemeinden (Adventgemeinden) in Solingen und Vohwinkel (heute ein Stadtteil von Wuppertal) gegründet. In der Frühzeit der Freikirche spielten kleine Gruppen von Gläubigen eine wichtige Rolle. Aus ihnen entstanden häufig Kirchengemeinden. Gegenwärtig hat die Freikirche in Deutschland über 34.000 mündig getaufte Mitglieder, die sich in 560 Adventgemeinden versammeln. Mittlerweile wird die Bedeutung von Kleingruppen für das geistliche und soziale Miteinander in den Gemeinden zunehmend wiederentdeckt.

Weitere Informationen über die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland finden sich unter www.adventisten.de. Informationen über das 150-jährige Freikirchenjubiläum gibt es unter www.adventisten.de/mut. Kleingruppen können unter der Website www.kleingruppe.de gefunden werden.

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Der Verwaltungssitz der adventistischen Kirchenleitung für Nordamerika befindet sich in Columbia/Maryland (USA). © Foto: North American Division of SDA (NAD)

Vorschlag eines einheitlichen Ruhetages in den USA: Stellungnahme der adventistischen Kirchenleitung

Columbia/Maryland (USA) | 29.01.2026 | APD | Stellungnahmen

Die nordamerikanische Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten hat eine kritische Stellungnahme zum Vorschlag der Heritage Foundation veröffentlicht, einen einheitlichen Ruhetag in den USA gesetzlich festzulegen.

Die konservative US-amerikanische Denkfabrik Heritage Foundation veröffentlichte am 8. Januar ein Dokument mit dem Titel „Saving America by Saving the Family” (Amerika retten, indem man die Familie rettet) in der sie vorschlug, den Sonntag als „einheitlichen Ruhetag“ gesetzlich festzulegen. Bundesstaaten und Kommunen werden aufgefordert, kommerzielle Aktivitäten am Sonntag einzuschränken, um religiöse Aktivitäten und das geistliche Engagement zu fördern und den amerikanischen Arbeitnehmern einen regelmässigen Tag der Erholung zu ermöglichen. In den USA gibt es keinen gesetzlich festgelegten Ruhetag, gleichwohl schränken sogenannte „Blue Laws“ in manchen US-Bundesstaaten Öffnungszeiten von Geschäften oder Arbeitszeiten am Sonntag ein.

Kritische Stellungnahme der adventistischen Kirchenleitung
Während der Vorschlag der Heritage Foundation als familienfreundliche und gemeinschaftsfördernde Massnahme erscheint, haben adventistische Kirchenleiter darauf hingewiesen, dass die Empfehlung, den Sonntag durch staatliche Massnahmen zu schützen, den Sonntagsgesetzen ähnelt, gegen die sich die Kirche seit Langem ausspricht. Am 18. Januar veröffentlichte die nordamerikanische Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten (umfasst die Länder USA und Kanada) eine kritische Stellungnahme zum Vorschlag der Heritage Foundation. Darin heisst es: „Siebenten-Tags-Adventisten glauben, dass alle Menschen nach dem Bild Gottes geschaffen wurden und die Freiheit haben, nach ihrem Gewissen zu glauben. Seit mehr als 160 Jahren setzt sich die Kirche nachdrücklich gegen jede Form von Sonntagsgesetzen ein. Adventisten haben diese Gesetze – ob auf lokaler, gesamtstaatlicher oder föderaler Ebene – stets als Versuche verstanden, das Gewissen zu zwingen, selbst wenn sie unter dem Vorwand säkularer Gründe wie der Förderung der Gesundheit von Gemeinschaften und Familien verteidigt werden. Dieser neue Vorschlag für einen ‹einheitlichen Ruhetag› ist unvereinbar mit dem reichen Erbe Amerikas, die Religionsfreiheit aller Bürger zu schützen, unabhängig von ihrem religiösen Glauben oder ihrer Weltanschauung. Er steht für den gefährlichen Wunsch, staatliche Macht zur Durchsetzung religiöser Ziele einzusetzen. Die Einschränkung kommerzieller Aktivitäten am Sonntag wirft auch ernsthafte praktische Bedenken für Mitglieder jener Glaubensgemeinschaften auf, die nicht am Sonntag Gottesdienst feiern, darunter Siebenten-Tags-Adventisten und Juden. Sonntagsgesetze stehen im Widerspruch zum ersten Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten, der die Religionsfreiheit für alle Amerikaner gewährleistet, indem er von der Regierung verlangt, gegenüber verschiedenen Religionen neutral zu bleiben…" Das Statement im Original: https://www.nadadventist.org/news/sunday-rest-proposal-raises-troubling-religious-liberty-concerns/

Der Vorschlag der Heritage Foundation hat in den USA bereits zu einer grösseren nationalen Debatte über Religion, Familienpolitik und die Rolle des Glaubens im öffentlichen Leben geführt. Die Washington Post berichtete kürzlich über die vielfältigen Empfehlungen des Heritage-Dokuments und wies darauf hin, dass dieses eine Diskussion unter Politikern und Kommentatoren aller politischen Lager hervorgerufen hat.

Situation in der Schweiz
In der Schweiz ist die Sonntagsruhe bundesweit gesetzlich verankert. Das Arbeitsgesetz (ArG) definiert den Sonntag als Zeitraum zwischen Samstag 23.00 Uhr und Sonntag 23.00 Uhr und untersagt die Beschäftigung von Arbeitnehmenden in dieser Zeit grundsätzlich. Auch die offizielle Informationsseite des Bundes betont, dass Sonntagsarbeit – ebenso wie Nachtarbeit – nur in Ausnahmefällen zulässig ist.

Heritage Foundation
Die 1973 gegründete Heritage Foundation beschreibt sich selbst als Forschungs- und Bildungseinrichtung, deren Aufgabe es ist, „öffentliche Politik auf der Grundlage der Prinzipien der freien Marktwirtschaft, einer begrenzten Staatsgewalt, der individuellen Freiheit, traditioneller amerikanischer Werte und einer starken Landesverteidigung zu formulieren und zu fördern“. Die Organisation mit Sitz in Washington, D.C., bezeichnet sich als „konservative Interessenvertretung“ und gibt an, dass sie sich für die Entwicklung von politischen Vorschlägen einsetzt und diese an Gesetzgeber, die Exekutive und die Öffentlichkeit weitergibt. Sie veröffentlichte außerdem das Dokument Projekt 2025, in dem viele der politischen Ziele dargelegt wurden, die die gesetzgeberischen Prioritäten der aktuellen US-Regierung geprägt haben. In der Einleitung des 900 Seiten starken Projekts 2025 heißt es auf Seite xiv: „Unser Ziel ist es, ein Heer von gleichgesinnten, geprüften, ausgebildeten und vorbereiteten Konservativen zusammenzustellen, die vom ersten Tag an daran arbeiten, den Verwaltungsstaat (administrative state) zu dekonstruieren.“
Website: https://www.heritage.org/

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Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten der Schweiz drückt ihr tiefes Mitgefühl aus. © Foto: Unsplash

Brandkatastrophe in Crans-Montana: Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Schweiz drückt Mitgefühl aus

Zürich | 05.01.2026 | APD | Schweiz

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Schweiz hat nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana ihr tiefes Mitgefühl mit den Betroffenen bekundet. In einem Schreiben an die Walliser Behörden würdigt sie die Opfer und dankt den Einsatzkräften.

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Schweiz hat ihr tiefes Mitgefühl und ihre Solidarität mit den Opfern der verheerenden Brandkatastrophe in Crans-Montana (Kanton Wallis) zum Ausdruck gebracht. In einem Schreiben an den Regierungsrat des Kantons Wallis und den Gemeindepräsidenten von Crans-Montana, Nicolas Feraud, würdigt die Freikirche das Leid der Betroffenen und dankt den Einsatzkräften für ihren Einsatz. Sie betont zudem, im Gebet an die Opfer, deren Familien und Helfer zu denken und allen Trauernden Kraft und Trost zu wünschen. (Quelle:https://adventisten.ch/2026/01/brandkatastrophe-in-crans-montana-freikirche-der-siebenten-tags-adventisten-in-der-schweiz-drueckt-mitgefuehl-aus/)

Tragödie an Neujahr
In der Silvesternacht des 1. Januar 2026 brach in der Bar «Le Constellation» im Zentrum des bekannten Ski- und Ferienorts Crans-Montana ein Feuer aus, das sich zu einer der schwersten Brandkatastrophen der jüngeren Schweizer Geschichte entwickelte. Nach bisherigen Ermittlungen entzündeten sich an Champagnerflaschen angebrachte Sprühfontänen an der brennbaren Deckenverkleidung, was zu einem plötzlichen Vollbrand führte. Dabei kamen 40 Menschen ums Leben, 116 weitere wurden meist schwer verletzt. Viele der Opfer waren Jugendliche und junge Erwachsene.

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Explo 25 – Glaubenskonferenz in der Swiss Life Arena in Zürich. © Bilde: Campus für Christus

Himmel auf Erden: 4000 Christinnen und Christen an der Explo 25 in Zürich

Zürich | 07.01.2026 | APD | Schweiz

Rund 4000 Christinnen und Christen aus Kirchen und Freikirchen der Schweiz nahmen vom 28.–30. Dezember 2025 an der Explo 25 in der Swiss Life Arena Zürich Altstetten teil. Motto: «Himmel auf Erden» – Einheit, Begegnung, Frieden.

Die Teilnehmenden – von Kindern bis zu Seniorinnen und Senioren – erlebten in Plenarveranstaltungen und Workshops ein breites Programm aus Musik, Vorträgen, Sport, Stadtführungen, mentaler Gesundheit, und dem Verpacken von Paketen für Hilfslieferungen. Zu den Mitwirkenden zählten internationale Gäste wie die Psychologin Dr. Elona Prroj (Albanien), der Astrophysiker Prof. Dr. Heino Falcke (Deutschland), Pastorin Lia (Cecilia Chan, Singapur) sowie der Kapuziner Fr. Hayden Williams (Italien). Für musikalische Höhepunkte sorgte unter anderem die Schweizer Sängerin und The Voice of Germany-Finalistin Bernarda Brunović.

Aufruf zu Frieden und Versöhnung
Ein Schwerpunkt der Konferenz war das Thema Frieden und Gerechtigkeit. Elona Prroj, die ihren Mann in einer albanischen Blutfehde verloren hat, rief zur Vergebung auf: „Vergebung ist keine Option unter vielen. Es ist die einzige Option. Wir müssen uns versöhnen, wenn Frieden entstehen soll.“ Auch die ukrainische Musikerin Nastia aus Kyjiw berichtete von ihrem Entschluss zur Versöhnung trotz des Kriegs.
Ein Friedenschor mit 230 Sängerinnen und Sängern vertonte diese Geschichten und setzte ein starkes Zeichen gegen Gewalt und Spaltung.

Einheit in Vielfalt
Explo-Initiator Andreas Boppart betonte: „Wir können Gott zwar ganz persönlich begegnen, aber seine ganze Grösse wird erst im Wir erfahrbar.“ Die Konferenz habe gezeigt, dass Christen unterschiedlicher Traditionen gemeinsam ihren Glauben leben und Zeugnis geben können. Unter dem Song „By My Side“ wurde zum Abschluss das Miteinander von Menschen, Kirchen und Kulturen gefeiert.

Zufriedene Veranstalter
Die Veranstalterin der Explo 25, die mit und für alle Kirchen tätige Non-Profit-Organisation Campus für Christus Schweiz, zog ein rundum positives Fazit. Insgesamt wirkten 118 Beitragende und Kunstschaffende sowie 400 Helfende mit. „Die Explo 25 war ein Segen“, sagte Andreas Boppart, Leiter von Campus für Christus Schweiz. Zahlreiche Rückmeldungen von Teilnehmenden hätten gezeigt, dass die Konferenz inspirierend und ermutigend wirkte.

Explo 25
Die Explo 25 ist eine Konferenz für Begegnung und Glaube für Christinnen und Christen aus verschiedenen Kirchen und mit verschiedenen Hintergründen. Das Thema der Explo 25 lautet «Wie im Himmel, so auf Erden». Sie wurde von Campus für Christus Schweiz organisiert. Sie fand vom 28. bis 30.12.2025 in der Swiss Life Arena und an verschiedenen Standorten in Zürich statt. Seit den 1980er-Jahren haben bereits acht Explo Konferenzen mit tausenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Schweiz stattgefunden.

Campus für Christus
Campus für Christus Schweiz ist eine konfessionell unabhängige Non-Profit-Organisation mit dem Ziel, Gottes Liebe ganzheitlich in die unterschiedlichen Bereiche der Gesellschaft hineinzutragen.
Mit 18 Ministrys (Arbeitsbereichen) bietet Campus für Christus Trainings, Kurse, Camps, Beratung und Ressourcen für eine Vielfalt von Zielgruppen und Kirchen an. Weltweit ermöglicht die Organisation Projekte in rund 90 Ländern durch Finanzen, Einsätze und Expertise. Campus für Christus engagiert sich mit Partnern vor Ort für christliche Initiativen, humanitäre Projekte und Nothilfe.
Campus für Christus ist politisch neutral und konfessionell unabhängig. Die Organisation verfolgt ausschliesslich nicht wirtschaftliche Zwecke, unterstützt und leitet Projekte für Menschen unabhängig von ihrer ethnischen, kulturellen oder religiösen Zugehörigkeit. https://www.cfc.ch/

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Karte des Weltverfolgungsindexes 2026. © Pressekit Open Doors 2026

Christenverfolgung weltweit auf neuem Höchststand – Open Doors veröffentlicht Weltverfolgungsindex 2026

Kelkheim/Taunus | 16.01.2026 | APD | Religionsfreiheit

Rund 388 Millionen Christen sind einem hohen bis extremen Mass an Verfolgung ausgesetzt, dokumentiert das christliche Hilfswerk Open Doors im neuen Weltverfolgungsindex 2026.

Die Rangliste zeigt die 50 Länder, in denen Christen weltweit am stärksten wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Die neue Erhebung mache deutlich: Die Verfolgung von Christen erreiche weltweit einen neuen Höchststand. Insgesamt wären rund 388 Millionen Christen einem hohen bis extremen Mass an Verfolgung ausgesetzt.

Christen in Nordkorea Staatsfeinde Nummer eins
Nordkorea (Platz 1) führt den Weltverfolgungsindex erneut an. Christen gelten dort als Staatsfeinde Nummer eins. Zehntausende befänden sich in Arbeitslagern, wo ihnen systematische Folter und Hinrichtungen drohten. Der christliche Glaube werde als Gefahr für das Regime betrachtet und brutal unterdrückt.

Stärkste Verschlechterung in Syrien
Syrien (Platz 6) verzeichnet die stärkste Verschlechterung aller Länder im Weltverfolgungsindex. Das Land rückt von Platz 18 auf Platz 6 vor – einer der grössten Positionssprünge in der Geschichte des Index. Ausschlaggebend sei der massive Anstieg der Gewalt gegen Christen.

Nach dem politischen Umbruch im Dezember 2024 erfüllten sich Hoffnungen auf mehr Sicherheit nicht. Mindestens 27 Christen seien im Berichtszeitraum wegen ihres Glaubens getötet worden. Christen berichteten von Einschüchterung im Alltag, Lautsprecherwagen riefen sie öffentlich zur Konversion auf, an Kirchen geklebte Zettel verlangten die Zahlung einer Kopfsteuer. Viele Gläubige zögen sich aus der Öffentlichkeit zurück. Heute leben nur noch rund 300'000 Christen in Syrien. Hunderttausende hätten das Land in den vergangenen Jahren verlassen. Eine ähnliche Entwicklung sei im Irak zu beobachten.

Gewalt, Machtvakuum und Flucht in Subsahara-Afrika
Ein besonders dramatischer Schwerpunkt der Christenverfolgung liege in Subsahara-Afrika. 14 Länder dieser Region stehen auf dem Weltverfolgungsindex 2026. Schwache staatliche Strukturen bewirkten ein Machtvakuum, das islamistische Gruppen ausnutzten. Christen würden gezielt bedroht, aus ihren Dörfern vertrieben oder ermordet. Allein im Sudan (Platz 4) seien infolge des Bürgerkriegs rund 9,6 Millionen Menschen auf der Flucht. Nigeria (Platz 7) bleibe das tödlichste Land für Christen weltweit: 3'490 der 4'849 weltweit dokumentierten Opfer christenfeindlicher Gewalt kämen in Nigeria ums Leben.

Christliches Leben unter Druck: Isolation und staatliche Kontrolle
Der Weltverfolgungsindex zeige jedoch auch, dass Verfolgung nicht nur durch offene Gewalt geschieht. In Algerien (Platz 20) würden nach der Schliessung aller protestantischen Kirchen Gemeinden weiter überwacht und christliche Aktivitäten unterbunden. Mehr als drei Viertel der Christen hätten den Kontakt zu einer Gemeinde verloren.

Auch in China (Platz 17) verschärfe der Staat den Druck weiter. Neue Vorschriften vom September 2025 regulierten jegliche online Aktivitäten von Geistlichen. Die Durchführung von Online-Gottesdiensten, Spendensammlungen und christlicher Jugendarbeit ausserhalb staatlicher Kontrolle seien ihnen damit verboten. Viele Gemeinden würden sich nur noch in kleinen Gruppen im Untergrund treffen.

Hinter jeder Zahl ein Hilferuf
„Hinter jeder Zahl des Weltverfolgungsindex stehen Menschen, die wegen ihres Glaubens leiden“, betont Markus Rode, Geschäftsführer von Open Doors Deutschland. „Diese Rangliste ist ein Hilferuf. Die entscheidende Frage ist: Hören Kirchen, Zivilgesellschaft und Politik wirklich hin – und handeln sie? Handeln bedeutet, jetzt konkret helfen, Fürsprache leisten und Schutz einfordern – besonders für Christen in Subsahara-Afrika, für die wir eine weltweite Hilfskampagne gestartet haben. Für die Betroffenen wäre das ein starkes Zeichen der Hoffnung“, so Rode weiter.

Der Weltverfolgungsindex basiere wesentlich auf Informationen aus christlichen Netzwerken, mit denen Open Doors seit Jahrzehnten zusammenarbeitet. Die ersten zehn Länder des Weltverfolgungsindex 2026: 1. Nordkorea · 2. Somalia · 3. Jemen · 4. Sudan · 5. Eritrea · 6. Syrien · 7. Nigeria · 8. Pakistan · 9. Libyen · 10. Iran.

Über Open Doors
Open Doors setzt sich nach eigenen Angaben seit der Gründung 1955 mittlerweile in über 70 Ländern durch Hilfsprojekte für verfolgte Christen ein und untersucht jedes Jahr das Ausmass an Gewalt, staatlicher Unterdrückung sowie gesellschaftlicher und behördlicher Feindseligkeit gegenüber Christen in rund 100 Ländern. Die Daten dafür lieferten betroffene kirchliche Netzwerke, regionale Menschenrechtsanwälte, Analysten sowie Experten von Open Doors International. Die Einhaltung der Methodik des Weltverfolgungsindex werde durch das Internationale Institut für Religionsfreiheit geprüft und zertifiziert.

Alle Informationen zum Weltverfolgungsindex 2026 unter https://www.opendoors.de/weltverfolgungsindex.

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© Buchcover: Betanien Verlag

Buchrezension: Tony Reinke: Von Arche, Babel und KI Eine biblische und praktische Theologie der Technik

| 06.01.2026 | APD | Buchrezensionen

Technik ist ein Geschenk Gottes, oder doch nicht? In seinem neuen Buch geht der Journalist Tony Reinke Segen und Fluch der Technik in Geschichte und Gegenwart nach.

Seit dem Sündenfall erfindet der Mensch Geräte, die ihm das Leben leichter machen sollen. Innovationen wie Pflug, Druckerpresse oder Smartphone bereichern ohne Zweifel unsere Welt. Wie ist diese Tatsache jedoch theologisch zu bewerten? Um eine biblische Theologie der Technik zu entwickeln, diskutiert der amerikanische Journalist und Autor Tony Reinke neun wichtige Bibeltexte, räumt mit zwölf christlichen Mythen zum Thema auf und nennt vierzehn ethische Grundsätze, die Christen helfen können, Glauben und Technik gelungen zu verbinden. Interessante Aussagen von bekannten Erfindern, Autoren und Theologen runden die Gedanken ab.

Zum Inhalt
Das Buch umfasst 330 Seiten und ist in sieben Kapitel gegliedert. Die Kapitelüberschriften bestehen aus einzelnen Fragen: Was ist Technik? Wie steht Gott zur Technik? Woher kommt unsere Technik? Was kann Technik niemals erreichen? Wo endet unsere Technik? Wie sollen wir Technik heute gebrauchen? Wie sollen wir denn leben? Ziel ist es, den Ursprung von Erfindungen zu erforschen und ihre Grenzen kennenzulernen. Reinke unterscheidet grundsätzlich zwei entgegengesetzte Lager: die Utopisten, die jede Erfindung uneingeschränkt feiern und in Richtung Selbstexistenz unterwegs sind, sowie die Dystopiker, die Technik als ein wieder aufgebautes Babel betrachten.

Der Autor macht grundsätzlich klar: Gott ist nicht technikfeindlich. Im Gegenteil, er gibt dem Menschen seinen Geist, um kreativ zu werden. Ingenieure und Erfinder sind von Gott ebenso zu ihrem Werk berufen, wie der geistliche Stand. „Alle Erfindungen sind letztlich ein Werk des Heiligen Geistes, der bei der Schöpfung diese Fähigkeit zu Kreativität in den Menschen hineingelegt hat.“ Doch „Ein lebhafter technischer Verstand sagt nichts über die Lebendigkeit der Seele aus.“ Und doch ist „derselbe Heilige Geist am Werk – beim neuesten Smartphone ebenso wie bei der Bekehrung einer Seele“ (S. 65). Technische Innovationen sind nach Reinke also als ein natürlicher Bestandteil der Schöpfungsordnung anzusehen. Doch „Gott bestimmt die Höhe, Breite und Tiefe des Sandkastens unserer Entdeckungen“ (S. 117).

Die kommende Krise besteht laut Reinke darin, dass technischer Fortschritt, von sündigen Menschen entwickelt, auf einen weiteren Konflikt mit Gott zusteuern wird. Der Autor spricht von der Tech-Kultur, die eine Kultur der Beschleunigung ins Nirgendwo sei, in der Optimierung zum Selbstzweck geworden sei. Darüber hinaus schreibt er vom „Evangelium der Technik“ (S. 171), das diese Beschleunigungskultur befeuere, dem eine gewisse Weltanschauung von Zufall und Wahrscheinlichkeit zugrunde liege. Hoffnung wird auf die Technik ausgelagert, die Vollkommenheit nicht mehr im Göttlichen, sondern im Technischen gesucht. Alles Schlechte oder Hinderliche könne durch neue Innovationen besiegt werden – bis hin zur Erlösung vom Menschlichen durch den Transhumanismus. Darüber hinaus predige das Evangelium der Technik auch Bequemlichkeit und Komfort, Risikominimierung und (falsche) Sicherheit.

Christen werden deshalb aufgerufen, eine Ethik der Technik zu entwickeln. Diese ist jedoch nicht schwarz-weiss. In der Realität entscheidet die Anwendung über den Wert des Gerätes, was nicht bedeuten soll, dass Technik an sich neutral ist. Die Bibel legt den Schwerpunkt auf den Gebrauch von Innovationen (S. 71). Technik wird dann missbraucht, wenn der Geber der Gaben darüber vergessen wird. Alltagstechnik gehöre aber genauso zu Gottes guten Gaben wie Gesundheit. Und doch ist keine Innovation perfekt, alle können in unserer sündigen Welt Nebenwirkungen entfalten. Daher der praktische Tipp: „Wenn ein technisches Gerät gegen dein Gewissen verstösst, verzichte darauf“ (S. 155).

Gibt es totale Technikresistenz? Die Gemeinschaft der Amisch wird als Beispiel dafür erwähnt. Die Amisch gelten als einzige Gemeinschaft weltweit, die sich bewusst dafür entschieden hat, technikminimalistisch zu leben. Der Grund darin sei in der „Technikanbetung“ der Nordamerikaner zu finden, die die Segnungen Gottes auf die Spitze treiben würden. Da jede Gesellschaft nach falschen Erlösern in Form von Pferden, Streitwagen, Türmen, Robotern, Raketen oder Drohnen greife, würden die Amisch genau das Gegenteil dessen tun, um Mass zu halten. So verkörpern diese Menschen ein wichtiges Prinzip: Zum Beherrschen von Technik gehören in jedem Fall Selbstbeschränkung und bewusste Zurückhaltung.

Zum Buch
Klug und kritisch sind die Gedanken des Autors zum Thema Technik. Das Buch wird in seinem Aufbau der Komplexität des Themas gerecht und fordert Christen heraus, nuanciert zu denken. Nicht Technikpessimismus oder Technikresistenz sind angebracht, um das moderne Leben zu meistern, sondern eine radikale Hinkehr zu Gott. Technikutopien und den Versuchungen und Versprechungen des „Evangeliums der Technik“ gilt es zu widerstehen und allein Gott Ehre zu geben. Reinke macht deutlich: „unsere Berufung ist immer die Anbetung“ (S. 223). Gottgegebene Weisheit sei der Schlüssel zum Erfolg.

Nach der gründlichen Analyse und der Darstellung der Herausforderungen, die sich für Christen ergeben, gestaltet sich die Beantwortung der Frage „Wie sollen wir denn leben?“ umso komplexer. Wenn die Utopie nicht rettet, der Pessimismus hinterwäldlerische Experten entstehen lässt und die Resistenz nur den Amischen zugestanden wird, wird die Frage umso drängender. Hier bleibt die Antwort mit dem Verweis auf göttliche Weisheit ebenso abstrakt wie der Aufruf zur Anbetung. Wie sieht praktisches Leben aus, wenn zukünftig alle Verhaltensweisen digitalisiert werden? Die vom Autor propagierte Gelassenheit diesbezüglich wirkt etwas resignierend. Der Aufruf zum Tech-Minimalismus wirkt dagegen etwas charmanter, doch dürfte er ebenso schwer umzusetzen sein. In aller Konsequenz: Ob Fluch oder Segen, das bestimmen wir letztlich selbst und ständig.
Claudia Mohr

Betanien Verlag, Augustdorf
330 Seiten
Paperback: 28.70 Fr.

ISBN 978-3-945716-79-3

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