Warning: Undefined array key "jahr" in /home/httpd/vhosts/apd.media/httpdocs/php/lib/APD/repository/NewsgroupRepository.php on line 40 APD - APD-INFORMATIONEN 02/2026 - FEBRUAR 2026 (Adventistischer Pressedienst)

APD-INFORMATIONEN 02/2026 - FEBRUAR 2026

Adventistisches Kirchengebäude in Kyiv, in dem sich auch der Sitz der adventistischen Kirchenleitung in der Ukraine befindet © Foto: Valentyn Zahreba / Ukrainian Union Conference

Wärmepunkte, Unterstützung, Hoffnung: Die Antwort der adventistischen Kirche in der Ukraine auf die Herausforderungen des Winters

Kyiv/Ukraine | 06.02.2026 | APD | International

Der Winter 2025/26 hat sich als einer der schwierigsten seit Beginn des russischen Angriffskriegs erwiesen. Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Ukraine beteiligt sich aktiv an der Bewältigung der damit verbundenen Herausforderungen.

Aufgrund regelmässiger, zerstörerischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur fehlen in einigen Regionen während der strengen Wintermonate Strom und Heizung bis zu 15–20 Stunden täglich. Versorgungsunternehmen und Reparaturteams arbeiten rund um die Uhr an der schrittweisen Wiederherstellung der Strom- und Wärmeversorgung, während staatliche Stellen auf lokaler wie nationaler Ebene täglich an der Lösung der akuten Probleme arbeiten.
Trotz eigener Verluste durch Schäden an Gemeindehäusern infolge der russischen Aggression setzen sich adventistische Kirchengemeinden (Adventgemeinden) in der Ukraine weiterhin für die Unterstützung der Gesellschaft und der lokalen Gemeinschaften ein. In verschiedenen Regionen des Landes organisieren Adventgemeinden vielfältige Aktivitäten zur Unterstützung von Binnenvertriebenen und der örtlichen Bevölkerung. Darüber informierte Valentyn Zahreba, der bei der adventistischen Kirchenleitung in der Ukraine für Pressearbeit und Kommunikation verantwortlich ist.

„Unterstützung ist nah“: soziale und psychologische Hilfe
Bereits im zweiten Jahr in Folge wird die landesweite Initiative der Adventisten „Unterstützung ist nah“ umgesetzt. Begünstigte des Projekts sind Familien von Militärangehörigen, einkommensschwache und kinderreiche Familien, Binnenvertriebene sowie alle Menschen, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden und Unterstützung benötigen.
Ein Bestandteil dieser Initiative sind Gruppentreffen, die nach dem Prinzip der Selbsthilfe „Peer-to-Peer“ organisiert sind. Die Teilnehmenden erhalten darüber hinaus psychologische Unterstützung durch Fachkräfte sowie seelsorgerliche Begleitung durch die Kirche. Bedürftige werden mit Lebensmitteln versorgt und können notwendige Kleidung aus dem sozialen Kleiderlager auswählen.

Kirche als Wärmepunkt und Ort des Standhaltens
Angesichts der landesweiten, regelmässigen Stromabschaltungen hat die adventistische Kirche Initiativen ergriffen, um Wärmepunkte in kirchlichen Räumen einzurichten. Nach der Ausstattung der Adventgemeinden mit entsprechender Technik werden Gemeindehäuser zu Unterstützungszentren, in denen sich Menschen aufwärmen und ihre mobilen Geräte aufladen können. Geplant ist die Eröffnung von mindestens 50 Wärmepunkten in kirchlichen Gebäuden.
Einige Gemeinden bereiten derzeit die baldige Eröffnung solcher Wärmepunkte vor, darunter Nowowolynsk (Region Wolhynien), Schowkwa (Region Lwiw), Irshawa, Tjatschiw (Region Transkarpatien), Nischyn (Region Tschernihiw) und Irpin (Region Kyjiw).
Ende Januar 2026 sind bereits in mehreren Städten entsprechende Unterstützungsangebote aktiv:
• Tjatschiw (Region Transkarpatien) – In dem Kirchengebäude werden täglich Binnenvertriebene und örtliche Bewohner empfangen, die Hilfe benötigen. Bedürftige erhalten Lebensmittelpakete. Zudem besteht die Möglichkeit, elektronische Geräte aufzuladen. Laut Pastor Taras Melnyk plant die Gemeinde, das Angebot weiter auszubauen.
• Dubno (Region Riwne) – Das Haus der Adventgemeinde ist bereits im dritten Jahr in Folge offiziell als Schutzraum registriert und wird von nahegelegenen Bildungseinrichtungen genutzt.
• Kowel (Region Wolhynien) – Die lokale Adventgemeinde unterstützt regelmässig Binnenvertriebene; allein im vergangenen Jahr wurden zwei Tonnen Lebensmittelpakete verteilt.
Auch in der Hauptstadt Kyiv, die besonders stark unter wiederholten Ausfällen von Wärme-, Strom- und Wasserversorgung leidet, plant die Kirche die Einrichtung temporärer Unterstützungszentren. Wie der Leiter der örtlichen Vereinigung (lokale Verwaltungseinheit der Gemeinden der Stadt), Oleksandr Waschynin, mitteilte, sollen Einwohner und Gäste der Hauptstadt die Möglichkeit erhalten, sich aufzuwärmen, auszuruhen, mobile Geräte aufzuladen und seelsorgerliche Unterstützung in kirchlichen Räumen zu erhalten.

Regionale Unterstützungszentren von ADRA Ukraine
Trotz der schwierigen Umstände setzt das adventistische Hilfswerk ADRA Ukraine seine Arbeit in Unterstützungszentren in Schytomyr, Sumy, Tschernihiw und Charkiw fort. Diese Zentren arbeiten unter bestimmten Einschränkungen, bieten jedoch weiterhin Wärme, Internetzugang und psychologische Hilfe an.

Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Ukraine setzt alles daran, den Menschen dabei zu helfen, den Winter zu überstehen. Sie sucht derzeit nach zusätzlichen Möglichkeiten, um Unterstützung für die Fortführung laufender Projekte zu gewinnen – auch über die zuständigen Strukturen der weltweiten adventistischen Kirche. Website: https://adventist.ua/

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Leitungsteam der nordamerikanischen Adventisten (v.li.): Kyoshin Ahn, Exekutivsekretär, Judy R. Glass, Finanzverantwortliche, G. © Foto: Seventh-Day-Adventist Church, North American Division (NAD)

USA: Adventistische Kirchenleitung veröffentlicht erneut Aufruf zur Wahrung der Menschenwürde

Columbia/Maryland (USA) | 09.02.2026 | APD | International

Am 31. Januar 2025 veröffentlichte die Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Nordamerika (Nordamerikanische Division, NAD) eine Erklärung mit dem Titel „Ein Appell für Menschenwürde und Anstand“, den sie jetzt bekräftigte und ergänzte.

In ihrem Appell vom Februar 2025 rief die adventistische Kirchenleitung zum Schutz und zur Unterstützung der Einwanderergemeinschaft auf, die von den rechtlich fragwürdigen Abschiebungen durch die Grenzpolizei und die Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) betroffen ist (siehe APD-Meldung vom 06.02.2025 https://apd.media/news/archiv/16596.html). Inzwischen hat sich die Situation in den USA verschärft, unter anderem durch die eskalierende Gewalt und die Todesfälle von US-Bürgern wie Renee Good und Alex Pretti, für die mutmasslich ICE-Angehörige verantwortlich waren. In einem Facebook-Beitrag vom 27. Januar 2026 verlinkte die Nordamerikanische Kirchenleitung den Appell erneut mit dem folgenden Kommentar des Leitungsteams:

„Da die gewalttätigen Auseinandersetzungen eskaliert sind, sind viele Einwanderer in unseren Wohnorten und innerhalb unserer Kirchengemeinden und Schulen erheblich betroffen. Wir sind traurig über diese Realität und auch zutiefst beunruhigt über die jüngsten Vorfälle tödlicher Gewalt und schwerer Verletzungen, von denen Familien und Orte in Minnesota und anderen Teilen der Vereinigten Staaten betroffen sind und die Angst und Trauer noch verstärkt haben. Ausgehend von dem Glauben an die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens wiederholt die Nordamerikanische Division diesen Appell, um unser auf dem Glauben basierendes Bekenntnis zu Menschenwürde, Respekt und Mitgefühl für alle zu bekräftigen. Wir beten für Frieden und Besonnenheit in diesen turbulenten Zeiten.“

Aus der Erklärung von 2025
Im Appell von 2025, auf den hier Bezug genommen wird, erinnert die Kirchenleitung an die gleichen Rechte für alle Menschen, unabhängig von ihrem Herkunftsland, die auch in der US-Verfassung verankert sind. Sie fordert deshalb eine faire Behandlung von Einwanderern und Flüchtlingen in den USA. Als Mitglieder einer christlichen Konfession vertreten die Adventisten die Auffassung: „In Christus sind alle gleich, durch einen Geist zur Gemeinschaft mit ihm und untereinander zusammengefügt. Wir sollen einander dienen, ohne Voreingenommenheit und Vorbehalt“ (Glaubensüberzeugungen der Siebenten-Tags-Adventisten, Artikel 14).
Weiterhin heisst es in der Erklärung von 2025: „Die Bibel erklärt, dass es in Christus weder Jude noch Nichtjude, weder Sklave noch Freier, weder Mann noch Frau gibt – alle sind eins in Christus Jesus (Galater 3,28). Wir sind eine einzige Menschheit. Entmenschlichung und Marginalisierung durch Gesetze oder die Umsetzung von Gesetzen oder politischen Massnahmen stehen im diametralen Gegensatz zur Bibel.“ Deshalb sei es unmenschlich und beraube die Menschen ihrer gottgegebenen Würde in Christus, wenn sie Angst haben, zur Kirche oder zur Schule zu gehen, weil ihnen die Abschiebung droht.
Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Nordamerika ermutigt ihre örtlichen Kirchengemeinden und Schulen, herzliche und einladende Orte für alle Menschen zu sein. Alle seien von Gott geschaffen und verdienten es, mit Würde und Respekt behandelt zu werden.

Adventisten sollen sich für Einwanderer einsetzen
Die Kirchenleitung stellte 2025 fest: „In Anbetracht der Tatsache, dass wir ein gemeinsames Menschsein haben, in Anbetracht der Tatsache, dass wir alle gleich geschaffen sind, in Anbetracht der Tatsache, dass wir unseren Nächsten lieben sollen wie uns selbst, und in Anbetracht der Tatsache, dass Jesus sagte: ‚Was ihr für einen meiner geringsten Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan‘ (Matthäus 25,40), ist unser Appell an uns als Adventisten, unseren Einwandererfamilien zu zeigen, dass wir sie lieben, indem wir unsere Stimme erheben und in diesen Zeiten der Unsicherheit an ihrer Seite stehen“, heisst es in der Erklärung von 2025. Abschliessend werden die politischen Entscheidungsträger eindringlich aufgefordert, die „angeborene Würde“ aller Menschen anzuerkennen. „Deshalb sollten die staatlichen Gesetze und die Umsetzung dieser Gesetze alle Kinder Gottes, die nach seinem Bild geschaffen sind, mit der Würde und dem Respekt behandeln, die sie verdienen.“

Adventisten in den USA
In den USA gibt es rund 1,3 Millionen Siebenten-Tags-Adventisten mit 5300 örtlichen Kirchengemeinden. Weltweit gehören zur Freikirche über 23 Millionen Mitglieder in 212 Ländern und Regionen.

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Prof. Gerald A. Klingbeil wird im Oktober 2026 sein Amt als neuer Rektor der Theologischen Hochschule Friedensau antreten. © Foto: Gerald Klingbeil / privat

Professor Gerald Klingbeil nächster Rektor der Theologischen Hochschule Friedensau

Friedensau bei Magdeburg | 16.02.2026 | APD | Bildung

Das Kuratorium der Theologischen Hochschule Friedensau wählte aufgrund der Empfehlung des Senats der Hochschule Professor Gerald A. Klingbeil D.Litt., einstimmig als zukünftigen Rektor.

Er folgt damit ab Oktober 2026 auf Prof. Dr. Roland E. Fischer, dessen zweite reguläre Amtszeit zum 30. September endet. Darüber informierte Andrea Cramer, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Hochschule, in einer Pressemitteilung.

Zur Person
Gerald Klingbeil, geboren in Deutschland, studierte Theologie an den adventistischen Bildungseinrichtungen Seminar Schloss Bogenhofen (Österreich), Helderberg-College (Südafrika) sowie Andrews University (USA) und schloss mit einem Doktorat (Earned Degree) von der University of Stellenbosch (Südafrika) ab.
Er war ab 1995 Professor für Altes Testament an der adventistischen Universidad Peruana Union in Peru und Universidad Adventista del Plata in Argentinien und ab 2005 Dekan des theologischen Seminars der adventistischen Hochschule International Institute of Advanced Studies auf den Philippinen. Ab 2009 arbeitete er als stellvertretener Chefredakteur der von der Freikirche herausgegebenen Zeitschriften Adventist Review und Adventist World. Letztere erschien weltweit in mehreren Sprachen. Gleichzeitig war Gerald Klingbeil Research Professor für Altes Testament und Altorientalistik am Theologischen Seminar der Andrews University (USA).
2023 kehrte Gerald Klingbeil mit seiner Familie zurück nach Deutschland und arbeitete als Finanzvorstand der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Hanse Vereinigung, die die adventistischen Kirchengemeinden in den Bundesländen Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern umfasst.
Zahlreiche Mitgliedschaften in Herausgeberkreisen, Arbeitskreisen und Beiräten wissenschaftlicher Verlage in Süd- und Nordamerika zeigen seine internationale Vernetzung in der theologischen Wissenschaft.

„Unterstützung auf dem Weg der internationalen Vernetzung“
Die Amtsübergabe wird zum Beginn des Studienjahres 2026/2027 stattfinden. Dr. Barna Magyarosi, Präsident der adventistischen Kirchenleitung für Mittel- und Südeuropa (Intereuropäische Division, Sitz Bern/Schweiz) und Vorsitzender des Kuratoriums der Hochschule, sagt: „Ich freue mich über die Wahl von Gerald Klingbeil, die nach einem guten Prozess der Auswahl eine sehr geeignete Person für die nächsten fünf Jahre mit dem Amt des Rektors beauftragt. Mit seiner Erfahrung und seinen Beziehungen aus fünf Kontinenten wird er Friedensau signifikant auf dem Weg der internationalen Vernetzung unterstützen können.“ Als Vertreter des Trägers der Hochschule wünscht er ihm „dazu schon jetzt für die Vorbereitungsphase viel Freude an der neuen Aufgabe und Gottes reichen Segen.“

Über Friedensau und die Theologische Hochschule
Der Ort Friedensau wurde 1899 gegründet und feierte 2024 sein 125-jähriges Bestehen. 1899 als Missions- und Industrieschule gegründet, führt heute die Theologische Hochschule Friedensau als eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten die Tradition als adventistische Ausbildungsstätte fort. In den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie können zehn B.A.- und M.A.-Studiengänge – zum Teil berufsbegleitend, online oder in Teilzeit – belegt werden: https://www.thh-friedensau.de./

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Der Orkan Kristin liess in Portugal nicht nur Bäume umstürzen sondern zerstörte auch zahlreiche Gebäude. © Foto: Notícias IASD Portugal

Portugal: Adventistische Kirchengemeinden und ADRA mobilisieren Hilfe nach Orkan Kristin

Lissabon/Portugal | 11.02.2026 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Nach dem Sturm Kristin, der am 28. Januar mit Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h über das portugiesische Festland hinwegfegte, haben Behörden, Kirchengemeinden und humanitäre Organisationen, darunter ADRA, koordinierte Hilfsmaßnahmen gestartet.

Trotz weitreichender Zerstörungen und Stromausfällen sind die örtlichen Kirchengemeinden der Siebenten-Tags-Adventisten in der Umgebung der stark betroffenen portugiesischen Stadt Leira schnell von der Notfallhilfe zu aktiven Wiederaufbaumassnahmen und seelsorgerlicher Unterstützung übergegangen. Dies berichteten die Kommunikationsabteilungen der adventistischen Kirche in Portugal (https://noticias.adventistas.org.pt/adra-portugal-une-se-a-leiria-em-solidariedade-apos-a-tempestade-kristin/) und der teilkontinentalen Kirchenleitung der Adventisten für Süd- und Mitteleuropa (Intereuropäische Division (https://noticias.adventistas.org.pt/adra-portugal-une-se-a-leiria-em-solidariedade-apos-a-tempestade-kristin/ )

Widerstandsfähigkeit trotz infrastruktureller Herausforderungen
Am Samstag, 31. Januar, hielten die adventistischen Gemeinden in Gândara dos Oliveirais, Leiria und São Jorge besondere Gottesdienste ab, in denen Dankbarkeit und Solidarität in der Gemeinde im Mittelpunkt standen. Bemerkenswert ist, dass die SDA-Kirche in Gândara dos Oliveirais ihre Versammlung ohne Strom und Mobilfunknetz abhielt und damit die Widerstandsfähigkeit der örtlichen Mitglieder nach dem stärksten klimatischen Ereignis der letzten Jahre in Portugal unterstrich.

In Leiria boten die Gottesdienste den Betroffenen eine Plattform, um ihre Erfahrungen mit den Auswirkungen des Orkans zu teilen. Viele Kirchenmitglieder und Besucher berichteten von den schweren Unwetterereignissen in den frühen Morgenstunden des 28. Januar und sagten, dass der Glaube ihnen in diesen schweren Zeiten eine Hilfe sei.

Humanitäre Hilfe und das Engagement von ADRA
Carmen Maciel, Geschäftsführerin der Hilfsorganisation ADRA Portugal, besuchte die betroffenen Ortschaften, um das Engagement der Hilfsorganisation für langfristige Hilfe zu bekräftigen. ADRA hat offiziell eine landesweite Kampagne gestartet, um lebensnotwendige Güter und Gelder zu sammeln, die speziell für die Unterstützung der Bevölkerung von Leiria und anderen schwer betroffenen Regionen bestimmt sind. Diese Unterstützung soll Familien helfen, die ihre Häuser verlassen mussten oder deren Häuser schwerbeschädigt wurden.

Gross angelegte Mobilisierung von Freiwilligen
Die Wiederaufbaumassnahmen wurden durch die Ankunft von rund 100 jugendlichen Freiwilligen aus dem ganzen Land weiter verstärkt. Diese Freiwilligen trafen sich im städtischen Stadion von Leiria und koordinierten gemeinsam mit Vertretern der Stadt die Beseitigung von Trümmern und die logistische Unterstützung.
Teams aus Jugendlichen und Erwachsenen arbeiteten daran, Trümmer und umgestürzte Bäume zu beseitigen, Baumaterialien wie Dachziegel in die betroffenen Stadtteile zu transportieren und erfahrene Bauunternehmer bei der Notfallreparatur von Dächern gefährdeter Haushalte zu unterstützen.

Nationale Auswirkungen und wirtschaftliche Folgen
Der Orkan Kristin hat in Portugal verheerende Spuren hinterlassen. Offizielle Berichte bestätigen zehn Todesfälle, die direkt oder indirekt mit dem Sturm in Verbindung stehen, sowie Dutzende Verletzte. Wirtschaftsanalysten schätzen den materiellen Gesamtschaden auf 1,5 bis 2 Milliarden Euro.

Über ADRA
Die Hilfsorganisation ADRA wurde 1956 von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet. ADRA Portugal ist Teil des internationalen ADRA-Netzwerks, das aus 119 eigenständigen nationalen Büros mit insgesamt rund 7500 hauptamtlichen Mitarbeitenden besteht, die weltweit Projekte der Entwicklungszusammenarbeit sowie der humanitären Hilfe in Katastrophenfällen durchführen. ADRA ist die Abkürzung für Adventist Development and Relief Agency. Internet: https://adra.org/; https://adra.eu/

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Einblick in den neuen ADRA-Shop in Sulgen. © Foto: ADRA Schweiz

ADRA-Shop Thurgau: Neuer Standort in Sulgen bewährt sich

Sulgen (TG) / Schweiz | 12.02.2026 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Der ADRA-Shop Thurgau ist seit Herbst 2024 am neuen Standort in Sulgen tätig. Der Umzug von Bürglen wurde wegen steigender Nachfrage notwendig. 2025 zeigte sich: Das Angebot für Menschen mit kleinem Budget wird weiterhin stark genutzt.

Die Anzahl der Begünstigten war in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Die bisherigen Räumlichkeiten in Bürglen reichten nicht mehr aus. „Der neue Standort in Sulgen ermöglicht es uns, deutlich effizienter zu arbeiten und gleichzeitig mehr Menschen zu erreichen“, sagt Carmen Brunner, Leiterin des ADRA-Shops Thurgau. Die hohe Nachfrage zeige, wie wichtig das Angebot für viele Familien in der Region sei.
Der Shop richtet sich an Personen mit kleinem Budget, die über eine Bescheinigung der Sozialdienste verfügen. Eine enge Zusammenarbeit mit regionalen Sozialämtern soll sicherstellen, dass die Unterstützung gezielt Bedürftigen zugutekommt.

Rund 250 Familien profitieren
Die Lebensmittel stammen überwiegend von Grossisten sowie landwirtschaftlichen Betrieben aus der Region. Rund 250 Familien erhalten im Durchschnitt zweimal pro Monat frische und haltbare Lebensmittel. Über 60 ehrenamtliche Mitarbeitende bereiten die Waren jeweils am Vormittag vor. Die Ausgabe erfolgt von Montag bis Freitag zwischen 14.00 und 15.00 Uhr.

Sponsorenlauf unterstützt Angebot
Im August 2025 fand ein Sponsorenlauf zugunsten des Projekts statt. Kinder und Jugendliche einer Pfadfinder-Gruppe, Erwachsene sowie Mitarbeitende des ADRA-Shops sammelten dabei über 1’400 Franken. „Dieses Engagement aus der Bevölkerung freut uns sehr und zeigt, wie stark der ADRA-Shop Thurgau in der Region verankert ist“, sagt Sabrina Hang, Projektleiterin bei ADRA Schweiz.

ADRA Schweiz
ADRA Schweiz wurde 1987 als Hilfswerk der protestantischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Schweiz gegründet. Es ist ein im Handelsregister eingetragener Verein, mit Sitz in Zürich und der Zentrale in Aarau. Das Hilfswerk geniesst Steuerfreiheit und wurde von der Schweizerischen Fachstelle für Spenden sammelnde, gemeinnützige Institutionen (ZEWO) zertifiziert. ADRA Schweiz zählt zu den Partner-Hilfswerken der Schweizer Glückskette: https://www.glueckskette.ch.

ADRA Schweiz ist Teil des weltweiten ADRA-Netzwerks, das 1956 gegründet und von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten getragen wird. Es besteht aus 108 eigenständigen nationalen Büros und führt weltweit Projekte der Entwicklungszusammenarbeit sowie der humanitären Hilfe in Katastrophenfällen durch. ADRA steht für Adventist Development and Relief Agency.

ADRA gewährt Hilfe unabhängig von der ethnischen Herkunft, des Geschlechtes, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität.
Mehr zum Hilfswerk: https://www.adra.ch

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© Abbildung: ADRA Europa

Internationaler Kunstwettbewerb zugunsten von Geflüchteten

Brüssel/Belgien | 19.02.2026 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Am 1. Februar startete der jährliche Kunstwettbewerb „Hear me. See me. Walk with me.“ (Hör mir zu. Sieh mich. Begleite mich.) der Hilfsorganisation ADRA Europa in Zusammenarbeit mit den teilkontinentalen adventistischen Kirchenleitungen in Europa.

Der Kunstwettbewerb biete Kindern und jungen Erwachsenen eine Plattform, um sich durch kreativen Ausdruck für Vertriebene einzusetzen, heißt es in einer Pressemitteilung der teilkontinentalen adventistischen Kirchenleitung für Mittel- und Südeuropa (Intereuropäische Division). Das Programm endet mit einer Preisverleihung am Weltflüchtlingstag, dem 20. Juni 2026. Die Einreichungsfrist endet am 31. März.

Thema des Wettbewerbs
Das Thema für 2026, „Zuhause/Zuflucht – Ein Ort der Zugehörigkeit”, regt die Teilnehmer dazu an, sich mit Vorstellungen von Sicherheit, Gastfreundschaft und Gemeinschaft auseinanderzusetzen. Der Wettbewerb möchte verdeutlichen, wie Einzelpersonen und Gemeinschaften ein Umfeld schaffen, in dem sich jeder geschätzt und geschützt fühlt.

Die Beiträge können sich mit folgenden Themen befassen: Systeme der Sicherheit und gegenseitigen Unterstützung; die Ästhetik gemeinschaftlich genutzter Räume; symbolische Darstellungen von „Zuhause“ in Natur oder Kultur; Themen wie Hoffnung, Neuanfang und friedliches Zusammenleben.

Teilnahmekategorien
Der Wettbewerb steht Teilnehmern weltweit in den folgenden Altersgruppen offen:
Gruppe 1: 5–9 Jahre; Gruppe 2: 10–14 Jahre; Gruppe 3: 15–18 Jahre; Gruppe 4: 19–25 Jahre

Richtlinien für die Einreichung
Medium: Nur zweidimensionale Kunstwerke (Gemälde, Zeichnungen oder Collagen aus verschiedenen Medien).
Originalität: Die Werke müssen Originale sein. Kunstwerke, die mit künstlicher Intelligenz (KI) erstellt wurden, werden nicht akzeptiert.
Format: Digitale Einreichung eines hochwertigen Fotos des physischen Kunstwerks über die offizielle Website.
Nutzungsrechte: Mit der Einreichung gewähren die Teilnehmer ADRA das Recht, das Kunstwerk für die Kommunikation der Organisation (online und offline) mit entsprechender Quellenangabe zu verwenden.

Zeitplan und Auswahlverfahren
Eröffnungsdatum: 1. Februar 2026.
Einreichungsfrist: 31. März 2026.
Jurybewertung: Eine internationale Jury wählt die Finalisten für die öffentliche Bewertung aus.
Öffentliche Abstimmung: Beginn im April 2026 über die Social-Media-Kanäle von ADRA Europa.
Preisverleihung: Die Gewinner werden im Rahmen einer virtuellen Zeremonie am 20. Juni 2026 bekannt gegeben.
Alle Teilnehmer erhalten eine Teilnahmebescheinigung; die Gewinner der einzelnen Kategorien erhalten Preise.

Ressourcen für Pädagogen und Eltern
ADRA Europa legt großen Wert auf das Wohlergehen und die Privatsphäre aller Teilnehmer. Pädagogen und Eltern werden gebeten, sich eher auf die fantasievollen und symbolischen Aspekte des Themas zu konzentrieren als auf persönliche Biografien.
Schutz: Die Teilnehmer sind nicht verpflichtet, persönliche Geschichten zu erzählen oder ihren tatsächlichen Wohnort anzugeben.
Unterrichtsmaterialien: Altersgerechte Anregungen können heruntergeladen werden. https://adradrive.adra.cloud/s/ZyJcipN6WBLfDgp
Ergänzendes Lernen: Für technische Daten und Bildungsmodule zum Thema Flucht und Migration empfehlen wir das https://www.unhcr.org/de/bildungs-und-trainingsmaterial

Der Kontext
Derzeit gelten Millionen von Menschen als Flüchtlinge – Menschen, die aufgrund von Konflikten, Verfolgung oder Klimakatastrophen gezwungen sind, internationale Grenzen zu überschreiten. Laut UNHCR gibt es weltweit über 110 Millionen Menschen, die gewaltsam vertrieben wurden. Dieser Wettbewerb zielt darauf ab, Empathie für diese Bevölkerungsgruppen zu fördern, indem er sich auf das universelle menschliche Bedürfnis nach Würde und Zugehörigkeit konzentriert.

Weitere Informationen und Möglichkeit zum Einreichen eines Kunstwerks: https://adra.eu/get-involved/art-contest-2/

Über ADRA
Die adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfsorganisation ADRA (Adventist Development and Relief Agency) wurde 1956 von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet und führt weltweit Projekte der Entwicklungszusammenarbeit sowie der humanitären Hilfe in Katastrophenfällen durch. ADRA International besteht aus einem weltweiten Netzwerk mit 119 eigenständigen Länderbüros und etwa 7.500 hauptamtlichen Mitarbeitenden. ADRA Europa umfasst als Netzwerk 29 Büros in 32 europäischen Ländern.
Internet: https://adra.org/; https://www.adra.ch/

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